Stone Levitation Ale: Teuflisches Leichtbier aus Kalifornien

Stone Levitation Ale
Stone Levitation Ale

Ein fies aussehender, Bier trinkender Teufel auf dem Etikett wirkt auf mich aufs Erste durchaus vielversprechend. Als ich die Flasche dann umdrehte und die Prozentzahl sah, war ich dann doch etwas enttäuscht. Das „Levitation Ale“ ist ein Leichtbier mit gerade einmal 4,4 Prozent Alkoholgehalt. Da erwartete man zunächst nichts Besonderes. Allenfalls die verwendeten Hopfensorten Magnum, Chrystal, Simcoe und Amarillo ließen mein Genießer Herz wieder höher schlagen. Gebraut wurde dieses amerikanische Amber Ale in der Stone Brewing Company in Escondido, einer Stadt nahe der Pazifikküste im Bundesstaat Kalifornien.

So, es ist an der Zeit zu probieren. Optisch attraktiv leuchtet der Hopfensaft in einer dunklen Ahornfarbe, sodass ich beim Einschenken auf den ersten Blick dachte, ich trinke ein Stout. Die Geruchsaromen halten sich zurück. Nur dezente Malz- und Hopfennoten strömen in die Nase. Aber dann: Wahnsinn, welche Geschmacksnuancen und welche eine Dichte aus dem geringen Alkoholgehalt herausgeholt wurden. „Levitation“ ist vollmundig und schmeckt nach Waldbeeren, Pflaume aber auch nach Zitrusfrüchten, speziell Grapefruit und Orange. Kein Wunder, dass dieses Bier 2007 die Goldmedaille beim Great American Beerfestival in Denver, Colorado, gewann. Im Finish verharrt noch kurze Zeit ein Hauch Orange am Gaumen. Die zarten 45 Bittereinheiten sind jedoch kaum wahrzunehmen.

Fazit: Wirklich super, welche Aromen die California-Brauer aus so wenig Alkoholgehalt herauskitzelten. Trotz allem fehlt mir etwas das „Teuflische“, das die Macher auf dem Etiketten-Bild versprechen. Weiß der Geier, warum das Ale dann auch noch mit „freies Schweben“ übersetzt wird.

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