Brauer-Portrait: Max Sedlmeier – Von der Politik zum Bier

Foto: Max Sedlmeier
Foto: Max Sedlmeier

Politikstudium? Zu langweilig! Nach nur einem Semester wusste Max Sedlmeier bereits, dass sein Berufsweg doch eine andere Richtung einschlagen muss. Nach Gesprächen mit dem Brauer von nebenan war ihm klar, er möchte Diplom-Braumeister werden. Im Verlauf seiner Ausbildung bei der Aktienbrauerei Kaufbeuren und an der Technischen Universität Weihenstephan arbeitete er in kleineren und auch größeren Brauereien. Dort stellte er rasch fest, dass sich die Brautechniken kaum unterscheiden, aber ein guter Brauer experimentieren und neugierig sein muss. Sein Credo „Bier ist nicht nur Weißbier, Helles und Pils.“

Deswegen bietet der Oberbayer aus Altenstadt im Landkreis Weilheim-Schongau Braukurse in seiner „Maxbrauerei Biermanufaktur“ an. Hier präsentiert er selbst jahrelangen Biertrinkern ein absolut neues Geschmackserlebnis. Max Sedlmeier will seine Fans überraschen. So legt er mit seinem Bierkalender jeden Monat ein anderes Bier vor. Gerade dürfen sich Kunden über einen dunklen Weizenbock freuen – gebraut nach Weihenstephaner Studienrezept – der durch seine malzige Süße an kalten Novemberabenden die Seele wärmen soll.

Das Brauer-Portrait – 7 Fragen an Max Sedlmeier

Wann und wie tranken Sie ihr erstes Bier?

Da kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Ich glaube es war zur Firmung als ich 14 war. Da durfte ich mit meinem Firmpaten zusammen das erste Bier trinken.

Wann und warum haben Sie sich für den Brauerberuf entschieden?

Das war 2003. Ich habe zuerst ein Semester Politik studiert, was mir aber schnell zu trocken war. Als dann im Nachbarort eine Gasthausbrauerei eröffnete, habe ich mich mit dem damaligen Inhaber unterhalten und kam so auf den Studiengang Diplom-Braumeister. Nach einem Praktikum im Griesbräu in Murnau war ich dann mit dem Brauer-Virus infiziert. Da war mir auch klar, dass ich nie in einer Großbrauerei oder in der Zulieferindustrie arbeiten möchte sondern in einer kleinen feinen Brauerei mein eigenes Bier brauen.

Auf welches Bier sind Sie besonders stolz und warum?

Auf mein IPA, weil es von Anfang an so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Ansonsten generell auf alle meine Biere, die so werden, wie ich es mir bei der Rezepterstellung vorstelle. Da freue ich mich immer wie ein kleines Kind 🙂

Was macht für Sie ein wirklich gutes Spezialitätenbier aus?

Das es gut riecht, hervorragend schmeckt und ich mich am liebsten reinlegen möchte.

Was sind Ihre Lieblingshopfensorten?

Ganz klar die Amerikanischen aber auch der Hallertauer Mittelfrüh, Tettnanger und Saazer. Ich liebe es, wenn ein Hopfen intensiv riecht.

Was ist für Sie der schönste Ort der Welt?

Meine Heimat.

Was sind Ihre persönlichen Ziele?

Weiter gute Biere zu brauen und so viele Menschen wie möglich mit meinen Bierkreationen erfreuen.

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