Vulkan Brauerei: Dosenspaß aus dem Lavakeller

20180209_125822Craft-Bier in Dosen wird sowohl für Brauer, als auch für Konsumenten immer attraktiver. Zu den hiesigen Vorreitern beim Minifass gehört das Team der Vulkan Brauerei in der Eifel. Schon seit Jahren füllen die Brüder Malte und Hannes Tack ihr 4,9-prozentiges Pale Ale in schicke Dosen. Kürzlich hatte ich das honigfarbene Bier, gebraut mit Mosaic-Hopfen und hauseigener Ale-Hefe, mal wieder im Glas.

Beim Einschenken duftet der Hopfen schon aus dem Glas. Fruchtig-tropische Aromen von Mango und Pampelmuse sowie Noten von Aprikose und ein wenig Honig strömen in die Nase. Im Antrunk zeigt sich das Pale Ale schlank und frisch. Ein harmonisches Malzbett begleitet die hopfig-herben und fruchtigen Noten des Mosaic. Auch auf der Zunge tanzen die tropischen Nuancen. Der Abgang bleibt aromatisch und präsentiert noch eine zarte, aber wahrnehmbare Bittere.

Fazit: Der Sommer kann kommen! Ein fruchtig-frisches Pale Ale, das sowohl durch seine Aromen, als auch durch seine Leichtigkeit überzeugt, die sich aber keinesfalls wässrig oder langweilig gestaltet. Ein angenehmer Begleiter für warme Tage oder zu leichten Fischgerichten und Garnelen – oder einfach nur für den täglichen Genuss nebenbei.

 

 

Braufactum: Award-Set mit renommierten Sieger-Bieren

Gewinner-Set mit Medaillen_groß[Sponsored Post] Die Macher von Braufactum aus Frankfurt am Main zählen zu den wirklich ersten Pionieren der deutschen Craft-Bierszene. Vor fast zehn Jahren begann das Team um Marc Rauschmann hierzulande erstmals kreative Sude zu etablieren. Inzwischen reiht sich die Marke in der Range der weltweit besten Anbieter ein. Schon 35 Auszeichnungen räumten die umtriebigen Hessen bei den international bedeutendsten Bierwettbewerben ab. Nun stellte das Braufactum-Kollektiv ein Set mit drei bierigen Medaillenträgern zusammen.

Im „BraufactuM Gewinner-Set“ stecken verschiedene Bierstile. Mit dabei das 5,2-prozentige Pale Ale namens „Palor“, das mit den Hopfensorten Polaris und Cascade aromatisiert ist und Noten von Tannenhonig, Waldbeeren und Mirabelle an den Gaumen zaubert. Im Paket findet sich außerdem „Progusta“, das Flaggschiff von Braufactum. Dabei handelt es sich um ein 6,8-prozentiges India Pale Ale – gewürzt mit Citra und Hallertauer Mittelfrüh – mit einem sanft-süßen Geschmacksspektrum von Aprikose und Orange. Hinzu gesellen sich Noten von Cashewnüsse, eine Prise Ingwer und eine ausgewogene Bitterkeit.

Auch ein dunkler Vertreter darf in der Zusammenstellung nicht fehlen: Das dritte Craft-Bier ist das nussbraune Brown Ale „The Brale“ mit schlanken fünf Prozent Alkohol. Stiltypische Röst- und Karamellnoten dominieren die Spezialität. Den individuellen Kick bekommt das Braunbier durch die amerikanische Hopfensorte Mosaic, die einen sehr dezenten tropischen Hauch in den Sud bringt.

Mit dem Gewinner-Paket können Bierfans nicht nur Freunden und Familie eine Freude bereiten, sondern es sich auch gern selbst einmal als Belohnung schenken. Wer in die Welt feinster Siegerbiere einsteigen will, der kann man es ab sofort hier bestellen.

Orca Brau: Fränkisches Pale Ale mit amerikanischer Hopfen-Power

20180106_113818Felix vom Endt kann auf eine ungewöhnliche Karriere zurückblicken: Er stieg als Blogger in die Bierszene ein. Der 30-Jährige erlernte das Brauhandwerk bei Heidenpeters in Berlin. Jetzt führt Felix seine eigene Brauerei „Orca Brau“ in Nürnberg und experimentiert im Kessel wie wahrscheinlich nur wenige deutsche Brauer. Die Zutaten für seine Biere bewegen sich schon mal außerhalb des Reinheitsgebotes. Bei ihm kamen auch schon Rhabarber, Tomaten oder Habaneros in den Sud. Zu seinen eher normalen Bieren gehört ein 5,4-prozentiges Pale Ale namens „Wanderlust“, das der Franke mit Citra, Amarillo und Mosaic Hopfen braut.

Das Franken-Ale schwimmt bernsteinfarben mit leichter Trübung im Trinkgefäß, getoppt von einem mittelporigen Schaum. Es duftet nach dem fruchtigen Hopfen-Cocktail und präsentiert sich mit Noten von Zitrusfrüchten wie Grapefruit und Limone. Auch der Mosaic entfaltet seine schöne Maracuja-Note. Hinzu kommt ein grasig-würziger Touch des Amarillos. Auf der Zunge zeigt sich auch das grüne Gold in voller Pracht. Das Mundgefühl ist frisch mit einer zarten Karbonisierung. Neben der Fruchtigkeit macht sich auch eine starke Kiefernnote bemerkbar sowie ein sanftes Malzbett und eine deutliche Herbe im Finish.

Fazit: „Wanderlust“ kann sich in jedem Fall sehen lassen. Mir gefällt die Kombination aus den fruchtigen Noten des Hopfens gepaart mit dem Kiefernaroma und der Bittere. Passt sehr gut zum scharfgebratenem Steak. Craft-Bierfans können sich sicher noch auf viele coole Sude aus dem Hause Orca Brau freuen.

Tanker Brewing: Geschmacksabenteuer aus dem Baltikum

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Tanker Brewery „Craft FM Session Pale Ale“

Ja, ich liebe Überraschungen und sinnvolle Urlaubsmitbringsel. Im August war meine Schwester mit ihrem Freund im Baltikum unterwegs. Beide stehen total auf Craft-Bier. Daher tingelten Elena und Eisi durch die coolsten Bars der Gegend und schauten sich einige Brauereien an. Man sollte es nicht glauben, aber im Baltikum ist in Sachen Craft-Bier richtig was los. Zugegeben war ich ganz schön neidisch. Immer hin brachten die Reisenden mir ein paar baltische Kostproben mit. Zwei aus der estnischen Tanker Brewery gefielen mir am besten: Das Session Pale Ale „Craft FM“ und das Sour Ale „Red Rain“.

Tanker zählt zu den angesagtesten Brauereien im Baltikum. Die beiden Gründer Jaanis Tammela und Ryan Suske waren einst klassische Homebrewer. Doch 2015 starteten die beiden mit größerer Produktion in ihrer eigenen Biermanufaktur so richtig durch. Innerhalb von nur zwei Jahren kreierten die Tanker-Chefs schon mehr als 60 verschiedene Sorten wie etwa auch Rye Lager, Gruit Ale oder Mint Stout.

Nun zu den Bieren, die ich verkostet habe: Das sonnengelbe Session Pale Ale der Esten hat nur zarte 3,5 Prozent, aber einen wahnsinnig fruchtigen Duft nach Maracuja, Papaya und frischgemähtem Gras. Am Gaumen präsentiert sich „Craft FM“ erfrischend-leicht mit deutlicher Herbe und tropischen Noten.

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Tanker Brewery „Red Rain“

Etwas ungewöhnlicher kommt das „Red Rain“ mit sieben Prozent daher. Das Sauerbier ist mit schwarzen Johannisbeeren gebraut und zeigt sich daher in einer rubinroten Farbe. Es strömen Aromen von Sauerkirsche und schwarzen Beeren in die Nase. Dazu paart sich mit großer Eleganz ein animalischer Touch der Brettanomyces-Hefe. Auf der Zunge überzeugt das Ale mit einer süßlich-sauren Kombination, die tatsächlich an schwarze Johannisbeeren erinnert. Die Säure bleibt noch einige Zeit am Gaumen zurück.

Fazit: Das Pale Ale ist für mich wieder mal ein ideales Beispiel, an dem man erkennt, dass auch ein hervorragendes Geschmacksabenteuer ohne viel Alkoholprozent an den Gaumen gezaubert werden kann. „Red Rain“ dagegen ist ein idealer Aperitif, dessen Säure und Fruchtaromatik sofort den Appetit anregt. Kompliment nach Estland!

Sierra Nevada: Orangen-Touch zur Entenbrust

20170514_135826Sierra Nevada, einst kalifornischer Craft-Pionier, gilt in der internationalen Bierszene inzwischen als renommierter Klassiker. Klar, dass ich gleich die neue Kreation aus dem Hause Grossmannprobieren möchte. „Sidecar Orange Pale Ale“ heißt das aktuelle Bier, das mit den Hopfensorten Cascade, Equinox und Mandarina sowie frischen Orangenschalen gebraut ist.

Das 5,3-prozentige Ale strahlt in einem orangefarbenen Goldton durch das Glas, stabiler schneeweißer Schaum toppt die Optik. Im Duft strömen dominierend Noten von Biskuit und Orangenschale in die Nase. Am Gaumen breiten sich harzige und karamellig-malzige Nuancen aus. Dazu gesellt sich eine herbe Kombination der Hopfenmixtur sowie ein zurückhaltender Orangen-Touch. Die 35 Bittereinheiten sind deutlich wahrnehmbar, aber keineswegs anstrengend im Finish.

Fazit: Sidecar ist ein angenehm frisches amerikanisches Pale Ale, bei dem sich aber leider geschmacklich zu wenig von den versprochenen Zitrus-Aromen am Gaumen bemerkbar macht. Mir fehlt etwas die Fruchtigkeit, die normalerweise bei den eingesetzten Hopfensorten durchdringt. Eher dominiert eine herbe Note, die wohl von der Orangenschale stammt. Dennoch passt es gut zur saftigen Entenbrust oder zum gegrillten Lachsfilet.

Evil Twin: Sommer, Sonne, Sauerbier

IMG_20170517_144733_960Das heiße Wetter lässt durstige Kehlen nach Erfrischungen schreien. Während die einen im Biergarten die Maßkrüge stemmen oder die etwas sanfter veranlagten ihren Eiskaffee schlürfen, freue ich mich auf ein frisches Sauerbier mit gemäßigten Alkoholgehalt. Kürzlich öffnete ich im Garten das „Sour Bikini“ von Evil Twin. Eigentlich erwartet man von den dänischen Gypsy-Brauern, die in New York sesshaft sind und gerade dabei sind ihr eigenes 10-Hektoliter-Imperium aufzubauen, eher etwas Stärkeres. Doch das Sour Pale Ale besitzt nur schlanke drei Prozent, schmeckt aber trotzdem enorm gut.

Schon das Klicken und Zischen der Dose hat für mich etwas Sommerliches. Sonnengelb leuchtet das Ale im Glas. Es duftet tropisch nach Maracuja und säuerlich Grapefruit. Auf der Zunge breitet sich das Bier schön erfrischend aus, es prickelt dezent und präsentiert sich harmonisch sauer. Eine dezente Fruchtigkeit von Maracuja und Pampelmuse vervollständigen das Pale Ale. Im Abgang bleibt eine dezente Säure zurück.

Fazit: Packt die Badehose ein und ab an den See: „Sour Bikini“ ist dafür der ideale Begleiter. Fruchtaromen und die dezente Säure machen das Ale zu einer köstlichen Erfrischung. Die Trinkbarkeit ist sehr hoch. Ich denke, dass auch Sauerbier-Verachter von diesem Pale Ale positiv überrascht sein könnten. Passt bestimmt auch perfekt zu gegrillten Meeresfrüchten.

Super Freunde: Ein Super-Ale für den super Feierabend

img_20161118_182747In wahrscheinlich keiner anderen europäischen Stadt gibt es so viele Hotspots für Craft-Jünger wie in Berlin. Hier gibt es die meisten Kneipen, die meisten Braustätten und ganz schräge Biere. Eine der heißesten Anlaufstellen ist seit 2015 ein kleiner Laden im In-Viertel Friedrichshain mit dem ungewöhnlichen Namen „Frenc heartcrafted goods“. Den Gründern Michael und Stefan war von Anfang an klar, dass sie ein eigenes Hausbier brauchen: Ein Pale Ale. Nach reichlich Szene-Lob beschlossen die Connaisseurs schnell, dass es an der Zeit war auch eine eigene Biermarke auf den Markt zu bringen. Der Name: SuperFreunde.

Und dieses Berliner Pale Ale hatte ich kürzlich im Glas. Optisch macht das Etikett mit dem schwarz-weiß Spiel schon mal echt was her. Das „Super Ale“ kommt auf 5,9 Prozent Alkohol und wurde mit fünf Hopfensorten gebraut. Darunter der Klassiker Cascade, aber auch Columbus, Pilgrim, Centennial und Styrian Golding aus Slowenien, auch genannt Celeia. Kupferfarben scheint es durch das Glas, komplementiert durch eine schneeweiße Schaumkrone. In die Nase strömen Zitrusnoten von Limone und Orange sowie etwas Pfirsich, Pinie und zarte Karamellnuancen.

Auf der Zunge zeigt sich das Super-Ale mit einem frischen aber vollmundigen Körper. Es schmeckt grasig-würzig mit einer nussigen Komponente und einer gewissen Harzigkeit. Klar gesellen sich aber bei der Hopfengabe auch noch Zitrusaromen von Mandarine und Orange dazu. Eine feine Bittere rundet das Gesamtbild ab.

Fazit: Ein frisches und fruchtiges Pale Ale, das wirklich gut ausbalanciert ist. Nichts ausgefallenes, aber ein tolles Bier mit hoher Trinkbarkeit für den Feierabend oder einfach mal für zwischendurch. Das Pale Ale ist vermutlich erst der Anfang. Ich bin wirklich gespannt, was von den Superfreunden noch als nächstes auf den Markt kommt.

Craft-Bier des Monats: Krabben-Cocktail aus Braunschweig

20160916_141915Der Craft-Biermarkt ist immer wieder für Überraschungen gut. Vergangene Woche, bei den Hopfentagen in Wolnzach, traf ich Paul Briesemeister, den Brauer der Marke „Crabbs“ aus Braunschweig. Ich hatte noch nie etwas von seinen Bieren gehört. Ist aber auch kein Wunder, denn Paul und seine beiden Kollegen Max und Stefan köchelten ihre Sude bisher nur für Insider rund um den heimischen Kirchturm. In Wolnzach konnte ich nur einen Mini-Schluck ihres „Crabbs Pale Ale #1“ ergattern. Weil der mich aber so begeisterte, bat ich Paul mir eine Flasche zu schicken.

Gestern hatte ich das Pale Ale dann im Glas. Der Name „Crabbs“ hat übrigens nichts mit Meeresgetier  zu tun, sondern ist lediglich ein Kürzel für „Craft Beer Braunschweig“ – ein Krustentier ziert dennoch das Etikett. Noch zählen die drei Braunschweiger zu den Gypsy-Brauern, die ihre Kreationen in einer Hildesheimer Brauerei per echter Handarbeit produzieren: Selbst die Etiketten kleben sie noch manuell auf die Flaschen. Die eigene Biermanufaktur ist allerdings bereits im Aufbau. „Unser Ziel ist es vor allem in der Region für eine größere Biervielfalt zu sorgen und Craft-Genießer mit neu interpretierten Kreationen zu überraschen“, sagt Paul überzeugt.

Die erste Kreation kann sich jedenfalls schon mal sehen lassen und wird deshalb mein Craft-Bier des Monats.

  •    Brauerei: Craft Beer Braunschweig UG
  •    Bierstil: Pale Ale
  •    Alkoholgehalt: 5,4 Prozent
  •    Stammwürze: 12,8° Plato
  •    Farbe: orangefarben
  •    Schaum: feinporig, cremig
  •    Bittere: 30 IBU
  •    Hopfen: Citra, Cascade und Magnunm
  •    Malz: Pilsner, Wiener und Cara

In einem leuchtenden, dunklem Orangeton steht das Pale Ale im Glas. Obenauf liegt ein cremiger, schneeweißer Schaum. Im Bukett finden sich Noten von Aprikose, Pfirsich, Papaya und Grapefruit. Das Braunschweig-Ale ist keineswegs ein Hopfenhammer, überzeugt aber durch ein finessenreiches Aromaspiel. Am Gaumen entfaltet sich eine harmonische Malzkomposition, die von den fruchtigen Hopfennoten abgerundet wird. Citra und Cascade, zwei Sorten, die super zueinander passen, sorgen für das frische Gesamtspiel aus Limette, Grapefruit, Mango und Pfirsich. Im Abgang bleiben die zarten 30 Bittereinheiten noch einige Zeit im Mundraum zurück.

Fazit: In der Braunschweiger Pampa hätte man so einen Sud wohl nicht erwartet, sondern eher in den Craft-Zentren Berlin, Hamburg oder München. Dieses Ale entspricht genau dem Typus, den Ken Grossmann, die amerikanische Craft-Ikone von Sierra Nevada, kürzlich in meinem Interview für das nächste CRAFT-Magazin als entscheidenden Szene-Trend betitelte: Wenig Alkohol, unkompliziert, aromatisch und mit einem ausgeprägten individuellen Charakter. Alles in allem ist das Crabbs-Ale ein angenehm ausbalanciertes Bier mit hoher Trinkbarkeit. Es macht einfach Spaß.

 

Craft-Bier des Monats: Yankee & Kraut – Wanderung durch den Hopfengarten

20160418_152219Bryan France kommt aus den USA. Genau genommen aus Reno in Nevada. Seine Leidenschaft zu hopfigen Bieren brachte er mit nach Deutschland. Zwar studierte er erst Biologie, setzte dann aber in Weihenstephan noch Brauwesen oben drauf. Davor rührte er nur hobbymäßig in kleinen Sudkesseln nach heimischen Rezepten. Im vergangenen Jahr zählte er zu den Finalisten im Innovationswettbewerb der Uni. Seitdem brachte der 33-Jährige zwei seiner Kreationen auf den Markt. Das erste war das Wettbewerbsbier namens „Hopulenz IPL“ – das schon echt gut gelungen war. Seinen ganz neuen Sud konnte ich am Sonntag in Freising bei einem Tasting für einen neuen Craft-Biershop probieren. Bryan kanllte die Flasche auf den Tisch und sagte: „Hier, probier mal.“ Ich war so begeistert, dass sein „Eden Pale Ale“ mit 5,5 Prozent von mir gleich zum Craft-Bier des Monats gekürt wird.

  •    Brauerei: Yankee & Kraut, Ingolstadt
  •    Bierstil: Pale Ale
  •  Alkoholgehalt: 5,5 Prozent
  •    Stammwürze: 13,5 Plato
  •    Farbe: golden
  •    Schaum: feinporig
  •    Bittere: 22 IBU
  •    Hopfen: Cascade aus Tettnang und Comet aus der Hallertau
  •    Malz: Pilsner und Cara Munich 1

Das Pale Ale funkelt golden im Glas während der Schaum feinporig und stabil oben aufsteht. Schon bevor das Riechorgan zum Trinkgefäß wandert, strömt mir ein tropischer Fruchtcocktail entgegen. Zitrusfrüchte, eine grasige Note und Aromen von reifer Aprikose sowie Litschi verführen die Nase. Bei nur 22 IBU ein echtes Hopfenwunder. Der Duft lässt also schon Großes erwarten. Am Gaumen vermählen sich dann erfrischend und prickelnd schöne fruchtige Nuancen von Litschi, Grapefruit, Limone und reifer Mirabelle. Im Finish angenehm bitter mit einem beerigen Hauch des Comet Hopfens.

Fazit: Das ist definitiv ein Bier für den Sommer! Diese fruchtigen Aromen mit der spürbaren Bittere sind einfach herrlich. Hop-Heads können gespannt sein, was Yankee & Kraut noch so in die Regale stellt. Bei diesem Pale Ale jedenfalls: Augen schließen und durch den Hopfengarten schlendern…

 

 

The Kernel: Tropisches Pale Ale aus der Nebelstadt

The Kernel - Pale Ale
The Kernel – Pale Ale

Das ist ein spannende Idee: The Kernel, eine besonders kreative Craft-Brauerei aus London, experimentiert immer wieder mit ihrem Sortiment. Auf ihrer Website können Genießer verfolgen, welches neue Pale Ale, India Pale Ale oder Porter mit welchen Hopfen- und Malzsorten im kommenden Monat herauskommt.

Ich probierte gestern das Pale Ale mit den leckeren Hopfensorten Columbus und Nelson Sauvin. Glänzend golden verführt das 5,4-prozentige Bier schon in der Optik. Es duftet kräftig nach einem Cocktail von Südfrüchten und einem Hauch von Gras. Im Antrunk schwimmt das Londoner-Craft süßlich-malzig über die Lippen, bis dann die hopfige Fruchtigkeit von Mango, Ananas, Papaya und Sternfrucht mit Nuancen von Limone und Würze am Gaumen explodiert. Die Sorten Columbus und Nelson Sauvin zeigen in diesem Ale ihre ganze Aromenvielfalt. Eine angenehme Bittere finalisiert den Abgang.

Fazit: Mal wieder ein Pale Ale, das mich echt begeistert hat. Es erfrischt, schmeckt tropisch und bringt die Sonne ins Glas. Passt für mich auch mit dem geringen Alkoholanteil ideal zum Sommer – auf der Terrasse als Feierabendgenuss, zum Grillen oder einfach mit Freunden schön gekühlt am See.