Hopferei Hertrich: Witbier mit Pacifica-Hopfen

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Viele Craft-Brauer beginnen ihre Bierkarriere als Hobbybrauer. Auch Ralph Hertrich aus dem fränkischen Feucht bei Nürnberg startete vor wenigen Jahren auf einer kleinen Anlage im heimischen Keller. Über Seminare und Fachliteratur stieg er immer tiefer in die Materie ein, bis er seine ersten Sude kommerziell verkaufen konnte. Dazu zählen beispielsweise ein fruchtiges IPA und ein schokoladiges Stout. Kürzlich hatte ich seine neueste Kreation im Glas. Der „Orangenfalter“ ist nach Art belgischer Witbiere gebraut, den Ralph mit Koriandersamen, Orangenschalen und Kamillenblüten kombinierte.

Im Glas hat der 4,8-prozentige „Orangenfalter“ eine stiltypische, sonnengelbe Farbe. Ein schneeweißer, stabiler Schaum macht Lust auf den ersten Schluck. In die Nase schwirren aber zuerst Noten von Orange und den beigegebenen Gewürzen. Das Orangenaroma wird noch kräftig von neuseeländische Pacifica-Hopfen unterstützt, der dem Bier seinen komplexen Charakter verleiht. Auf der Zunge wirkt das Wit schlank und leicht, dennoch besitzt es einen deutlichen Malzkörper. Das Mundgefühl ist frisch und samtig-weich. Das Aromaspiel zeigt sich auch hier fruchtig-würzig mit einer zarten Herbe, und einem leichten Süße. Im Finish bleibt der Koriander und ein Hauch der Kamille noch lang zurück.

Fazit: „Orangenfalter“ ist ein schlankes, aber köstlich-aromatisches Witbier. Wegen seines eher geringen Alkoholgehalts und der dominierenden Orangennote passt es wirklich gut zu Fischgerichten wie gegrilltem Lachs. Aber auch als Erfrischungsgetränk kann das Wit bei den heißen Temperaturen den Tag versüßen.

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