BrauBeviale: Craft-Spaß in Nürnberg

Schön, wenn sich alles nur ums Bier dreht: Am 8. November eröffnete die BrauBeviale in Nürnberg ihre Pforten – und ich war da. Nicht nur in der Craft Beer Corner gab es jede Menge zu erleben

20161108_155427Neblig und saukalt war ist es in Nürnberg. Doch als ich die heiligen Hallen der BrauBeviale betreten habe, ging gleich wieder die Sonne im Herzen auf. Überall glitzern Sudkessel, ein Duft von Hopfen schwirrt durch manche Hallen und an jeder Ecke trifft man Kollegen, Freunde oder Bekannte. Und: Fast an jedem Stand gibt es spannendes Bier zu verkosten und in der Craft Beer Corner kann man zusätzlich noch Biersommeliers beim Philosophieren lauschen.

Für solch bierige Events ist die BrauBeviale bekannt. Sie gilt seit rund 50 Jahren als Pflichttermin für Getränkewirtschaftler, Brauer und Bier-Aficionados. Nur alle vier Jahre setzt die Messe mal aus, weil in München die „drinktec“ sattfindet. Neben Sudhäusern, Abfüllanlagen und andren technischen Geräten, gibt es auch viel im Bereich der Rohstoffe zu entdecken. Besucher können also auf den rund 43.000 Quadratmetern nicht nur schauen, sondern hier und da auch schnuppern und probieren. Im vergangenen Jahr taten das immerhin mehr als 37.000 Gäste aus aller Welt.

20161108_144247Kaum in der Halle, schon kreuzten Bernhard Hecht und seinen Sohn Florian von Hechtbräu aus Pappenheim im Altmühltal meinen Weg. So konnte ich endlich mal ihr fruchtiges und sehr gut trinkbares „German Ale“ und das „Amberella“ testen. Ein hopfengestopftes Amber Lager mit der Sorte Ella und sechs Prozent Alkohol. Tolle Aromen von tropischen Früchten wie Maracuja, Mango und Pfirsich – lohnt sich also, das mal zu trinken. Anschließend blieb ich in Halle 9 bei der Craft Beer Corner hängen – und das ziemlich lange.

An fünf Bars präsentieren Experten mehr als 200 verschiedene Biere aus rund 20 Ländern, und zwar nach unterschiedlichen Mottos. An den Bars geht es um italienische oder amerikanische Spezialitäten, um Hefe oder Malz und an Bar Nummer 5 um das Thema Hopfen. Ich hörte etwa David Hertl, Hans Wächtler und Dunja Karabash bei ihren Biervorstellungen zu und konnte ein paar neue Biere wie etwa das „Smokey Melon“ von den österreichischen Gypsy-Brauern Next Level Brewing ergattern. Ein Pale Ale, das mit geräuchertem Malz und der Hopfensorte „Hüll Melon“ gebraut wurde. Interessantes Aromaspiel: Fruchtig, melonig, aber auch rauchig mit Schinkennoten.

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David Hertl erklärt Biere. Vorne rechts im Bild Norbert Krines, Autor des fantastischen „Craft Beer-Führers Franken“
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Das erste Fass BaboPink

Mindestens genauso fruchtig, aber nicht geräuchert ging es bei BaboBlue zu. Hier durfte ich eine der ersten sein, die die neue Sorte BaboPink verkosten durfte. Superleckeres Biermischgetränk, vor allem für Frauen – nicht nur wegen der Farbe. Schmeckt frisch und nach roten Beeren. Gleich nebendran waren die Jungs von Isarkindl. Zusammen mit den Newcomern „Yankee & Kraut“ brauten sie einen Spezialsud, bei dem es wohl bei der Hopfengabe etwas eskaliert sein muss – heißt es zumindest. Zum Probieren gab es leider noch nichts. Eine Flasche konnte ich allerdings erobern, sie steht nun bereits bei mir im Kühlschrank.

 

Neben den Ständen Isarkindl, Munich Brew Mafia, Cerevisum und Zombräu, besuchte ich auch den Treffpunkt der Bieruni Weihenstephan um ein Cascade Weizen und ein Stout aus der Hopfenkanone zu degustieren. Klar, ließ ich mir aber auch Barth Haas nicht entgehen um an den neuen Hopfensorten zu riechen und diese auch im Bier zu entdecken.

Letztlich stieg ich noch in den Shuttlebus zur Aftershowparty. Stefan Stretz von Schanzenbräu schmeißt seit einigen Jahren diese Feier. Habe auch schon viel davon gehört. In der Event-Location „Hirsch“ in Nürnberg gab es neben Stimmungsmusik auch drei Food-Trucks mit heimischen Gerichten und Pulled Pork Sandwiches sowie noch jede Menge weitere Biere zum Genießen. Ein echt harter Tag…

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