Camba Bavaria: Rezepttausch unter bayerischen Nachbarn

Die Truchtlachinger Brauer holten sich Rat von ihrem Nachbarn Eric Toft und schufen nach seinem Rezept ein großes deutsches Imperial Stout.

Foto: Elena Hasenbeck
Foto: Elena Hasenbeck

Die Camba Bavaria Brauerei in Truchtlaching hat ihren Standort in der Nähe des bayerischen Meeres, etwa 100 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt. Hinter den Mauern einer alten Mühle wird dort seit 2008 gebraut. Nicht weit entfernt befindet sich das Örtchen Schönram. In der dortigen Landbrauerei wirkt der Entwickler des Rezepts für das Imperial Stout – Braumeister Eric Toft. Bei diesem unfiltrierten Dunklen geht es um ein Bier, das mit rein obergäriger Hefe und Haupt- und Nachgärung im Geschlossenen Gär- und Lagertank gezaubert ist. Mit 21 Prozent Stammwürze und fast zehn Prozent Alkoholgehalt ist dieses Stout sehr kräftig und ideal für kalte Wintertage. An diesem Aufwärmer hätte wohl auch die russische Zarenfamilie ihre Freude gehabt.

Feiner Hopfens Verkostungsnotizen

Optisch sieht das Stout aus wie starker Espresso, der gerade aus der Kaffeemaschine läuft. Fast schon schwarz. Es duftet nach Zartbitterschokolade, angenehmen Röstmalzaromen aber auch etwas erdig. Das Bier umschmeichelt sahnig-cremig Zunge und Gaumen mit schokoladigem Schmelz und dezentem Kaffeearoma. Etwas erinnert bei diesem Stout auch an geröstete Pflaumen. Durch einen überraschend weichen Abgang mit lang bleibender Hopfennote, passt dieses kräftige Bier sicherlich gut zu feinen Nachspeisen. Ob französische Schokotarte, Panacotta oder Creme Caramel, die Aromen würden sich schön ergänzen.

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