Dolden Boom: Hopfenexplosion mit Hilfe aus New York

Dolden Boom
Dolden Boom

Neben traditionellen Bieren und dem bekannten „Dolden Sud“ experimentiert Maximilian Krieger aus dem Riedenburger Brauhaus nun mit den Sudzauberern aus der New Yorker Brooklyn Brewery. Ihren Kooperationssud tauften sie „Dolden Boom“. Ein Double IPA mit ganz viel Hopfen und acht Prozent Alkoholgehalt.

Die Idee eines gemeinsamen Bieres hatte Brooklyn-Brewer Garrett Oliver schon, als Krieger noch in Italien bei Birra Amarcord arbeitete. Dort brauten die beiden gemeinsam bereits vier Sude zusammen. Vor rund drei Jahren flog der Riedenburger in die USA um mit Oliver das Rezept für ein „Riserva Speziale“ zu entwickeln. Dort lernte Krieger die anderen New Yorker Brauer Tom Villa und Rob Lemery kennen. Der Funke für ein gemeinsames Bier sprang erst in Deutschland über, als Villa die niederbayerische Brauerei besuchte. Nach ausgiebigen Bierproben entstand dann die Idee für ein neues Bierrezept.

Ein Double IPA sollte es werden. Und um das zu brauen, reisten die Amerikaner erneut über den großen Teich bis ins rund 5000 Einwohner große Städtchen Riedenburg. Markenzeichen des Dolden Booms sind die fürs das niederbayerische Brauhaus typischen Malze, wie Emmer-, Gersten- und Dinkelmalz. Neben den deutschen Hopfensorten Spalter Select und Saphir nahmen die experimentierfreudigen Crafter noch diverse amerikanische Aromahopfensorten dazu. Die Hefe stammt aus der Brooklyn Brewery, die dort selbst gezüchtet wird.

Klingt doch schon mal sehr vielversprechend, oder? Ab ins Glas: Kupferfarben glänzt der Dolden Boom im Trinkgefäß, gekrönt von einem cremigen Schaum. Er duftet nach Erdbeere, Pflaume, Mango aber auch ein wenig nach Marille. Im Mund breitet sich ein moussierendes, aber weiches Trinkgefühl aus. Wie ein Vulkanausbruch knallen die Hopfenaromen auf die Geschmacksknospen. Eine angenehme Honigsüße paart sich schlagartig mit Aromen von reifer Mango und Erdbeere. Im Finish überwiegen Zitrusfrüchte wie Grapefruit mit einer ausbalancierten Bittere.

Fazit: Wow, ein echter Dolden Boom! Allerdings könnte das Double IPA noch etwas mehr Kohlensäure vertragen, dann wäre es noch erfrischender und prickelnder.

 

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