Kehrwieder Kreativbrauerei: „Azacca“ – Göttertrunk mit Karibikflair

Kehrwieder Kreativbrauerei - Azacca
Kehrwieder Kreativbrauerei – Azacca

Wenn das Etikett schief auf der Flasche klebt, dann erkennt man, dass wirklich noch mit der Hand gearbeitet wurde. Und ich kann mich noch erinnern, als Oliver Wesseloh, Brauer der Kehrwieder Kreativbrauerei aus Hamburg, einmal sagte, dass man von Craft spricht, wenn jede Flasche die Hand des Brauers berührt hat. So scheint es auch bei seiner neuen Kreation „Azacca“.

Dafür experimentierte der Sommelier Weltmeister für Bier für seine Shipa-Serie wieder mit einer davor kaum bekannten Hopfensorte: „Azacca“. Sie stammt aus den USA und wurde nach einem karibischen Ackergott benannt, der in Haiti angerufen wird, wenn man sich eine gute Ernte wünscht. Angeblich weiß der Inselgeist vor allem die einfachen Genüsse zu schätzen. Aber mit einfachen Gaumenfreuden hat Wesselohs Bier wahrlich nichts zu tun.

Vom Design her dachte ich erst einmal an Jamaica und Reggae, als ich die Flasche in der Hand hielt. Im Glas leuchtet es dann appetitlich in einem warmen Orangeton. Im Duft strömen tropische Früchte wie Mango und Ananas in die Nase, gepaart mit etwas harzig-würzigem und reifen Orangen. Rinnt das 7,5-prozentige IPA erst über die Lippen, dann breitet es sich samtig-weich im Mundraum aus, fast schon cremig. Es schmeckt auch tropisch: Mango und Ananas vermählen sich mit Clementine, Pinienharz und Hopfenwürze. Im Finish können sich Hopheads auf 65 Bittereinheiten freuen, die sich harmonisch mit dem Harz noch länger in der Kehle festkrallen.

Fazit: Ein toller Hopfen, ein tolles Single Hop Ale. Diese tropische Hopfenbombe, macht dem haitischen Ackergeist alle Ehre. Da ist dem Braumeister wieder ein harmonisches, absolut süffiges und leckeres Bier für seine Serie gelungen. Ich hab gleich nochmal 24 Flaschen bestellt. Kompliment!

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