Hopfmeister: Charakter-Lager für den See

HopfmeisterFranzJosefHelles ist wieder im Trend. Aber nicht unbedingt im ganz traditionellen Sinn, sondern eher als modern interpretierte Version. So etwa auch das „Franz Josef“ von Hopfmeister aus München mit schlanken 5,1 Prozent Alkohol. Veredelt hat es Marc Gallo mit vier Hopfensorten: Tettnanger, Crystal, Centennial und Citra. Der Brauer ist eigentlich Werbedesigner. Dass seine Biere aber dennoch gut ankommen, zeigt die Prämierung von zwei Suden beim Meiningers International Craft Beer Award. Da gab es für das „Surfers Ale“ eine Gold- und für das „Gipfel Glück“ eine Silbermedaille.

Aber nun zum Hellen, das es erst seit wenigen Wochen zu kaufen gibt. Strohgelb steht der Franz Josef im Glas. Das Lager duftet fruchtig-frisch nach Zitrone und feinem Malz. Also schon ganz anders als von diesem Bierstil erwartet, jedenfalls hält sich die sonst so drückende Malzigkeit eher dezent zurück. Im Antrunk präsentiert es sich ganz schön frisch. Da merkt man schon, dass es wohl ziemlich süffig wird. Am Gaumen zeigen dann die Hopfensorten was sie draufhaben. Aromen von Zitrone und Mandarine paaren sich mit einem Hauch Stachelbeere und etwas Würzigem. Von den 20 Bittereinheiten merken Hop-Heads wohl eher weniger. Dennoch bleibt das Helle noch einige Zeit im Rachen.

Fazit: Ein sehr süffiges, fruchtiges und charaktervolle Helles. Franz Josef ist weder eine schwere Geschmacksbombe noch eine der üblichen Malzgranaten – aber richtig lecker, leicht und angenehm. Davon kann man beim gemütlichen Nachmittag oder abends am See ruhig ein paar Gläschen mehr zischen.

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