Ørbæk India Pale Ale: Sanfte Welle am Strand von Fünen

Dass die Dänen hervorragende Craft-Biere zaubern können, wissen wir nicht erst seit dem ersten Sud von Mikkeller. Die Bier-Maker von der Ørbæk Bryggeri auf der Insel Fünen haben nicht nur eine bewegte Geschichte, sondern heute auch einen etwas breiteren Ansatz: Die Brauerei wurde 1906 gegründet und war lange Zeit bekannt für sein „Stakitøl“, ein obergäriges, dunkles und rauchiges Bier, das früher in Fünf-Liter-Flaschen ausgeliefert wurde. Nach Turbulenzen in den 90er Jahren bestimmt inzwischen ein junges Team mit einer Vielzahl neuer Craft-Biersorten die Geschicke des Traditionsunternehmens.

Eines ist klar: Das mit Biogerstenmehl gebraute IPA der Dänen ist kein wirklicher Hammer-Drink, keine Hopfengranate á la Mikkeller. Es ist ein angenehm frisches Ale für Zwischendurch. Das Bier besitzt mit seinen fünfprozentigen Alkoholgehalt einen leichten Körper, fliegt sanft über die Zunge, fast so wie die Wolken über die dänische Inselwelt. Im Glas macht das IPA mit seinem orange-goldenen Farbspiel einen appetitlichen Eindruck. Man muss aber schon etwas länger schnuppern um unter dem weißen Schaumkleid die feinen Hopfenaromen aufzuspüren. Ebenso dezent wie das Aromenspiel, machen sich auch die Geschmacksnoten des IPA bemerkbar: Grapefruit, Zitronen, Kräuter, Apfel, frisches Büffelgras und etwas Blutapfelsine. Dahinter zeigen sich eine mittlere Süße und eine geringe Bittere. All dies mündet – wie eine sanfte Welle am Strand von Fünnen – in ein frisches, kurzes Finish.

Fazit: Auch wenn die Aromenvielfalt dieses IPA niemand wirklich umhaut, so ist dies insgesamt kein schlechtes Bier. Alle Zutaten sind unaufdringlich und dezent ausbalanciert. Ein guter Drink für den kleinen Augenblick des Tages, für den kurzen Durst oder als Belohnung für schweißtreibende Tätigkeiten.

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