Brauer Portrait: Dominik von Broy Beer – neue Marke in der Bierhauptstadt

img_20161021_174452München hat eine neue Brauerei. Dominik und sein Partner André gründeten – von der Szene völlig unbemerkt – ziemlich genau vor einem Jahr die Marke „Broy Beer“. Und wie es sich für Craft-Brauer gehört: Ihr ersten Rezepte entwickelten sie erst in der heimischen Küche, jetzt in der Garage und als Gypsys verwirklichen sie die Sude dann in einer Partnerbraustätte. Bisher stehen zwei Sorten der beiden Newcomer in den Regalen: Ein Helles und ein hopfiges Pale Ale. Bald soll auch ein fassgelagertes Bier auf den Markt kommen. Interessanter Nebeneffekt: Bisher füllen die Münchner ihren Stoff ausschließlich  in Dosen ab.

Die Fragen beantwortete Dominik:

Wann hast du dein erstes Bier gebraut und wie ist es geworden?

Den ersten Broy-Sud habe ich 2011 in der Küche gebraut. Er war auf jeden Fall trinkbar, aber nicht gut ausbalanciert. Sud für Sud wurden Feinheiten geändert bis ich mit dem Geschmacksprofil zufrieden war. Es ist cool sein Bier von Sud 1 bis zu einem fertigen Produkt selber zu entwickeln und damit Bier-Fans zu überzeugen.

 

Wie bist Du eigentlich auf den Namen „Broy“ gekommen?

Wir haben einen kurzen und schlagkräftigen Namen gesucht. Broy ist dann irgendwie aufgetaucht, ich weiß auch nicht mehr ganz wie, aber natürlich in Anlehnung an das deutsche Wort Bräu.

 

Was macht für Dich ein wirklich außergewöhnliches Bier aus?

Das ist schwer zu sagen. Viele Biere sind außergewöhnlich hinsichtlich Zutaten, Brauprozess oder Geschmack. Ein wirklich außergewöhnliches Bier hat meiner Meinung nach, diesen gewissen „Wow-Effekt“. Wenn man nach dem ersten Schluck absetzt und sich denkt: „Leck mich – das ist echt gut“.

 

Welchen Biertyp trinkst Du am liebsten und warum?

Das ist immer situationsabhängig. Zum Essen gerne hopfige Pale Ales und IPAs, einfach weil sie verschiedenste Gerichte super komplementieren und so nochmal ein ganz neues Geschmackserlebnis erzeugen. Auf ein Bier unter Freunden trinke ich in München gerne Helles, weil es vollmundig und trotzdem unkompliziert ist. Bei uns arbeitet aber auch der ein oder andere Stout Fan.

 

Was sind Deine Lieblingshopfensorten?

Hüll Melon – das ist einfach ein geiler Hopfen, und hoffentlich bald Teil eines unserer neuen Biere

 

Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen richtig guten Craft-Brauer aus?

Die Grundvoraussetzung für gutes Bier, sei es bei einem Brauer oder Craft-Brauer ist die gewissenhafte, saubere und präzise Arbeit. Darüber hinaus muss ein guter Craft-Brauer aber vor allem kreativ arbeiten. Das fängt bei Rezepten an und hört im Vertrieb auf. Kreativität ist Fluch und Segen zugleich. In einer kleinen Brauerei hat man alle Freiheiten seine Kreativität auszuleben, was ein großer Vorteil gegenüber großen Brauereien ist. Andererseits kann man als Craft-Brauer ohne die nötige Kreativität, im deutschen Biermarkt nur schwer Fuß fassen.

 

Was war das schrägste Bier, das Du jemals getrunken hast?

Irgendwie ist jedes Craft-Bier etwas schräg, und das ist auch das Schöne daran. Jedes hat seine Eigenarten und Auffälligkeiten. Ob beabsichtigt oder nicht, bringt jeder Brauer seinen persönlichen Touch mit ins Bier. Wenn ich wirklich eins nennen müsste, dann wäre das wohl das Mikkeller „Spontan Sour Cherry“, einfach weil es so weit von dem entfernt ist was man in Deutschland als Bier kennt.

 

An welchem Ort der Welt würdest Du mit Deinem besten Freund gern ein Bier trinken?

Am Tresen, in einer ruhigen Kneipe. Soll schon mal vorgekommen sein.

 

 

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