Kreativbrauerei Kehrwieder & Uerige: Ziemlich grüner Gemeinschaftssud

Jrön (1)In diesem Bier vereint sich das traditionelle Können der Düsseldorfer Uerige Brauerei mit der Hopfenliebe von Oliver Wesseloh der Kreativbrauerei Kehrwieder aus Hamburg. „Jrön“ (bedeutet im rheinischen Slang: grün) heißt ihr Zaubertrunk, den sie im vergangenen Jahr nach einer neuen Rezeptur einbrauten. Das Ergebnis: Eine Grünhopfen-Sticke mit 6,2 Prozent. Dafür fuhren die Brauer extra zu einem Hopfenbauer nach Reichersdorf in die Hallertau um die frischen Dolden selbst zu ernten. Fix düste das Team zurück in die Altbier-Hauptstadt um das grüne Gold in den Kessel zu werfen.

Und ich finde: „Jrön“ kann sich wirklich sehen lassen. Das kastanienbraune Bier mit fantastischer Schaumkrone macht gleich Appetit. In die Nase strömen fruchtige Aromen von Erdbeeren und Zitrusfrüchten, die sich mit einer schönen karamelligen Malzigkeit vereinen. Am Gaumen kombinieren sich fruchtige Noten von Aprikose und Ananas mit einem Hauch grüner Paprika und einer angenehmen Herbe von 55 Bittereinheiten. Etwas Grasiges vom Hopfen spielt ebenfalls mit. Alle Nuancen halten sich im Finish noch sehr lange am Gaumen.

Fazit: Hut ab, ein Bier mit so viel verschiedenen und komplexen Aromen habe ich lange nicht mehr  getrunken. Die Kombination des Grünhopfens mit dem Malz mit der speziellen Uerige-Hefe ist wirklich gelungen. Da gibt es nichts zu meckern!

 

 

 

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