Hopfen-Detonationen: Nagelprobe mit zwei weitgereisten IPAs

Meine Freunde Mario und Steffi tourten im Spätsommer einige Wochen durch Kanada. Sie freuten sich auf die Biervielfalt Nordamerikas. Ein wenig neidisch war ich schon. Zwei ihrer Favoriten fanden glücklicherweise noch Platz im Koffer und erreichten mich als Geschenk. Welches wohl besser schmeckt?

Foto: Elena Hasenbeck
Foto: Elena Hasenbeck

Union Jack versus Amnesiac

Kaum standen die beiden IPAs auf dem Tisch, konnte ich es kaum erwarten sie zu trinken. Als erstes öffnete ich den „Union Jack“ von Firestone Walker. Von der kalifornischen Brauerei kenne ich bereits mehrere Biere und habe das „Pale 31“ und den „Double Jack“ bereits im Blog besprochen. Beide Firestones sind wirklich super. Deswegen war ich sehr gespannt, wie das IPA mit 7,5 Prozent und rund 70 IBU mundet. In einer hellen Bernsteinfarbe leuchtet das Bier im Glas. Unzählige Fruchtaromen der sieben verschiedenen Hopfensorten: Magnum, Cascade, Centennial, Amarillo, Citra, Chinook und Simcoe strömen in die Nase. Auch im ungewöhnlich trockenen Geschmack sorgen die Sorten für eine fruchtige Geschmacksexplosion dank des konzentrierten Einsatzes der beeindruckenden Hopfenpalette. Klar dominierend sind Zitrussorten und Ananas, Ein wunderbares, absolut vollmundiges und erfrischendes Bier im amerikanischen West-Coast-Stil.

Klar, im Vergleich habe ich auch sofort das kanadische Amnesiac Double IPA von der Phillips Brewing Company probiert. Ein Starkbier mit 8,5 Prozent Alkoholgehalt. Farblich glänzt es in einem hellen Gold. Der Geruch ist sehr hopfenintensiv. Im Geschmack überzeugt es durch interessante Hopfenaromen, die ich aber im Einzelnen nicht auseinander frickeln konnte. Deutlich spürbar aber Grapefruit, Bitterorange, Mandarinen. Außerdem war es mir – ganz persönlich beurteilt – im Abgang etwas zu bitter.

Fazit: Beide Biere sind echte Hopfen-Detonationen, prima IPAs nach US-Muster. Der Union Jack überzeugte mich mehr und war somit der Gewinner der Verkostung. Kein Wunder, dass er auf vielen Wettbewerben eine Medaille nach der anderen bekommt. Leider ist das IPA in Deutschland schwer aufzutreiben. Auf jeden Fall sollte man aber beide Biere einmal verkostet haben.

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