Partnerprogramm: Bierothek® sucht Partner(innen) zur Eröffnung neuer Filialen

B_Flyer_Franchise_Druck_V3_0518[Sponsored Post] Die Bierothek® – einer der führende Einzelhändler im Bereich Bierspezialitäten – sucht bierbegeisterte Partner(innen) zur Eröffnung neuer Ladengeschäfte, bevorzugt in Berlin, Hamburg, Köln oder Dresden.

Bereits 2014 eröffnete die erste Bierothek® in der selbsternannten Bierhauptstadt Bamberg. Als Bierfachhandel mit einer Auswahl von weit über 300 regionalen und internationalen Bierspezialitäten und einer kompetenten Beratung erfreute sich die Bierothek® von Anfang an reger Begeisterung der Bier-Interessierten. Seitdem wuchs die Bierothek® stetig weiter, sodass sie heute neun Standorte in vier Bundesländern zählt. Unter diesen neun Filialen befinden sich mittlerweile auch vier Franchise-Filialen, die von selbstständigen Unternehmern geleitet werden.

Die Bierothek® bietet den Partnern eine starke Marke, Erfahrung im Aufbau und Betrieb von neuen Läden, eine zentrale Beschaffung und Zugang zu exklusiven Bierspezialitäten, ein starkes Netzwerk, eine verlässliche Partnerschaft und Hilfe bei der Finanzierung und Standortsuche. Hierfür werden Persönlichkeiten mit Bierbegeisterung, unternehmerischen Denken, selbstständiger Arbeitsweise und Freude am Verkauf gesucht.

Um nun auch den Rest der Bundesrepublik mit außergewöhnlichen Bieren versorgen zu können, sucht die Bierothek® nach Partnern, die bevorzugt in den Städten Berlin, Hamburg, Köln und Dresden ein eigenes Ladengeschäft eröffnen möchten. Ebenso können bereits existierende Händler die Vorteile des Verbundes nutzen und im Rahmen einer Partnerschaft auf die Infrastruktur der Bierothek® zurückgreifen.

Informationen und Bewerbungen:

Bierothek GmbH

Hafenstr. 13 | 96052 Bamberg

Tel.: 0951/3017 8389

E-Mail: franchise@bierothek.de

www.bierothek.de/FranchisePartnerschaft

Feiner Hopfen feiert 5-jährigen Geburtstag

Feiner_Hopfen_Geburtstag_20183Liebe Craft-Bier-Community,

für mich gibt es heute mal wieder einen Grund zu feiern: Feiner Hopfen hat Geburtstag. Seit nunmehr fünf Jahren schon reise ich durch die wunderbare Welt der Kreativbiere. In dieser Zeit traf ich spannende Brauer in ihren Sudhäusern rund um den Globus, probierte Biere mit ganz verrückten Zutaten und saß in den Jurys der wichtigsten nationalen und internationalen Bier-Wettbewerbe. Zudem habe ich mich zur Biersommelière sowie zur staatlich geprüften Sensorikerin für Bier ausbilden lassen, brachte im vergangenen Sommer in Kooperation mit namhaften Brauern mein eigenes Craft-Bier namens „Hop Gaudi“ auf den Markt und wurde bei den beerkeeper-Awards zur besten Bier-Journalistin im deutschsprachigen Raum gekürt.

Nicht nur bei mir, sondern in der gesamten Craft-Bierszene hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre einiges getan: Die Branche wächst dynamisch weiter, besondere Biere verankern sich zunehmend auch im deutschen Markt und die Anzahl von Festivals, Tap Houses, Brauereien, Gypsy-Brewers sowie Craft-Marken explodiert. Toll ist auch, dass viele Brauer noch mutiger werden. Zwar setzen viele mittlerweile auf trinkbare Sude, aber neben Hopfen und Malz laborieren die Sudzauberer verstärkt auch mit Hefe, Fassmanagement und wilden Zutaten wie Tomaten, Kaffeebohnen oder Fruchtpürees. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und die Experimentierfreude scheint noch lange nicht am Ende.

Heute ist also ein perfekter Anlass, mal wieder ein Toast auszusprechen: DANKE an Euch – an meine vielen Leser – für das Interesse an Feiner Hopfen. Es ist ein riesiger Ansporn für mich, Euch auch weiterhin mit interessanten Verkostungen, Interviews, Brauer-Portraits und Kommentaren zu begleiten, Euch zu informieren, zu inspirieren und zu unterhalten. DANKE, dass ich fast jeden Tag wieder fantastische Menschen kennen lernen darf, mit denen ich stundenlang über Rohstoffe, Brauprozesse und Aromen diskutieren kann. Ich hebe mein Glas auf alle Craft-Götter, Malzpropheten, Hefezauberer und Hopfenzutzler – wie man in Bayern sagt. Ein spezieller Toast gilt auch all den vielen Genießerinnen und Genießer, die nach langer Durststrecke durch die Bierwüsten dieser Welt jetzt wieder die wahre Bierkultur entdeckt haben.

Sierra Nevada: Gose mit enormer Kaktus-Power

20171130_180938Man glaubt es kaum, aber und um den Globus liegen deutsche Bierstile gerade voll im Trend. Neben Pils, Weißbier oder Dunklem interpretieren Craft-Brauer aber auch uralte Sorten wie die hierzulande fast schon ausgestorbene Gose. Die Macher von Sierra Nevada aus Kalifornien legten eine eigens interpretierte Version dieses Stils vor, das sie allerdings als „Ale im Gose-Style“ bezeichnen. Das einzigartige an dem 4,5-prozentigen Bier: „Otra Vez“ ist mit Koriander, Grapefruit und einer regionalen Kaktussorte gebraut.

Da in heimischen Gefilden eher selten mal Kaktusfrüchte ins Glas kommen, kann man sich umso mehr auf das Aroma des Gose-Ales freuen. Das strohblonde Bier, getoppt von einer feinporigen, schneeweißen Schaumkrone, wirkt im Glas schon mal sehr appetitlich. Es duftet nach Zitrusfrüchten wie Grapefruit und Limette. Deutlich zeigt sich im Bukett aber auch die Kaktusfrucht, die vom Duft her an eine Mixtur aus Birne und Honigmelone erinnert. Während des Antrunks gleitet eine feine Rezenz über die Lippen, die im Mundraum kurzzeitig moussiert. Eine zarte Säure umgarnt die Zunge, die sich mit den fruchtigen Noten der Grapefruit und der kalifornischen Kaktusfeige vereint. Im Finish präsentiert sich ein eleganter Malzkörper, der das Aromaspiel mit einem Touch frischgebackener Weißbrotkruste abrundet. Eine filigrane Hopfenbittere verbirgt sich eher dezent im Hintergrund.

Fazit: „Otra Vez“ ist ein finessenreiches Ale im Gose-Style, das Zunge und Gaumen mit einem ungewöhnlichen Geschmackspektrum überrascht. Für mich war das eine Premiere, da ich noch nie zuvor ein Bier mit Kaktus genossen habe. Wegen des schlanken Alkoholgehalts ist das Sierra Nevada-Craft doch eher eine aromatische Erfrischung für den Sommer. Sicherlich passt es aber auch gut zu leichtem Käse und nordischen Fischgerichten.

Craft-Bier des Monats: Hammerhartes „Sidekick“ mit nachtschwarzer Optik

20171130_194654Wenn ein „Brauer“ mich zur Verkostung seines neuen Bieres einlädt und meine Meinung dazu wissen möchte, ist das schon eine coole Sache. Vergangene Woche besuchte ich Franz von Tilmans Biere im Münchner Nordwesten. Er war ganz schön nervös als ich an seinem Imperial Stout schnupperte und erst mal verstummte um den neuen Trunk in all seinen Facetten zu analysieren. Der Grund: Franz ist eigentlich überhaupt nicht für das Brauen zuständig, das macht in der Regel Tilman.

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass ausgerechnet Franz die neue Kreation aus der Taufe hob? Die Münchner sind mit Yankee & Kraut aus Ingolstadt gut befreundet und planen schon seit längerem einen kreativen Kollab. Beide Startups saßen bei einigen Kaltgetränken zusammen und überlegten krampfhaft, was für einen besonderen Sud sie denn produzieren könnten. Aus der Bierlaune heraus fragte Yankee-Bryan, warum nicht mal sein Kollege Max, der eigentlich für die Vermarktung zuständig ist, und sein Pendant Franz bei Tilmans mal was ganz Eigenes entwickeln wollen. Die beiden „Sidekicks“, so wie Max und Franz sich selbst betiteln, waren spontan begeistert und eine neue Brauidee stand im Raum. Aber warum gleich ein Imperial Stout, das in seiner Herstellungsweise schließlich nicht ganz unkompliziert ist? „Wir stehen beide auf starke und dunkle Biere“, verrät Franz, „außerdem passt der Stil gut zur kalten Jahreszeit“.

Eigentlich sollte das Imperial Stout satte elf Prozent Alkohol ins Glas bringen. Mit den jetzigen neun sind die beiden aber überausaus zufrieden. Es dominiert nicht der Alkohol wie bei so manchem Imperial-Bruder. In den Sudkessel gaben Max und Franz neben diversen Spezialmalzen die Hopfensorten Merkur, Saphir und Comet. So steht „Sidekick“ nun nachtschwarz und mit espresso-farbenen Schaum im Glas. Es duftet nach Milchschokolade, Haselnuss, Filterkaffee und roten Beeren. Das Bukett lässt ein süßliches Stout erwarten. Cremig-weich fließt es mit kräftigen Schoko- und Kaffeearomen auf die Zunge. Im Antrunk  lässt sich tatsächlich eine dezente Süße entdecken, aber dann driftet eine elegante und leichte Säure an den Gaumen und die ganze Wucht des Hopfens bricht durch. Ein Aromaspiel aus dunklen Malznoten, dem beerigen Anklang des Comet-Hopfens und einem Hauch von Zitrus der Sorte Saphir balanciert dieses Stout optimal aus. Im Abgang zeigt sich eine unaufdringliche Bittere, die dem Charakter des Ales den letzten Schliff verleiht.

Fazit: „Sidekick“ ist mein Craft-Bier des Monats, weil es allein schon von den beiden Machern her ein ungewöhnliches Imperial Stout ist. Vor allem überrascht ein wirklich voluminöses Aromaspektrum. Ich finde es toll, dass sich der Geschmack nach einer Weile ganz anders entwickelt, als es der etwas liebliche Duft anfänglich vermuten lässt. Die massige Hopfengabe neutralisierte die Röstaromen des Malzes und macht das Bier zu einem wahren Geschmackserlebnis. Kompliment an Franz und Max, verbunden mit der Bitte, dass es nicht ihr letzter Sidekick ist.

 

Bierol: Hocharomatischer Starter in den Herbst

20170910_125447Bekanntlich heißt es doch: „Das Auge isst und trinkt mit“. Stimmt! Kürzlich verkostete ich mit drei Kumpels das „El Patrón“ von Bierol aus Schwoich in Tirol. Von dem 8,2-prozentigen Starkbier waren die drei Münchner erst einmal abgeschreckt. Aber nicht von dem Etikett, sondern von der Bierfarbe. Sie beschrieben diese mit „Schlammbraun“. Ok, es schwammen auch noch einige Hefe- und Hopfenreste darin herum. Probiert haben sie das New England Imperial IPA dann aber doch – und waren begeistert.

Das „El Patrón“ duftet nach reifen Früchten wie Mango, Papaya und Maracuja – bei den mehr als acht Prozent auch etwas alkoholisch. Im Antrunk ähnelt diese Bierspezialität eher einem reifen Fruchtsaft. Das IPA kommt schön vollmundig mit einer zurückhaltenden Kohlensäure und mündet dann in eine kräftige Obstbombe. Auf der Zunge vereint sich eine dezente Malzsüße, die an Waldhonig erinnert, mit reifer Mango, Papaya und Maracuja. Dazu gesellen sich aber noch Zitrusfrüchte wie Pampelmuse und Blutorange. Im Finish zeigt das NEIPA eine ausbalancierte, aber deutlich wahrnehmbare Bittere. „El Patrón“ bleibt noch einige Zeit am Gaumen zurück.

Fazit: Abgesehen von der Farbe und den Rohstoffresten ist dieses Starkbier auf jeden Fall gelungen. So habe ich meinen Kumpels dieses Mal gezeigt, dass man sich nicht immer von der Optik beeinflussen lassen sollte. Sie waren schließlich vom Duft und Geschmack genauso begeistert wie ich. Ein wirklich hocharomatisches und kräftiges New England IPA jetzt für den Herbst.

Tasting: Craft-Biere als Aperitif

Craft-Biere als Aperitif – hier ein Beispiel: „Infinium“ Foto: Elena Hasenbeck

Hallo liebe Craft-Community,

wer kennt das nicht: Man kommt zu einer Veranstaltung und was wird als Aperitif gereicht? Sekt, Prosecco oder Champagner. Kann man machen. Aber inzwischen gibt es doch auch so viele tolle Craft-Biere, die besonders aromatisch sind und die Event-Gäste sicherlich positiv überraschen. Welche Typologien sich als Starter und Appetitanreger am besten anbieten? Kommt doch am 1. August ins Biervana in München, denn genau um dieses Thema wird es an dem Abend gehen. Probiert mit mir sieben verschiedene Biere und überzeugt beim nächsten Gartenfest, der anstehenden Geburtstagsparty oder dem Kundenevent eure Gäste.

Beginn: 19:30 Uhr

Kosten: 49 Euro pro Teilnehmer

Biervana

Hohenzollernstr. 61

80796 München

To Øl: IPA-Zwitter mit spezieller Finesse

Hybride aus zwei Bierstilen scheinen im Trend zu liegen. Ein Vertreter dieser Art ist das „Sur Centennial“ von den Gypsy-Brauern To Øl. Die Dänen vereinen hier ein Single Hop India Pale Ale mit einem Sauerbier. Also ein „Sour Mashed IPA“ gestopft mit der amerikanischen Sorte Centennial – gern auch bezeichnet als „Super-Cascade“.

Die schicke Dose macht schon Lust das Bier zu probieren. Nach dem zischenden Öffnungsakt strömen fruchtige Aromen aus dem Alu-Behälter. Im Glas steht das 5-prozentige IPA in einem strahlenden Gold mit schneeweißer Schaumkrone. Die Nase wird verwöhnt mit der vollen Kraft des Centennials: blumige Noten und überwiegend Zitrusfrüchte wie Limone. Auf der Zunge überrascht ein durchaus rundes Aromaprofil von süßlicher Südfrüchten in Kombination mit feiner Säure. Im Finish zeigt sich eine dezente Herbe von der Hopfenbittere.

Fazit: Erfrischend, fruchtig, leicht: Der saure IPA-Zwitter ist den Dänen auf jeden Fall gelungen. Passt perfekt als Appetitanreger, aber auch zu nicht allzu deftigen Grillgerichten und – wegen den eher schlanken fünf Prozent – auch für zwischendurch.

Top-Brauer: Hopper Bräu – Vom süffigen IPA bis hin zum Gurken-Bier

Sascha Bruns ist Craft-Brauer aus voller Überzeugung. In Berlin lernte er bei Kreativ-Pionier Thorsten Schoppe , bis er dann nach Hamburg ging und mit weiteren Craft-Nerds mitten in Altona „Hopper Bräu“ aufbaute. Seit vergangenem Jahr braut Sascha nun in der eigenen Halle rund zehn Sorten: Die Vielfalt reicht vom amerikanischen IPA über kreatives Weizen und saisonale Spezialitäten, die der Hamburger etwa mit Gurken oder Früchten würzt. Saschas Sorten sind kreativ, sehr gut trinkbar und zollen von hoher Qualität – deswegen gehört er für mich zu den Top-Brauern der Republik.

 

Wann hast du dein erstes Bier gebraut und wie ist es geworden?

Mein erstes Bier habe ich tatsächlich erst mit Beginn meiner Ausbildung gebraut und zwar gleich auf der „großen“ Anlage. Von daher musste es gut werden – ich glaube, man konnte es auch trinken.

 

Wie bist Du eigentlich auf den Namen „Hopper Bräu“ gekommen?

Den Namen haben wir uns zusammen ausgedacht. Abgeleitet von englisch Hopfen „hop“ , war uns wichtig, dass die Leute sagen können, wir gehen ins… So war Hopper geboren und außerdem kann man Hopper auch noch mit zwei Promille aussprechen. Das „Bräu“ ist dann der letzte Hinweis dafür, dass es sich um Bier handelt.

 

Was macht für Dich ein wirklich außergewöhnliches Bier aus?

Ein außergewöhnliches Bier muss für mich nicht zwangsläufig auch ein Bier mit ungewöhnlichen Zutaten oder ein extrem seltener Bierstil sein. Manchmal reicht es auch, wenn ein vermeintlich „gewöhnliches“ Bier gut gebraut und unerwartete Spannung im Glas erzeugen kann.

 

Welchen Biertyp trinkst Du am liebsten und warum?

Ehrlich gesagt habe ich gar keinen Lieblingsbiertyp. Ist bei mir eher von Tagesform und Wetter abhängig.

 

Was sind Deine Lieblingshopfensorten?

 Mit den Hopfensorten ist es ähnlich wie mit dem Biertyp, da hab ich keine Lieblinge. Ich glaube auch, dass man sich eher eingrenzt wenn man nur bestimmte Hopfensorten favorisiert. Dafür gibt es einfach zu viele spannende Alternativen. Ich möchte eigentlich immer neue Aromen entdecken. Daher geht es mir mehr ums Ausprobieren. Ein Hopfen, der in dem einem Bier nicht passt, kann sich in einem anderen wiederum zur Aromabombe entwickeln.

 

Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen richtig guten Craft-Brauer aus?

Hm, kurze Antwort? Gutes Bier brauen zu können!

 

Was war das schrägste Bier, das Du jemals getrunken hast?

Puh, hab mein Untappd- Account gelöscht und mir fällt spontan auch keins ein. Aber es war wahrscheinlich von Sebastian Sauer, einer meiner Lieblingsbrauer, wenn es um schräge Biere geht.

 

An welchem Ort der Welt würdest Du mit Deinem besten Freund gern ein Bier trinken?

Solange ich mit meinem besten Freund Bier trinken kann ist mir der Ort völlig egal.

 

Und was hast Du als nächstes vor?

Noch viele (ich hoffe gute) Biere brauen.