Craft Bier Fest München: „Gutes Craft-Bier braucht keine Show“

14711128_1786669801613326_90872599954263135_oIn wenigen Tagen (5. – 6. Mai) öffnet sich endlich das Eisentortor der Tonhalle zum „Craft Bier Fest München“. Feiner Hopfen sprach vorab mit dem Veranstalter Thomas Gierlich über Konkurrenz, Kommerzialisierung und neue Attraktionen.

 

Thomas, im vergangenen Jahr feierte das Craft Bier Fest einen großen Erfolg. Was erwartest du dir von Runde zwei?

Ja, der erste Versuch war ziemlich erfolgreich. Dieses Jahr müssen wir zeigen, dass das Fest seinen berechtigten Platz in der Craft-Bierszene hat und sich weiterhin etabliert. Denn seit vergangenem Jahr hat es eine große Anzahl an neuen Bierfesten und ähnlichen Veranstaltungen gegeben.

 

Die Konkurrenz schläft schließlich nicht…

Es hat sich in den letzten Jahren eine Welle an Craft-Bierveranstaltungen gebildet, die eine gewisse Inflation mit sich bringt. Daher werden Alleinstellungsmerkmale der Veranstaltungen (mal abgesehen vom Veranstaltungsort) in den Vordergrund rücken. Der Markt wird sich in große „Bierveranstaltungen“, die Craft-Bier auch der breiten Masse näherbringt, und kleine (aber feine) „Craft-Bierveranstaltungen“ teilen, auf denen auch erfahrene Enthusiasten noch Neues entdecken können, die breite Masse aber nicht erreicht wird.

 

Sind denn auch dieses Mal einige Überraschungen dabei?

Aber klar, es gibt einige Neuheiten bei den ausstellenden Brauereien, jede Menge neue Sude und eine Bewertung der Biere per App. Zu aller erst bleiben wir unserem Motto treu: gutes Craft Bier braucht keine Show!

 

Erzähle mehr von der App.

Jede Brauerei kann eines ihrer Biere über die Plattform „Bierpoints“ ins Rennen schicken. Besucher scannen dann mit ihrem Smartphone die entsprechenden QR-Codes an den Ständen und geben ihre Bewertung ab – alles also ganz unkompliziert. Dadurch sammeln die Gäste sogenannte Bierpoints, die sie gegen Freibier einlösen können. Ziel ist es aber ein Bier als Festival-Sieger zu küren. Die App kann man unter getbierpoints.com runterladen.

 

Coole Idee. Und wie siehst du generell die Entwicklung der deutschen Craft-Bierszene?

Viele Brauer sind den Schritt vom „Hobby“ zum profitorientierten Unternehmen gegangen und müssen sich mehr Gedanken über Absatzwege, den effektiven Einsatz von Werbemitteln und Zielgruppen machen. Es kann durchaus sein, dass wir eine Konsolidierungsphase erleben werden. In jedem Fall wird die Kommerzialisierung der Szene weiter voranschreiten, nach wie vor sind wir aber weit entfernt vom „Mainstream“.

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