Kuba: Feiner Hopfen unterwegs

cuba-1197800_1920Liebe Craft-Bierfreunde,

in den nächsten 14 Tagen werdet ihr ausnahmsweise mal nichts von mir hören. Ich bin auf einer Recherche-Tour in wilden Gegenden von Kuba unterwegs. Natürlich habe ich mir bereits die wichtigsten Craft-Adresse rausgesucht und werde nach meiner Rückkehr über eine ganz ungewöhnliche Szene und spannende Sude berichten. Bitte habt etwas Geduld.

Feingehopfte Grüße

Eure Mareike

Feiner Hopfen urlaubt mal wieder…


Liebe Craftbeer-Fans,

es ist ja erst ein paar Wochen her, dass ich beruflich auf den Seychellen war. Doch morgen verreise ich schon wieder. Dieses Mal geht es in Richtung nördlicher Polarkreis. Zusammen mit meiner Schwester verbringe ich Silvester in einem meiner Lieblingsländer: Island.

Zwar war ich privat schon mehrfach und Anfang des Jahres wieder einmal beruflich dort, konnte mich aber leider nicht wirklich auf die Craftbeer-Szene konzentrieren. Dieses Mal dafür umso mehr! Ich werde euch berichten, welche Biere man von der Insel der Geysire, Vulkane und Wasserfälle unbedingt mal trinken sollte, was dort in den Bars so abgeht und wie es sich anfühlt ein isländisches Craftbeer unter bunten Polarlichtern bei eisiger Kälte zu genießen…

Kommt gut ins neue Jahr!

In diesem Sinne, cheers!

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Griechenland: Feiner Hopfen verabschiedet sich in den Urlaub

Dass die Griechen gerne Bier trinken, ist nicht nur eine Frage heißer Sommertemperaturen. Otto I. war der erste König Griechenlands und brachte damals aus seiner Heimat Bayern den beliebten Gerstensaft mit nach Athen. Heute ist das Land allenfalls bekannt für Ouzo und Metaxa, aber nicht gerade für besonders kreative Biere. Angeblich soll es aber einige Craft-Brauer geben, die den Biermarkt derzeit von hinten aufrollen. Heute fliege ich in das Inselreich, auf der Suche nach neuen Suden. Trotz Krise und Versorgungsengpässen hoffe ich, dass wenigstens die Zapfhähne nicht stillgelegt sind.

Zurück bin ich erst am 18. Juli und werde euch dann von meinen Craft-Erlebnissen berichten. Jámas!

„Babo blue“: Blaue Stunden mit blauem Bier

Blaues Bier
Blaues Bier

„Wer Interesse wecken will, muss provozieren“: Unter diesem Motto entwickelten die Studenten Robin Stein, Patrick Loy, Hans-Kaspar Mayer, Josef Kimberger und Ludwig Gerlinger des Studiengangs Brauwesen und Getränketechnologie an der TU München in Weihenstephan das angeblich erste blaue Bier der Welt. Im vergangenen Jahr gewannen sie damit sogar den von der Uni ausgerichteten Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel (IGL).

Und das Interesse an dem knallblauen „Babo blue“ ist groß. Jetzt ist es auf dem Markt. Nebst einigen Filialen der Handelskette Globus, lokalen Getränkemärkten, diversen Kneipen sowie Mensen des Studentenwerks München kann man das 2,9-prozentige Biermischgetränk auch auf Reisen im Flix-Bus trinken. „Nur blöd, dass Flix-Bus bald die Farbe ändert“, bedauert Brauer Robin Stein.

Das Babo blue Team bei der Release Party vergangene Woche
Das Babo blue Team bei der Release Party vergangene Woche

Der erfrischende und fruchtig schmeckende Trunk der Weihenstephaner setzt sich aus 60 Prozent Kölsch, gehopft mit Hallertauer Perle, und 40 Prozent Beerenlimonade aus Brombeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren, zusammen. Um akzeptable Mengen für den Verkauf zu realisieren, gingen die fünf Studenten eine Kooperation mit der Privatbrauerei Gebr. Mayer in Ludwigshafen ein. Mitte März füllen sie den zweiten Sud ab: 55000 Flaschen.

Fazit: Ok, an die Farbe muss man sich erst gewöhnen, erinnert doch stark an Happy-Hour-Drinks vom Typ „Swimming Pool“ oder „Blue Lagune“. Aber das Biermischgetränk – das muss man dem Studenten-Team wahrlich lassen – schmeckt wirklich super: Fruchtig, süffig und nicht zu süß. Sicherlich eine Alternativ zu Radler oder Ruß. Kann man auch auf der Braukunst nächstes Wochenende probieren.

Übrigens: Morgen findet wieder der Vorentscheid des Innovationswettbewerbs 2015 mit 21 Produkten statt. Acht Biere, sieben Biermischgetränke und sechs alkoholfreie Varianten werden von qualifizierten Verkostern degustiert.

Kollaborationssud: Hopfige Kreuzung aus zwei Bierstilen

Neues, buntes Design der Flasche
Neues, buntes Design der Flasche

Auch Oberfranken präsentiert auf der diesjährigen Braukunst Live einen Kollaborationssud. Christian Klemenz von St. Erhard aus Bamberg und David Hertl von der Braumanufaktur Hertl aus Schlüsselfeld, standen diese Woche gemeinsam am Kessel. Als Muttersud verwendeten sie das St. Erhard Saison, das Klemenz im Dezember auf den Markt brachte. Veredelt wurde das Bier schließlich mit vier Hopfensorten: Equinox, Vic Secret, Mosaic und deutscher Cascade. Ergebnis: Eine Kreuzung aus den Bierstilen Saison (auch Farmhouse Ale genannt) und India Pale Ale (IPA). Überzeugen soll der Hopfentrunk nicht bloß durch sein Aroma, sondern auch mit einer wohl neuartigen, bunten Flasche.

Kollaborationssud: „Very White Pornstar“

Christian Hans Müller und Kolja Gigla
Christian Hans Müller und Kolja Gigla

Exklusiv für die Braukunst Live in München zauberten Christian Hans Müller von Hans Craft aus Aschaffenburg und Kolja Gigla von Mashsee aus Hannover gestern ein Witbier. Gebraut haben es die beiden mit Pilsner Malz und Weizenflocken, gehopft mit East Kent Goldings. Veredelt wurde es mit geriebenen Orangen- und Zitronenschalen aus Bioanbau sowie Kardamon und der chinesischen Süßholzwurzel. Es wird knapp unter fünf Prozent haben, soll schlank und gut trinkbar sein, vor allem aber äußerst geschmacksstark. Der Name dieses individuellen Trunks: „Very White Porn Star“.

Grund für den Kollaborationssud: Die Stände der beiden stehen auf der Braukunst direkt nebeneinander. Insgesamt wird es 150 Liter vom Fass in München zum Verkosten geben. Schon im vergangenen Jahr stellte Christian Hans Müller bereits ein Witbier auf der Finest Spirit & Beer Convention in Bochum vor. Nach seinen Aussagen kam es sehr gut an. Er wollte es danach in Flaschen zum Verkauf anbieten. Aber in Bayern bekäme man wohl keine Sondergenehmigung für solch einen Sud. Deswegen startet er mit Kolja Gigla in diesem Jahr einen neuen Versuch – diesmal in Niedersachsen.

Braukunst Live 2015: Neue Wundertüte für Craft-Bier-Fans

Foto: Jörg Mette
Frank Böer, Veranstalter der Braukunst Live

Bald hat das Warten für Craft-Bier-Fans ein Ende: In fünf Wochen (6.-8.März) öffnet sich endlich das große Eisentor des Münchner MVG Museums zur Braukunst Live (BKL), der mit mehr als 100 Ausstellern und rund 8000 Besuchern (2014) inzwischen wohl größten Biermesse des Landes. Und wieder können sich Besucher auf einige brandheiße Neuigkeiten freuen. Nebst etablierten Kreativbrauereien, die bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich ihre Biere ausschenkten, verriet mir Veranstalter Frank Böer Mittwoch Abend bei einem Hintergrundgespräch schon vorab spannende Newbies.

Eines ist schon mal sicher, die diesjährige Braukunst Live hält wieder eine prallvolle Wundertüte für Genießer besonderer Bierspezialitäten bereit. Außerdem erweitert sich die Ausstellergemeinde durch einige nationale wie internationale Highlights: Figueroa Mountain Brewing Co. aus Kalifornien, Urban Chestnut Brewery aus St. Louis, Tilmans Biere aus München sowie Spezialitäten der österreichischen Bierzauberei. Zudem ist die Brewers Association mit einem Stand vertreten und der Online-Shop „Bier Deluxe“ hat unter anderem Sude von vier Brauereien rund um San Diego im Gepäck: Ballast Point, Coronado, Karl Strauss Brewing und Saint Archer Brewing. Und sogar die Münchner Crew Republic stellt wieder ihren Stand auf.

Nicht zu vergessen: Der Besucher kann durch eine neue Organisation auf kürzere Wartezeiten hoffen. Außerdem wird die Toilettenzone erweitert, um die langen Warteschlangen vor allem vor dem Männerklo zu reduzieren. Was in diesem Jahr sonst noch so passiert, könnt ihr vermutlich ab kommenden Montag auf www.braukunst-live.com finden.

Ich freue mich auf die Veranstaltung! Wer Lust hat, mit mir zu diskutieren und nebenbei ein Bier zu probieren, kann mir gerne eine Mail schreiben: feinerhopfen@gmx.de

MVG Museum

Ständlerstraße 20

81549 München

Hopfen: Tettnanger Ernte auf Rekordhoch

Hopfendolden
Hopfendolden

Die Ernte des Tettnanger Hopfens war im vergangenen Jahr so hoch, wie seit 15 Jahren nicht. Das gab aktuell der Hopfenpflanzerverband Tettnang bekannt. Insgesamt wurden 40.447 Zentnern (2.022,36 Tonnen) geerntet. Der bisherige Rekord lag 1999 bei 40000 Zentnern.

In Tettnang pflanzen die Hopfenbauern rund 1.220 Hektar. Das sind knapp drei Prozent der weltweiten Anbaufläche. Die Nachfrage sei 2014 sehr gut. Insbesondere liege das Interesse bei den Craft-Brauern.

Der Hopfenverband gab außerdem einen Ausblick für dieses Jahr: Für 2015 verordnet sich die deutsche Hopfenwirtschaft ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept. Für China bereitet der Hopfenverband ein Absatzförderprogramm im Rahmen der geschützten geografischen Angabe vor. Zudem entlasten sinkende Energiepreise wohl die Hopfenproduktion. Aber der beschlossene Mindestlohn bereitet den Bauern Sorgen. Außerdem werde das Grünlandumbruchverbot der Landesregierung in Baden-Württemberg zum Problem. Es begrenze weiteres Wachstum, indem die notwendigen Flächen nicht zur Verfügung stünden.