Online-Event: Erste virtuelle Messe für Hobbybrauer

Hobbybrauen liegt im Trend. Immer mehr Bierliebhaber stellen sich zuhause an die Kessel, um ihre ganz individuellen Sude zu kreieren. Zudem gibt es inzwischen auch vermehrt Events und Veranstaltungen, die sich rund um das Thema Freizeitbrauen drehen. Am 18. und 19. Oktober findet jetzt sogar die erste virtuelle Messe für Hobbybrauer im deutschsprachigen Raum statt. Auf hopfenfreaks.com finden Bierfreunde an beiden Tagen rund 25 Vorträge und Interviews mit erfahrenen Hausbrauern, sowie einige Experten-Chats und eine Online-Ausstellung mit Infos zu Braugerätschaften, Rohstoffen und Kursen rund ums Brauen und Verkosten. Profis zeigen in Filmbeiträgen die größten Fallstricke beim Brauen und geben praktische Tipps wie man das eigene Bier noch besser machen kann. Einige Hobbybrauer gewähren Einblick in ihre Anlagen, verraten ihre Tricks und zeigen Erfolge und Ausrutscher. 

Zu den Experten zählen neben Holger Eichele, Geschäftsführer des Deutschen Brauerbundes, auch Nicola Buchner, Geschäftsführerin des Verbands der Diplom Biersommeliers sowie Jörg Krüger, Chefredakteur des Brau!magazins. Das vorläufige Programm gibt es hier https://hopfenfreaks.com/programm/

Teilnehmer können alle Angebote kostenfrei mit dem Desktop, Laptop, Tablet oder sogar dem Smartphone nutzen. Wer alle Videos und zahlreiche Bonus-Materialien auch nach der Messe noch abrufen will, kann ein spezielles Ticket erwerben. Der Early Bird-Preis für den VIP-Pass beträgt 49 Euro (statt 69). Ihr liebe Leser, erhaltet zusätzlich noch eine Ermäßigung von zehn Euro. Einfach folgenden Code bei der Bestellung eingeben: iewf-lbpu-bike

Münchner Bier-Event: O’zapft is auf dem Craftbeer-Oktoberfest

Craftbeer Oktoberfest

Nach der Wiesn ist vor dem Craftbeer-Oktoberfest. Am kommenden Freitag und Samstag findet in der Münchner Reithalle das für Bier-Geeks viel interessantere Spektakel statt. Insgesamt 16 Craft-Brauereien aus der bayerischen Hauptstadt und Umgebung sowie eine Biermanufaktur aus Polen schenken ihre Sude aus, die von süffigem hellen über modernes Weißbier, Pale Ale, India Pale Ale, Stout und Sorten fernab des Reinheitsgebotes reichen. Die Brauer stehen selbst hinter den Ständen, um den Gästen alles über ihre Geschichte, Intention und Biere zu erzählen. Ganz nach dem Motto: Genuss und Gemütlichkeit statt Einheitsgeschmack und Massenabfertigung.

Craftbeer Oktoberfest

Für zusätzliche Stimmung sorgen vier Münchner Bands, die von Funk, Soul, Pop, Blues bis hin zu Rock’n‘Roll etwas anderes als Helene Fischer oder DJ Ötzi im Repertoire haben. Verhungern muss auf dem Craftbeer-Oktoberfest auch niemand. Für die richtige Grundlage bilden sieben Foodtrucks vor der Tür einen Streetfood-Markt. Hier gibt es vom klassischem Burger, einem Pastramigriller, amerikanischen Beefbrisket oder vegetarisch und veganen Leckereien bis hin zu regionalen Bio Bratwürsteln, alles was den Hunger stillt und auch ideal zum Bier passt. Wer mehr zum Thema Foodpairing wissen möchte, kann sich auch zu speziellen Workshops anmelden.

Fakten auf einen Blick:
Wann: Freitag & Samstag den 11.-12. Oktober 2019 jeweils von 16-1 Uhr
Wo: Reithalle // Heßstraße 132 // 80797 München
Eintritt:  ab 10,31 €
Infos & Tickets: http://craftbeer-oktoberfest.de/

Geheimtipp: Biermekka Budapest

In einem Land wie Ungarn würden wohl die wenigsten Leute eine enorme Biervielfalt erwarten. Doch vor allem in Budapest steppt heute der Bier-Bär. Am vergangenen Wochenende habe ich mich in der ungarischen Hauptstadt mal etwas umgesehen, denn am Freitagnachmittag startete bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen die erste Tasting-Session der „Budapest Beer Week“. Mehr als 60 Brauereien aus 25 Nationen schenkten dort an zwei Tagen in der Event-Location namens Dürer Kert ihre Sude aus. Neben elf ungarischen Craft-Stätten wie Mad Scientist, Tuffbuzz, First, Horizont oder Hoptop gab es unter anderen aber auch New England IPAs, Sauerbiere und Milk Stouts aus Serbien, Rumänien, Slowenien, Tschechien, Schweden, England, USA und Russland. Das Konzept: Jede Brauerei zapft pro Tag nur zwei Fässer mit verschiedenen Sorten. Motto: was leer ist, ist leer. Leider waren manche Sude schon nach wenigen Stunden ausgetrunken.

First Craft-Bierbar

Aber nicht nur auf dem Festival war einiges in Sachen Bier geboten. Budapest hat auch eine große Auswahl an Craft-Bars zu bieten. So sollte jeder Bierinteressierte beim Städte-Trip in die ungarische Metropole mal in Locations wie das Hopaholic, das Élesztő oder in die Hops Beer Bar gehen. Dort findet man eine wirklich gelungene Mischung aus einheimischen und internationalen Bieren aus Fass, Flasche und Dose. Auch die Brewpubs einiger Brauereien sind sehr zu empfehlen. So etwa die Kellerbar von Horizont Brewing mit kleinem Außenbereich, der First Taproom mit rund 20 Bieren vom Fass, davon auch einige Fremdsorten von befreundeten Craftern, und köstlichen BBQ-Gerichten oder aber das Labor von Mad Scientist im Szimpla Kert, wo man das Bier auf Wunsch auch aus sogenannten Erlenmeyerkolben genießen kann. Aber das war längst nicht alles, in Budapest gibt es noch viel mehr bierige Highlights zu entdecken, die sich in einem Blog-Beitrag nur schwer zusammenfassen lassen. Für mich steht jedenfalls fest: Ich war nicht das letzte Mal in der Donaumetropole, die für mich noch als echter Bier-Geheimtipp gilt.

Élesztő
Labor von Mad Scientist

Feiner Hopfen in Kalifornien

Liebe Craft-Community,

es ist wieder soweit, ich bin mal wieder auf einem längeren Auslandtrip unterwegs: In den kommenden vier Wochen werdet ihr nur wenig von mir hören. Ziel meines Roadtrips ist das Geburtsland der modernen Craft-Bierszene. Gemeinsam mit meiner Schwester fahre ich von San Francisco über Los Angeles, San Diego, Las Vegas, Grand Canyon und über den Yosemite Park zurück. Brauerei-Touren bei kalifornischen Klassikern wie Anchor Brewing, Firestone Walker, Stone Brewing, Sierra Nevada, Russian River usw. sind bereits eingeplant. Vielmehr freue ich mich aber auch über viele neue kleine Braustätten und coole Brewpubs entlang des Highway Number One, der Route 66 und den den vielen Nebenstraßen in Kalifornien, Nevada und Arizona zu entdecken.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr unseren Trip über Instagram und Facebook verfolgen.

In diesem Sinne, gute Zeit und bis bald!

Eure Mareike

Feiner Hopfen feiert sechsten Geburtstag

GIF von Elena Hasenbeck

Liebe Craft-Bier-Community,

für mich gibt es heute mal wieder einen Grund zu feiern: feinerhopfen.com hat Geburtstag. Seit nunmehr sechs Jahren reise ich durch die wundervolle Welt kreativer Biere. In dieser Zeit traf ich spannende Brauer in ihren Sudhäusern rund um den Globus, probierte ganz individuelle Biere und saß in den Jurys von renommierten nationalen und internationalen Bier-Wettbewerben. Und das wichtigste: Es macht mir immer noch so viel Spaß wie am ersten Tag.

Deshalb ist heute ein perfekter Anlass, mal wieder ein Toast auszusprechen: DANKE an Euch – an meine vielen Leser – für das Interesse an Feiner Hopfen. Es ist ein riesiger Ansporn für mich, Euch auch weiterhin mit interessanten Verkostungen, Interviews, Brauer-Portraits und Kommentaren zu begleiten, Euch zu informieren, zu inspirieren und zu unterhalten. DANKE, dass ich fast jeden Tag fantastische Menschen kennen lernen darf, mit denen ich stundenlang über die Craft-Bierszene, neue Sude und deren Rohstoffe und Aromen diskutieren kann.

Ich hebe mein Glas auf Euch – und damit meine ich alle Craft-Zauberer, Malzliebhaber, Hefe-Gurus und Hopfen-Anbeter. Ein spezieller Toast gilt auch all den Kreativbrauern, die uns Aficionados, Gourmets und Bier-Lovers trotz hartem Wettbewerbskampf immer wieder mit hocharomatischen und qualitativhochwertigen Bieren beglücken. Weiter so!

Tilmans Tagesfestival:Cooles Bier trifft heiße Klänge

Am 19. Januar geht das „Tilmans Friends of mine Fest“ in München in die zweite Runde. Diesmal heizen sieben Bands die Stimmung an und neun Brauereien verwöhnen die Gaumen mit verschiedenen Bieren. Im Interview mit Feiner Hopfen verrät Organisator Franz Löning, warum die bayerische Hauptstadt so ein Fest braucht, warum keine lokalen Brauereien ausschenken und warum Bier und Musik hervorragend zusammenpassen.

Franz, warum passen Musik und Bier für Dich so gut zusammen?

Beides ist für mich purer Genuss, natürlich nur, wenn es gut ist. Das Line-up ist sowohl bei den Bands, als auch bei den Brauereien absichtlich so divers. So ist für jeden etwas dabei.

In den USA gibt es schon einige Festivals in diesem Stil. Sind das Vorbilder?

Klar habe ich mich auch mit den Festen in den USA beschäftigt, aber die waren nicht die Initialzündung. Die Idee kam eigentlich eher, weil wir von Tilmans Biere ein bisschen die Nase voll von herkömmlichen Craft-Bierfesten haben. Als Brauerei muss man sich dort immer messemäßig und eher steif präsentieren. Da haben die Brauer kaum Zeit mal miteinander zu feiern.

Und das ist bei eurem Fest anders?

Ja, wir feiern eine große Party, bei der Brauer, Gäste und Bands gemeinsam Spaß haben. Die Brauer müssen auch nicht selbst ausschenken.

Diesmal kommen noch mehr Brauereien. Nach welchen Kriterien hast Du sie ausgesucht?

Das sind alles Freunde von uns, die tolle Biere machen. Gestartet sind wird mit Brauern, die nicht ganz so weit anreisen mussten. Jetzt kommen auch internationale Labels aus Paris, England und Polen. Jedes Jahr wechseln wir das Line-up, sonst wird es langweilig.

Warum fehlen beim Tilmans-Fest die lokalen Spezialitätenbrauereien?

Die kennt doch jeder hier in München. Wir wollen den Horizont erweitern und den Leuten mal was anderes zeigen, was sie vielleicht noch nicht kennen.

Was bringen die Brauereien denn für Biere mit?

Jeder Brauer hat zwei Zapfhähne, ob er dann nur zwei Sorten mitbringt oder die Fässer durchwechselt, dass ist jedem selbst überlassen. Jedenfalls wird es von sauer über malzig und hopfig fast jede Geschmacksrichtung geben und bestimmt jeden Gaumen beglücken.

Und was ist Deine Intention bei der Veranstaltung, was erwartest Du Dir?

Ich erwarte mir, dass es wieder so gut wird wie beim letzten Mal, da waren wir restlos ausverkauft und haben eigentlich nur positives Feedback bekommen. Und die Intention dahinter ist, einfach mal was anderes zu machen als bei den üblichen Craft-Bierfesten. München braucht so ein Event, bei dem tolle Musik, spannende Biere und interessante Leute aufeinandertreffen.

Franz Löning, Organisator vom „Friends of mine Fest“

Tickets gibt es an der Abendkasse für rund acht Euro sowie bald im Vorverkauf an der Theke vom Frisches Bier.

Mehr zur Veranstaltung gibt es hier auf Facebook.

Craft-Fest: Biergenuss in Bozen

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Beer Craft in Bozen – Eindrücke von 2017

Wer am kommenden Wochenende noch nichts vor hat und Lust auf richtigen Frühling mit leckerem Bier verspürt, der sollte mal nach Bozen fahren. Dort findet Freitag und Samstag (13. und 14. April) zum dritten Mal das „Beer Craft“-Festival statt. Als Location wählten die Veranstalter wieder das Schloss Maretsch, das umringt von Weinstöcken und südtiroler Alpen liegt. Aber auch innen sorgt das alte Gemäuer für einen Wow-Effekt: Verwinkelt Räume, Balkone und Fresken aus der Renaissance machen die Räumlichkeiten eines Craft-Bierfestes schon zu etwas Besonderen.

Vor allem aber die internationale Auswahl an Brauereien wird die Gäste beeindrucken. Neben deutschen Labels wie etwa der Munich Brew Mafia, Hoppebräu oder Schönramer sind auch Aussteller aus Österreich, Belgien und Serbien vor Ort. Besonders interessant sind jedoch die Italiener. Neben Batzen Bräu aus Bozen schenken auch Brauereien wie Birra del Bosco, Birra Barbaforte oder Birrifico Rethia aus dem Trentino aus und auch Birrifico Italiano, Birra Mastino oder Mister B. aus weiteren Regionen des Landes.

Nebst den rund 35 Ausstellern und interessanten Bieren, gibt es auch eine Foodpairing-Area, einen Hobbybrauer-Wettbewerb und jetzt auch einen eigenen Bieraward namens „Kubo Beer Award“, bei dem die Nachwuchsbrauer ihre Sorten von einer internationalen Jury verkosten und auszeichnen lassen können. Federführend sind hierbei der italienische Bierprofi Lorenzo „Kuaska“ Dabove und Bobo Widmann vom Batzen Bräu.

 

Feiner Hopfen feiert 5-jährigen Geburtstag

Feiner_Hopfen_Geburtstag_20183Liebe Craft-Bier-Community,

für mich gibt es heute mal wieder einen Grund zu feiern: Feiner Hopfen hat Geburtstag. Seit nunmehr fünf Jahren schon reise ich durch die wunderbare Welt der Kreativbiere. In dieser Zeit traf ich spannende Brauer in ihren Sudhäusern rund um den Globus, probierte Biere mit ganz verrückten Zutaten und saß in den Jurys der wichtigsten nationalen und internationalen Bier-Wettbewerbe. Zudem habe ich mich zur Biersommelière sowie zur staatlich geprüften Sensorikerin für Bier ausbilden lassen, brachte im vergangenen Sommer in Kooperation mit namhaften Brauern mein eigenes Craft-Bier namens „Hop Gaudi“ auf den Markt und wurde bei den beerkeeper-Awards zur besten Bier-Journalistin im deutschsprachigen Raum gekürt.

Nicht nur bei mir, sondern in der gesamten Craft-Bierszene hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre einiges getan: Die Branche wächst dynamisch weiter, besondere Biere verankern sich zunehmend auch im deutschen Markt und die Anzahl von Festivals, Tap Houses, Brauereien, Gypsy-Brewers sowie Craft-Marken explodiert. Toll ist auch, dass viele Brauer noch mutiger werden. Zwar setzen viele mittlerweile auf trinkbare Sude, aber neben Hopfen und Malz laborieren die Sudzauberer verstärkt auch mit Hefe, Fassmanagement und wilden Zutaten wie Tomaten, Kaffeebohnen oder Fruchtpürees. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und die Experimentierfreude scheint noch lange nicht am Ende.

Heute ist also ein perfekter Anlass, mal wieder ein Toast auszusprechen: DANKE an Euch – an meine vielen Leser – für das Interesse an Feiner Hopfen. Es ist ein riesiger Ansporn für mich, Euch auch weiterhin mit interessanten Verkostungen, Interviews, Brauer-Portraits und Kommentaren zu begleiten, Euch zu informieren, zu inspirieren und zu unterhalten. DANKE, dass ich fast jeden Tag wieder fantastische Menschen kennen lernen darf, mit denen ich stundenlang über Rohstoffe, Brauprozesse und Aromen diskutieren kann. Ich hebe mein Glas auf alle Craft-Götter, Malzpropheten, Hefezauberer und Hopfenzutzler – wie man in Bayern sagt. Ein spezieller Toast gilt auch all den vielen Genießerinnen und Genießer, die nach langer Durststrecke durch die Bierwüsten dieser Welt jetzt wieder die wahre Bierkultur entdeckt haben.