Orca Brau: Fränkisches Pale Ale mit amerikanischer Hopfen-Power

20180106_113818Felix vom Endt kann auf eine ungewöhnliche Karriere zurückblicken: Er stieg als Blogger in die Bierszene ein. Der 30-Jährige erlernte das Brauhandwerk bei Heidenpeters in Berlin. Jetzt führt Felix seine eigene Brauerei „Orca Brau“ in Nürnberg und experimentiert im Kessel wie wahrscheinlich nur wenige deutsche Brauer. Die Zutaten für seine Biere bewegen sich schon mal außerhalb des Reinheitsgebotes. Bei ihm kamen auch schon Rhabarber, Tomaten oder Habaneros in den Sud. Zu seinen eher normalen Bieren gehört ein 5,4-prozentiges Pale Ale namens „Wanderlust“, das der Franke mit Citra, Amarillo und Mosaic Hopfen braut.

Das Franken-Ale schwimmt bernsteinfarben mit leichter Trübung im Trinkgefäß, getoppt von einem mittelporigen Schaum. Es duftet nach dem fruchtigen Hopfen-Cocktail und präsentiert sich mit Noten von Zitrusfrüchten wie Grapefruit und Limone. Auch der Mosaic entfaltet seine schöne Maracuja-Note. Hinzu kommt ein grasig-würziger Touch des Amarillos. Auf der Zunge zeigt sich auch das grüne Gold in voller Pracht. Das Mundgefühl ist frisch mit einer zarten Karbonisierung. Neben der Fruchtigkeit macht sich auch eine starke Kiefernnote bemerkbar sowie ein sanftes Malzbett und eine deutliche Herbe im Finish.

Fazit: „Wanderlust“ kann sich in jedem Fall sehen lassen. Mir gefällt die Kombination aus den fruchtigen Noten des Hopfens gepaart mit dem Kiefernaroma und der Bittere. Passt sehr gut zum scharfgebratenem Steak. Craft-Bierfans können sich sicher noch auf viele coole Sude aus dem Hause Orca Brau freuen.

New Beer Generation: Tropischer Traum mit Galaxy-Explosionen

1457463402734Es war der letzte Stand auf der Braukunst Live, an dem wir vorbei kamen. Die Brauer durften schon nichts mehr ausschenken. Ich wollte aber unbedingt noch das „Hop Burst Interstellar IPA“ von der New Beer Generation aus Nürnberg probieren. Da am Stand nichts mehr ging, schenkten uns Mark Zunkel und sein Kollege zwei Flaschen für den Nachhauseweg. Danke nochmals dafür! Zum Glück haben meine Schwester und ich sie aber nicht nach fünf Stunden Bierkonsum geöffnet. Die Überraschung war einige Tage später kürzlich umso größer.

Das IPA glitzert bernsteinfarben im Glas. Ein feinporiger, cremiger und schneeweißer Schaum macht das Gesamtbild des 5,6-prozentigen Ales wohl perfekt. Schon gleich nach dem Einschenken schwirren herrliche Aromen des verwendeten Galaxy Hopfens umher. Tropische Früchte wie Grapefruit und Maracuja verwöhnen die Nase. Bereits im Duft merkt man, dass hier eine gigantische Dosis des grünen Goldes drin sein muss. Im Mund geht das tropische Geschmacksspiel weiter. Und vor allem bleibt nach dem schön bitteren Finish das Bier noch sehr lange im Mundraum.

Fazit: Wow! Ein ganz wunderbares India Pale Ale – nicht zu schwer, dafür wundervoll hopfig – eine Komposition, wie ich sie am liebsten mag. Diese tropischen Aromen des Galaxy Hopfens sind wirklich ein Traum und hier in einer tollen Malzkomposition mit einer feinen Bittere vereint. Kein komplizierter Drink, sondern vielmehr ein Genuss für alle Tage