Partnerprogramm: Riegele BierManufaktur stellt neues holzfassgereiftes Jahrgangsbier vor

Riegele_Magnus 18[Sponsored Post] Seit Jahren steht die Riegele BierManufaktur für ausgefallene Brauspezialitäten, Kreativität und Qualität. Auch 2018 haben sich die Brauer um Braumeister Frank Müller und Biersommelier-Weltmeister Sebastian Priller-Riegele einem Thema gewidmet, das in der Branche als Königsklasse gilt: der Holzfassreifung. Die vierte Kreation aus der Jahrgangsbier-Reihe „Magnus“ besticht – laut Herstellern – mit weinbrandinspirierten Sauernoten und Nuancen von Banane, Vanille, Honig und Eichenholz. „Fruchtig im Anklang, überraschend in der Säure und geheimnisvoll in der Erinnerung“ beschreibt Sebastian Priller-Riegele die Kreation Magnus 18 „Edition Brandy“. Wildhefen sorgen in Kombination mit zwei obergärigen Spezialhefen aus der Riegele-Hefesammlung für die säuerliche Komplexität dieses Jahrgangs. Die Lagerung auf Holz ist ursächlich für die weichen, sahnigen Vanillenuancen, die einen Gegenpol zu den weinbrandinspirierten Sauernoten bilden. Feine Aromen werden von einem vielschichtigen Körper getragen, der im zweiten Gärvorgang entsteht. Sie entfalten sich optimal bei einer Trinktemperatur von 16 Grad Celsius.

Tilmans Biere: Bayerisches Pils mit friesisch-tschechischer Raffinesse

20181112_163040Dass traditionelle Bierstile gerade unter Craft-Brauern eine Renaissance erleben, beobachte ich immer mehr. Vor allem setzen einige Kreativköpfe jetzt besonders gern auf neuinterpretierte Pilssorten. Gerade komme ich aus der Craft-Kneipe „Frisches Bier“ in München, wo Tilman Ludwig, Chef und Braumeister von Tilmans Biere seine neue, 4,7-prozentige Spezialität vorgestellt hat. Gebraut hat Tilman es in der Brauerei Gut Forsting im Landkreis Rosenheim mit ausschließlich hellem und karamellisiertem Malz aus regionalem Anbau. Der Hopfen stammt dagegen aus Übersee.

Und genau dieses fruchtige Aroma der Sorten Mosaic und Citra verwöhnen schon die Nase. Das Pils duftet nach Mango, Zitrus und reifem Pfirsich. Da sich dieser moderne Pils-Vertreter an die tschechische Braukultur anlehnt, paart sich zu den Fruchtnoten ein Anklang von Biskuit-Keksen. Auf der Zunge zeigt sich das untergärige Bier frisch und vollmundig mit einer zarten Säure. Auch im Geschmack präsentieren sich fruchtige Töne, das typisch tschechische Aroma, dass an Butterkekse erinnert und eine schlanke Malzigkeit. Im Nachhall scheint eine deutliche, aber keineswegs störende Bittere durch.

Fazit: Ein modernes, schlankes, aromatisches, angenehm herbes und harmonisches Pils, das genau die Beschreibung des Braumeisters vorlegt: „Dieses Bier verbindet tschechische Braukultur, friesisches Wetter und einen jungen Umgang mit Hopfen.“ Dass keine der Aromakomponenten dominierend heraussticht ist von Tilman Ludwig gewollt und daher in einer sehr guten Balance, absolut gelungen. So zeigt jede einzelne Zutat auf ihre Art und Weise, was sie kann. Das Ergebnis: ein sehr süffiges Bier, an dem man lange festhalten kann.

Tipp: Offizieller Release-Termin ist übrigens morgen ab 17 Uhr im „Frisches Bier“.

Hoppebräu: Dunkle Verführung mit kräftigen Sherry-Kick

20181108_184059Auch wenn sich dieser Spätherbst als der wohl wärmste seit der Wetteraufzeichnung präsentiert, beginnt jetzt wieder die Zeit der fassgereiften Spezialitäten. Markus Hoppe von Hoppebräu ist wohl einer der ersten deutschen Craft-Brauer, der diese Saison mit einem frischgebackenen Imperial Stout mit stolzen 11,6 Prozent Alkohol einleitet. Sein „Oloroso“ lag mehrere Monate in einem gleichnamigen Sherry-Fass aus dem andalusischen Jerez. Oloroso-Sherrys gelten als besonders komplex und schwer, sie bezaubern meist durch ein Bukett mit Aromen von Karamell, Vanille und Nuss. Ob davon auch was in dem Hoppe-Stout steckt?

Beim Einschenken zeigt sich das espressofarbene Bier mit cremigem Schaum in einer fast öligen Textur. Das Stout duftet – äußerst appetitanregend – röstig-malzig mit Schokoladen- und Kakaonoten. Erst auf der Zunge geht das Aromafeuerwerk so richtig hoch. Vollmundig und cremig fließt die dunkle Verführung über die Lippen, bis sich ein komplexes Geschmacksspiel von süß-sauren, holzigen und röstigen Anklängen mit Noten von Vanille, Zartbitterschokolade, Nuss und Rosinen absolut harmonisch vereint. Ein langes, kraftvolles  Finish bleibt mit sehr schönem, herbem Kakao-Touch zurück.

Fazit: Das nenne ich mal einen gelungenen Saison-Start. Das Imperial Stout von Markus ist wahrlich eine komplexe Geschmacksbombe, die sich aber nicht überladen zeigt, sondern super harmonisch und ausbalanciert einen Aromatanz auf der Zunge hinlegt. Großes Kompliment an Hoppebräu. Übrigens: Mit so einem Bier als Geschenk, kann man sicher auch unter dem Weihnachtsbaum glänzen.

 

Maisel & Friends und Schanzenbräu: Fränkische Beerenpower

Maisel und Schanzenbräu_roter BärEinen fränkischen Kollaborationssud wie „gestopfter Bär“ hat es so wohl noch nie gegeben. Maisel & Friends aus Bayreuth und Schanzenbräu aus Nürnberg schlossen sich zusammen, um einen hopfengestopften Bock zu entwerfen. In das 7,3-prozentige Bier packten die Frankenbrauer gleich vier Hopfensorten: Saphir, Topaz, Vic Secret und Ariana.

In einer Kupferfarbe leuchtet der untergärige Bock durch das Glas, eine feinporige, cremige Schaumkrone liegt oben auf. Die Nase wird verwöhnt von einem Duft nach Karamell, Honig, roten Früchten wie Walderdbeeren und Brombeeren sowie einem Hauch Zitrus. Das Bier fließt mit einer leichten Süße auf die Zunge. Dort präsentiert sich der Bock mit einem weichen Mundgefühl und kräftigen Aromen von roten Beeren, Karamell, Brotkruste, Nuss und einem Anklang von Nougat. Letztlich verabschiedet sich der Kraftprotz mit 50 Bittereinheiten, die angenehm den Gaumen schmeicheln.

Fazit: Eine wirklich spannende Komposition eines Bockbieres. Die Beerennoten harmonieren schön mit der karamelligen Malzsüße. Ungewöhnlich für einen Bock ist der kräftige IBU-Wert, der Hopfenliebhabern wie mir sehr zugute kommt. Tatsächlich könnte ich mir den bärigen Sud auch als besondere Zutat in einer Erdbeerbowle gut vorstellen.

Brasserie de la Senne: Ein echtes Pferd im Glas

20181105_155348Biere, die mit Brettanomyces-Hefe vergoren sind, polarisieren. Man kann sie lieben oder hassen. Ich kenne viele Malz- und Hopfensaftliebhaber, die es vor den animalischen Aromen graust. Ich mag das spezielle Aroma eigentlich ganz gern. Daher verkostete ich kürzlich das „Brett Pale Ale Bruxellensis Local“ von der belgischen Brasserie de la Senne aus Brüssel, das nach der Hauptgärung noch einer viermonatigen Flaschenreifung mit 100 Prozent Brettanomyces durchlaufen ist.

Beim Öffnen der Flasche merkt man, dass das Bier lebt. Langsam quillt der Schaum aus dem Flaschenhals. Schon beim Einschenken strömen dann typisch animalische Noten der Hefe in die Nase. Schnuppert man aber am Glas, während sich das 6,5-prozentige Pale Ale in einem gelborangen Ton präsentiert, so gesellen sich auch Mirabellen- und Aprikosen-Noten dazu. Auf der Zunge zeigt sich das Bier samtig-weich moussierend. Wieder dringen massive Aromen der Brettanomyces durch: etwas Leder und ein bisschen Pferdedecke machen sich breit. Begleitet werden die tierischen Noten von fruchtigen und sauren Tönen. Im Finish verabschiedet sich das Ale mit einer ordentlichen Herbe, die noch lange am Gaumen zurückbleibt.

Fazit: Ein ganz schönes Brett! Wie gesagt, die Aromen der Brettanomyces muss man mögen. Mir hat das Pale Ale mit den animalisch-fruchtigen Noten gut gefallen. Mehr als ein Glas davon wäre aber zu viel des Guten. Überrascht hat mich tatsächlich die kräftige Bittere. Kombinieren würde ich es zu einem starkwürzigen Käse.

Craft-Bier des Monats: „Death by Coconut” – Dessertbier vom Feinsten

20181031_101125Biergenuss ist immer situationsabhängig. Während ich im Sommer auf erfrischende, hopfige oder saure Sude setze, darf es jetzt im Spätherbst gern auch mal etwas Kräftiges und Dunkles sein. In meinem Bierkeller stolperte ich vor ein paar Tagen über das Irish Style Porter „Death by Coconut“ von der US-amerikanischen Oskar Blues Brewery aus Colorado, das mit Kokosnuss und Kakao gebraut ist. Es ist kalt draußen, also warum nicht.

  • Brauerei: Oskar Blues Brewery
  • Herkunft: USA
  • Bierstil: Irish Style Porter
  • Alkoholgehalt: 6,5 Prozent
  • Farbe: espressobraun
  • Schaum: feinporig, cremig, beigefarben
  • Sonstige Zutaten: Kokosnuss und Kakao
  • Bittereinheiten: 25 IBUS

Im Glas schwimmt das 6,5-prozentige Porter in einem Espressobraun mit einem cremigen, beigefarbenen Schaum. Das Bukett präsentiert eine wahre Kokos-Schokoladen-Bombe mit leicht süßlichem Touch. Mit einer zarten Karamellgeschmack fließt das Bier sanft über die Lippen, bis es sich in voller Pracht mit röstigen Noten und Aromen von Kakao, Zartbitterschokolade und Kokosflocken angenehm vollmundig auf der Zunge entfaltet. Auch im Nachgang bleibt ein harmonischer Geschmack noch lange zurück.

Fazit: Wow, das ist mal ein ganz anderes Irish Porter. Wer die Kombination von Kakao und Kokosnuss mag, der sollte dieses Bier unbedingt probieren. Die Aromen sind sehr präsent, aber keineswegs zu überladen. Genießen kann man dieses Bier ideal anstatt eines Desserts wie etwa Mousse au Chocolat oder als rassiger Begleiter zu einer Crème brûlée.

Pilgrim: Modernes Craft-Bier aus uralten Gemäuern

20181025_131101Erst langsam erkämpft sich die Schweiz einen Ruf als attraktive Kreativbier-Nation. Umso mehr erstaunt, dass sich eine alte Benediktiner-Abtei mit 900-jähriger Tradition nun mit einer Craft-Bier-Kollektion für Furore sorgt. Unter dem Markennamen Pilgrim hat sich Braumeister Martin Wartmann im Kloster Fischingen im Kanton Thurgau, im Nordwesten des Alpenstaates, an mehr als ein Dutzend handwerklicher Sude herangemacht, die sich teilweise fernab des deutschen Reinheitsgebotes bewegen. Ich hatte jetzt die Möglichkeit, gleich vier der Pilgrim-Biere aus der einzigen Klosterbrauerei der Schweiz zu probieren.

20181025_131203Mit seinem „Cherry Ale“ schuf Brauer Wartmann ein gelungenes Aperitif-Bier. Das belgisch Blond leuchtet in einem dunklen Rubinrot im Glas, bedeckt mit schneeweißer Krone. Der im Braukessel verarbeitete Kirschsaft macht sich in der Nase ebenso intensiv wie am Gaumen bemerkbar. Die Fruchtnoten paaren sich aber auch mit verschiedenen Gewürzen und einem malzigen Grundton aus Hafer, Gerste und Weizen, der dem Sud etwas an Frucht nimmt. Am Gaumen hinterlässt das 4,5-prozentige Bier einen frischen Geschmack. Insgesamt könnte das „Cherry Ale“ noch etwas spritziger sein.

20181025_134632Spannender ist das mit verschiedenen Kräutern angesetzte „Waldbier“ nach der Art belgischer Wit- und Gruutbiere. Dieser Pilgrim-Ableger ist mit Eisenkraut, Tannen- und Pinienzapfen gebraut und erzielt gute 5,9 Umdrehungen. Schon beim Öffnen der Flasche umschmeicheln die Kräuteraromen den Geruchsinn und erinnern den Genießer an einen Waldspaziergang. Mit dezenten 15 bis 20 IBU ist der Trunk auf eine leichte Bittere ausgelegt. Alles in allem ein ungewöhnlicher Sud, der an historische Rezepturen erinnert, als die Mönche noch allerlei Kräuter und Wurzeln in den Kessel gaben um die Rauschwirkung zu verstärken.

20181025_132552Etwas kräftiger ist das nach belgischen Rezepten ausgelegte Amber Ale mit 5,7 Prozent Alkoholgehalt. Das bernsteinfarbene Bier soll an historische Abteibiere erinnern, die sich einst Mönche und Pilger als gängige Tafelbiere gönnten. Das nach einem uralten Maischerezepte gebraute Amber duftet fein-würzig nach diversen Kräutern, bei denen vor allem Nelkenaromen herausragen. Am Gaumen dominiert eine feine Malznote mit Anklängen von Karamell und Steinfrüchten. Zarte 15 IBU sorgen auch bei diesem Ale für eine geringe Bittere und machen das Bier zu einem vielseitigen Essensbegleiter.

Schlank und rank wirkt das in New England Style gebraute IPA. Der mit US-Cascade und -Citra gehopfte Trunk erzielt 6,6 Prozent Alkoholgehalt und mit rund 50 IBU eine respektable Bittere. Aromen von Zitrusfrüchten und ein Hauch von Litschi geben dem Bier eine angenehme Drinkability. Im Finish erobern dezente Mango-Noten den Gaumen. Allerdings überlagert der malzbetonte Körper ein wenig den fruchtbetonten Hopfeneinsatz. Mit einem typischen NEIPA hat das Bier leider nicht besonders viel gemein.

Fazit: Die vier degustierten Alltagsbiere aus dem Kloster Fischingen sind ein gelungener Einstieg in die Pilgrim-Welt, die auch mit 10-prozentigen Triple Blanches, 15-prozentigen Imperial Stouts und 15-prozentigen Imperial Belgian Blonds aufwartet. Was Braumeister Wartmann hier bereits auf die Beine gestellt hat, lässt auf weitere Überraschungen hoffen.

 

Partnerprogramm: Riegele hat Bundesehrenpreise zurück

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Credit: Riegele

[Sponsored Post] Das Brauhaus Riegele hat seine elf Bundesehrenpreise wieder. Die im August bei einem Einbruch entwendeten Medaillen sind zwar nicht wieder aufgetaucht – jedoch hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft angeboten, die wichtigen Qualitätsauszeichnungen erneut bereitzustellen. Thomas Burkhardt von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) brachte diese heute persönlich bei der Augsburger Traditionsbrauerei vorbei, die mit dem Erhalt von zwei Bundesehrenpreisen in Folge dieses Jahr den Titel als Deutschlands Brauerei des Jahres verteidigen konnte.

„Wir bedanken uns ganz herzlich beim Bundesministerium für diese schöne Geste“, so Brauereichef Sebastian Priller-Riegele. „Schließlich stehen diese Medaillen für die ausgezeichnete Qualität unserer Biere und damit für die wertvolle Arbeit, die unser gesamtes Team jeden Tag erbringt.“ Die elf Bundesehrenpreise wurden im August bei einem Einbruch in die Verwaltungsräume der Familienbrauerei entwendet – als einziges Diebesgut. Der Einbrecher war wohl ein Fan der Riegele-Biere.

Rock Paper Scissors: Sechs finnische Indie-Spezialitäten

IMG_20180926_191645_390Als Blogger bekommt man manchmal ganz unerwartet Bierpost aus irgendwelchen Ländern der Welt. Über ein Paket habe ich mich kürzlich ganz besonders gefreut, da es aus Finnland kam. Im Juli lernte ich auf dem „Große Biere – kleine Brauereien“-Festival in Helsinki das super sympathische Team von „Rock Paper Scissors“ kennen – eine Indie Brauerei mit Sitz in Kuopio, das rund 400 Kilometer nordöstlich von Helsinki liegt, eigenem Taproom und eigener Sauna. Braumeister Aki hat sich auf die Fahne geschrieben, schön aromatische, aber vor allem trinkbare Biere zu brauen. Das fiel mir damals schon auf dem Craft-Bierfestival auf. Heute möchte ich euch ein paar Sorten der Finnen vorstellen.

Fast jeder Craft-Brauer führt ein Standardsortiment. So auch „Rock Paper Scissors“, das übrigens das auch in Deutschland bekannte Spiel „Stein-Papier-Schere“ darstellen soll. So brauen die Finnen ein modernes Lagerbier mit 4,7 Prozent Alkohol. „An all day, everyday Lager”, so die Bezeichnung, glänz golden im Glas, ist hopfengestopft und präsentiert sowohl in Nase, als auch im Geschmack ein malziges, grasig-hopfiges Aroma mit einer angenehmen Herbe. Das „Rye Candy Red Ale“ dagegen ist allein mit 5,2 Prozent schon etwas stärker gebraut. Es zeigt sich in einer rehbraunen Farbe, getoppt von einem beigen Schaum. Es duftet malzig, nussig mit einem Hauch von Rosinen. Auf der Zunge ebenfalls nussig, herb, hopfig und mit einem Anklang von Dörrobst und Nougat.

Zum Standardsortiment darf auch in Finnland kein Pale Ale fehlen. Die Nordbrauer verfeinern ihren Sud allerdings mit Pink Grapefruit und Orangenschale. Die Extrazugaben spürt man schon im Duft, gepaart wird das Ganze mit etwas Waldhonig. Im Geschmack prickelnd-frisch mit fruchtigen Noten von Grapefruit und Orange. Dazu gesellt sich eine harmonische Malzsüße und eine deutliche Bittere.

IMG_20180907_191817_478Neben den kreativen „normalen Sorten“, produzieren die Indie-Brauer auch ein New England IPA (NEIPA), dass sie in Kollaboration mit einer anderen finnischen Brauerei namens „Fat Lizard“ gebraut haben. Das 5,5-prozentige NEIPA „The Lizard“ duftet schon saftig nach Mango, Zitrus und Maracuja. Im Geschmack dominieren die Zitrusfrüchte wie Limette und Grapefruit.

20180906_211029Ein weiteres ungewöhnliches Bier der Indies ist dessen „Lime & Ginger Wheat Ale“. Also ein goldfarbenes Weizenbier, das neben Limette und Ingwer noch mit Loral-Hopfen aromatisiert ist. Das 5,5-prozentige Ale präsentiert sich in Duft und Geschmack mit Ingwer- und Kräuternoten. Im Finish erinnert es etwas an ein Müsli – das ist nicht unangenehm. Zum Schluss hatte ich noch das „Let’s settle this like Adults“ im Glas. Das ist ein hopfengestopftes Lager, das Braumeister Aki für das Monstertreffen von Trump und Putin in Helsinki eingebraut hat. In der Nase malzig mit einem Anklang von Heu. Auch auf der Zunge dominiert Getreide und Malz. Der Hopfeneinsatz zeigt sich etwas floral, grasig und mit ein wenig Zitrusnoten.

20180906_203549Fazit: Bei den Standardsorten gibt es absolut nichts zu meckern. Sie sind solide, aromatisch und gut trinkbar. Das NEIPA dagegen ist mir für die Typologie zwar etwas zu bitter, aber geschmacklich wirklich cool. Beim Weizen-Ale muss man das Ingweraroma mögen. Für mich ok, ein bisschen stört mich aber der Müsli-Nachhall, der nicht so gut zu dieser Kreation passt. Das „Let’s settle this like Adults“ ist auch ein solides, harmonisches und aromatisches Bier, das aber echte Hop-Heads nicht unbedingt vom Hocker haut. Auch die Finnen können Bier brauen, auch wenn nicht jedes Bier meinen Geschmack trifft, aber das ist auch gut so.

 

 

 

 

 

 

Buchtipp: „Die 100 besten Craft Bier-Bars“

20181022_123008„Kaum etwas ist süßer als die Qual der Wahl“, heißt der erste Satz im neuen Buch „Die 100 besten Craftbier-Lokale in Deutschland“. Stimmt, aber nach langer Durststrecke gibt es endlich auch hierzulande eine spannende Vielfalt. Die Herausgeber Marika Schiller und Benjamin Brouër vom Meininger Verlag in Neustadt an der Weinstraße präsentieren in ihrem Werk die ihrer Meinung nach besten 100 Bierbars, Pubs und Restaurants der Nation, die Craft-Sude in den Vordergrund rücken.

20181022_122901Ganz egal ob Hamburg, München oder Berlin, in deutschen Metropolen eröffnen immer mehr spannende Bier-Locations, bei denen es sich um urige Kneipen, szenige Taprooms oder gleich ein ganzes Biererlebniszentrum handelt. Aber auch in kleineren Städten wie Münster, Essen oder Kaiserslautern gibt es inzwischen echte Craft-Tempel. Neben den Bars bietet das Buch auch noch eine Übersicht von 30 Craft-Biershops sowie Wissenswertes zu Herkunft, Herstellung und Genuss von Bierstilen. Hinzu kommen anschauliche Anleitungen, wie man Bier richtig verkostet und was dabei zu beachten ist.

20181022_122932Fazit: Das Buch stellt einen schick aufgemachten und übersichtlichen Guide dar, den man schon fast als kleinen Reiseführer durch die hiesige Craft-Welt sehen kann. Dieses Werk sollte jeder Bierfan, der sich auch mal jenseits seiner Stammkneipe bewegt, unbedingt im Regal stehen haben. Aber auch Craft-Novizen, die sich gerade erst mit dem Thema beschäftigen, finden in diesem Werk den Kompass für vergnügliche Stunden.

Verkaufspreis: 16,95 Euro

Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Meininger Verlag unter diesem Link.