Hopfenspargel: Teure Delikatesse

Eine echte Köstlichkeit: Hopfensprossen. Wie sie schmeckt und wie man sie zubereitet lest ihr im Beitrag.

Hopfenspargel
Hopfenspargel

Es ist eine Lebensmaxime von mir, alles mal auszuprobieren. Deswegen gab ich auch 13 Euro für 100 Gramm Hopfenspargel bei Münchens erster Gourmet-Adresse „Feinkost Käfer“ aus. Die ersten Wurzeltriebe des Rankgewächses gelten als regionale Delikatesse, die es nur vier Wochen im Jahr gibt – von Mitte März bis Mitte April.

Um diese Mini-Sprossen zu ernten, müssen die Bauern äußerst mühsam vorgehen und vorsichtig die kleinen Triebe der Hopfenpflanze aus der Erde graben um den Spargel abschneiden zu können. Die Ernte für ein bis zwei Kilo dauert laut Aussagen der Bauern mindestens eine Stunde. Die frische Feinschmeckerwurzel sieht schon etwas seltsam und nicht gerade appetitlich aus, erinnert allenfalls noch an Sojasprossen. Nun ja, wie bereitet man Hopfenspargel eigentlich zu? Immerhin geht es um ein vielseitiges und sehr gesundes Gemüse, das Genießer gern auch unbehandelt in den Salat legen. Es lässt sich aber auch Rahmgemüse daraus machen, in die Suppe legen oder in knusprigen Bierteig manteln. Ich wollte den puren Geschmack. Brutzelte die Sprossen – nach Empfehlung von Hopfenbauern – also nur mit etwas Butter in der Pfanne an. Und dann schrumpften die auch noch… Na gut, ein bisschen Salz und Pfeffer drauf. Fertig! Geschmacklich erinnern die edlen Wurzeltriebe tatsächlich an Spargel, aber mit elegant nussigen und würzigem Aromen.

Gebratener Hopfenspargel
Gebratener Hopfenspargel

Fazit: Echt lecker, wenngleich viel zu teuer! Für die Geschmackserfahrung haben sich die 13 Euro aber definitiv gelohnt. Doch im kommenden Jahr fahre ich auf jeden Fall in die Hallertau und hole mir dort den Hopfenspargel direkt beim Bauern ab, oder probiere ihn in anderen Versionen in einem Wirtshaus.

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