Lervig Aktiebryggeri: Alkoholfreier IPA-Genuss aus Norwegen

Früher war ich absolut kein Fan von alkoholfreien Bieren. Doch jetzt bringen Craft-Brauer immer mehr überzeugende Sude auf den Markt, die sogar richtig Spaß machen. Eines davon ist das 0,5-prozentige „No Worries“ von Lervig aus Norwegen. Leider finde ich zu den eingesetzten Hopfensorten weder Hinweise auf der Dose noch im Netz. Tatsache ist aber, dass die Macher aus Stavanger eine spezielle Hefe einsetzten, die den Malzzucker nicht vergären kann und somit kaum Alkohol entsteht.

Das alkoholfreie India Pale Ale fließt in einem ansprechenden Sonnengelb ins Glas, der schneeweiße, feinporige Schaum komplementiert die Optik und macht Appetit. In die Nase schwirren würzige und überwiegend fruchtige Noten, die vor allem an Grapefruit erinnern. Auf der Zunge zeigt sich das Ale erfrischend und schlank, aber keineswegs wässrig. Das Aromaspiel präsentiert dominierende Fruchttöne von Banane, Orange, Grapefruit und Mango. Eine gewisse Malzigkeit schwingt sanft am Gaumen mit. Und tatsächlich macht das Finish gleich Lust auf den nächsten Schluck.

Fazit: Ich bin positiv überrascht, wie eine gute Mixtur von Aromahopfen die alkoholfreien Sude geschmacklich aufmotzen kann. Das norwegische IPA ist ein Musterbeispiel dafür, wie auch ein Bier ohne Umdrehungen richtig Spaß machen kann.

Mit eigenem Fan-Club zum idealen Kunden

Im harten Verdrängungswettbewerb setzten immer mehr Brauereien auf eigene Fan-Clubs. Damit machen sie aus Bierliebhabern treue und loyale Kunden sowie meist lebenslange Markenbotschafter

Erst im Mai pilgerten wieder rund 1.500 Leute in bester Laune und in laubfroschgrünen Trikots nach Distelhausen südlich Tauberbischofsheim, sodass man hätte meinen können, der 1. FC Bremen wäre zu Gast. Hier rollte aber nicht der Ball, sondern die Mitglieder des Fanclubs der Distelhäuser Brauerei rücken wieder einmal zur alljährlichen Party an. Während Unmengen an Bier durch die Kehlen der Gäste rinnen, heizen DJ‘s und Live-Bands eine unvergleichliche Stimmung an. Manche Gäste nehmen dafür eine beschwerliche Anfahrt in Kauf und reisen nicht selten stundenlang mit Pferdekutschen an. „Ein schöneres Kompliment kann es für eine Brauerei wohl kaum geben,“ beschreibt Distelhäuser-Geschäftsführer Christoph Ebers die Begeisterung, mit der die Gäste seiner Marke ihre Treue schwören.  

Vom Erfolg des Distelhäuser Bier-Clubs, der inzwischen rund 6000 Mitglieder zählt, sind auch andere Braustätten angetan. In Zeiten schwächelnden Bierkonsums und hohem Wettbewerbsdruck setzen hierzulande bereits mehr als zwei Dutzend Bierproduzenten auf eine organisierte Fangemeinde – Tendenz steigend. Dabei geht es vor allem darum, die Kundenbindungssysteme zu stärken und dabei ein Wir-Gefühl für die Marke zu entwickeln. Auch wenn die meisten Brauereien einen Mitgliedsbeitrag verlangen, so erfreuen sie ihre Anhänger mit attraktiven Events, Sonderaktionen oder einfach nur mit überraschenden Geburtstagsgeschenken. So manches Club-Angebot beinhaltet besondere Bier-Tastings, Ballon-Fahrten, Kegel-Turniere oder Genuss-Wandertage. Mit einem Starter-Pack, das meist Probierpakete, Flaschenöffner, Bierdeckel, Gläser oder Sticker enthält, machen die Clubbetreiber ihre Aficionados zu echten Markenbotschaftern. Besonders beliebt sind schick gebrandete Fan-Textilien, wie T-Shirt, Pullover, Schal, Mützen oder Kappen mit hauseigenem Brauerei-Logo. Die Fan-Gemeinde wird damit zur wandelnden Werbeplattform.

Wie wichtig solche organisierten Interessengemeinschaften für Brauereien tatsächlich sind, weiß Frank Winkel aus langer Erfahrung zu berichten. Der Unternehmer und Biersommelier aus dem nordrhein-westfälischen Lünen, betreut mit seiner Firma „My-Club“ gut ein Dutzend maßgeschneiderter Fanclubs in der deutschen Brauerei-Szene. Zu seinen Kunden zählen beispielsweise Alpirsbacher, Arco Bräu, das Brauhaus Riegele, die fränkische Kaiserbrauerei, aber auch die Pyraser Landbrauerei. Dass diese Braustätten die Organisation ihrer Fan-Clubs in professionelle Hände legen, liegt nicht zuletzt am erheblichen Aufwand, der in einer solchen Organisation steckt. Winkel arrangiert für seine Kunden alle Club-Aktivitäten, die den Spaßfaktor und gemeinsame emotionale Erlebnisse der Mitglieder betreffen. Außerdem kümmert sich das My-Club-Team um bürokratische Aufgaben, wie Adressmanagement, Versand von Bierpaketen, Gutscheinen und Newslettern. „Mit einem funktionierenden Fan-Club können Brauereien ihre Marke stärken und möglicherweise sogar Kult-Status erreichen“, konstatiert Club-Experte Winkel.

Zu den wohl erfolgreichsten und auch größten Fanclub-Betreibern gehört der Erdinger Bräu mit 90.000 Mitgliedern weltweit und der von Paulaner mit immerhin rund 12.000 Anhängern. Unweit danach folgt der Schwarzwald-Klub vom Alpirsbacher Klosterbräu mit rund 9000 Fans, die sich allesamt „Spezialisten“ nennen und nach eigenen Aussagen vor allem Gemeinschaftssinn und Gemütlichkeit in den Fokus rücken. Für 18,80 Euro im Jahr profitieren diese Bier-Experten von exklusiven Präsenten, erlebnisreichen Genuss-Expeditionen, Konzertbesuchen sowie wechselnden Vergünstigungen rund ums Thema Bier. Einmal im Jahr findet ein großes Mitglieder-Event statt, bei dem der Gerstensaft in Strömen fließt.

Auf regelmäßige Treffen setzt auch der 1996 gegründete Fanclub vom Meckatzer Löwenbräu im bayerischen Heimenkirch mit angeblich insgesamt 8.800 aktiven Mitgliedern. Stammtische in mehreren Städten Deutschlands dienen zum Austausch und gemeinsamen Biergenuss. Zudem bietet eine Mitgliedschaft für 17,38 Euro im Jahr ein sattes Leistungspaket. Neben Rabatten im Meckatzer-Shop, können Fans auch einmal im Jahr zur Brauereiführung mit Zwickelbier-Verkostung kommen und erhalten – bei Vorlage des Fanclub-Ausweises – zusätzlich noch ein Gastgeschenk sowie Freibier im Bräustüberl. Als echtes Highlight gilt aber das jährliche Fan-Fest. Rund 2000 Bierbegeisterte treffen sich dann auf dem Brauereigelände in gebrandeten Outfits, manche von Ihnen sogar mit selbstgebastelten Westen aus Meckatzer-Kronkorken. Aber im Mittelpunkt des Events steht natürlich der Biergenuss. Dazu wird auch zum Tanz geladen oder zu kräftezehrenden Wettkämpfen wie Maßkrug-Stemmen, Baumstammsägen oder zum filigranen Flaschenangeln.

Ganz so ausgelassen geht es bei der Fangemeinde vom Brauhaus Riegele nicht zu. Club-Chef Johannes Hoschka will seinen „Riegele Bierexperten“, wie sich die bisher 820-köpfige Gemeinschaft bezeichnet, vielmehr in Braukünste und Genusswelten einweihen. Das heißt für ihn: keine Massenveranstaltung, sondern eher kultivierte und überschaubare Experten-Events. Für 18,90 Euro Beitragsgebühr bekommen Riegele-Fans ein Willkommenspaket, Gutscheine mit Freibier im Biergarten, Preisvorteile bei Veranstaltungen und jeden Monat ein spezielles Aktionsbier im Wirtshaus. Damit animiert Hoschka die Leute regelmäßig in die Brauerei zu kommen und die neu entwickelten Spezialitätenbiere zu probieren. Bei den Treffen sollen sowohl Traditionalisten als auch eingefleischte Craft-Bierfans auf ihre Kosten kommen. So gibt es manchmal Vorträge zur Bierhistorie, Blindverkostungen oder spezielle Genuss-Tastings. Auch wenn die vor zwei Jahren gegründete Initiative ziemlich aufwendig ist, so ist Club-Manager Hoschka inzwischen hoch zufrieden: „Unsere Bierexperten wirken sich sowohl im Image als auch in der Kundenbindung für die Brauerei absolut positiv aus.“

Dass jedoch in den Fans-Clubs der Brauereien nicht unbedingt nur getrunken wird, zeigen die Macher der dänischen Gypsy-Marke Mikkeller. Das Kreativ-Team hat eine gezielte Aktion ins Leben gerufen, um ihre Fans nicht nur bei Laune, sondern auch körperlich leistungsfähiger zu halten. So gründeten Mikkel Borg Bjergsø und sein Kumpel Søren Runge vor rund fünf Jahren den „Mikkeller Running Club“. Über Facebook riefen sie damals zu einem simplen Jogging-Treffen auf. Beim ersten Date kamen nur fünf Leute, beim dritten Mal schon hundert, und heute zählt der MRC mehr als 180 regionale Clubs mit über 12.000 Mitgliedern weltweit. Diese treffen sich immer am ersten Samstag eines Monats in den jeweiligen Städten mit Mikkeller-Präsenz – in Reykjavik, Santiago, Berlin, Tokyo und sogar in Torshavn, der Hauptstadt auf den Färöer-Inseln. Dort wird zuerst gemeinsam gejoggt, um anschließend ein Freibier in einer der Mikkeller-Bars zu genießen. Jeder weitere Trunk muss allerdings bezahlt werden, denn intensive Bewegung schafft schließlich durstige Kehlen und da kann eine Club-Idee schon mal ganz schön teuer werden.

Erschienen im Meininger’s CRAFT Magazin für Bierkultur in Ausgabe 2/2019

Grohe & Two in a Rocket: Ale mit Uhudler und Hibiskus-Blüte

Wer dieses Bier verstehen will, muss wohl Österreicher sein. Das belgische Saison namens „What is Love?“, das in Kollaboration zwischen dem Brauhaus Grohe in Darmstadt und Two in a Rocket in Wien entstand, brauten die Kreativköpfe mit Hibiskus-Blüten und Uhudler. Mit was? Auch wenn ich mich innerhalb meines Jobs als Genuss-Journalistin nicht nur mit Bier, sondern auch mit Wein beschäftige, wusste ich nicht was ein Uhudler sein soll. Google hilft: Dabei handelt es sich um einen österreichischen Cuvée-Wein. Bei diesem Bier wurde Traubensaft eingesetzt.

In einem verführerischen Rotorange, das wohl durch den Uhudler und den Hibiskus kommt, leuchtet das 6,9-prozentige Saison durch das Glas, ein feinporiger, zahnweißer Schaum liegt oben auf. In die Nase strömt erst eine hefig-würzig Note, die ein typisches Charaktermerkmal für den belgischen Bierstil darstellt. Dazu gesellen sich aber noch florale, weinige und beerige Töne. Moussierend und frisch präsentiert sich das Ale auf der Zunge. Im Geschmack zeigen sich kräftig würzige und florale Aromen. Im Finish verabschiedet sich das Bier mit einer brotartigen Note und einer Fruchtigkeit, die an rote Johannisbeeren erinnern – in Österreich auch Ribiseln genannt.

Fazit: „What is Love?“ ist mal was ganz anderes und – trotz der fast sieben Umdrehungen – eine köstliche Erfrischung für den Sommer. Mir gefällt das Aromaspiel wirklich gut. Aber der Trunk dürfte wahrscheinlich nicht jedermanns Gaumen erfreuen. Soll es aber sicherlich auch nicht – es ist vielmehr ein Bier für Individualisten. Probiert selbst.

Birra Amacord: Vier italienische Sude zu Pasta & Co.

Rimini an der italienischen Adriaküste verbinden die meisten Leute wohl mit Urlaub, Strand und Party. Doch die Stadt an der Riviera hat auch in Sachen Bier einiges zu bieten. Neben ein paar Bars mit großer Bierauswahl gibt es dort auch die Craft-Werkstatt Birra Amacord. Vier Sude der 1997 gegründeten Brauerei konnte ich kürzlich probieren.

Zuerst wagte ich mich an das unfiltrierte „Ama Pilsner“ mit 4,9 Prozent Alkohol. In einem attraktiven Strohgelb schwimmt es im Glas, ein fein- bis mittelporiger Schaum liegt oben auf. Eingesetzt wurden für das Pils nur Dolden der Hopfensorten Mittelfrüh, Tradition und Spalter, die sich im Duft auch sofort würzig, floral, zart grasig und mit einem Kräuter-Touch präsentieren. Hinzu kommt ein Anklang von Weißbrotkruste. Auf der Zunge zeigt sich das Bier frisch und vollmundig mit einem malzig, würzig und floralem Geschmacksspiel. Die 33 Bittereinheiten sind nur minimal zu erkennen.

Nach dem Pilsner öffnete ich das „Ama Blonda“, ein sechs prozentiges Golden Belgian Ale. Gebraut ist die italienische Interpretation mit den Hopfensorten Perle und Mittelfrüh sowie einer eher ungewöhnlichen Beigabe: Orangenblütenhonig. Das Ale zeigt sich in einem trüben Goldton mit schneeweißem, feinporigem Schaum. Das Bukett präsentiert florale Noten sowie Aromen von Orangenschale, Blütenhonig und einem minimalen krautigem Anklang. Im Geschmack verbindet sich eine zarte Säure mit malzig-hefigen Noten, einem Hauch von Zitrus, einer dezenten Würzigkeit und dem Blütenhonig zu einer Gesamtkomposition. Eine hauchzarte Hopfenbittere von 25 Bittereinheiten runden das Bier ab.

Das „Ama Bruna“, ein 7,5-prozentigen Belgian Strong Ale, ist wohl der große Bruder des goldenen Ales. Allerdings zeigt sich die kräftigere Variante in einem appetitlichen Rehbraun und einem feinporigen, cremefarbenen Schaum. Es duftet zurückhaltend nach getrockneter Pflaume und frischer Sauerkirsche. Dazu paar sich eine gewisse nussige sowie deutliche Karamellnote. Auch auf der Zunge breiten sich dezent Karamell, Kirsche und Dörrpflaume aus. Das Bier wirkt geschmacklich leichter, als es mit seinen siebeneinhalb Prozent wirklich ist.

Der stärkste Vertreter der verkosteten Amacord-Sude ist das „Ama Mora“, ein Imperial Coffee Porter mit ordentlichen neun Umdrehungen. Gebraut wurde es mit einer Kaffeebohnen-Mischung von einer lokalen Rösterei. Im Glas zeigt es sich in einem Dunkelbraun, getoppt von einem beigefarbenen Schaum. In die Nase strömen röstige, nussige und herbe Noten, die sich mit Zartbitterschokolade und kaltem Filterkaffee vereinen. Am Gaumen breitet sich eine zarte Säure und röstig-herbe Töne aus, gepaart mit Aromen von Schwarzbrot und Espresso. Im Finish bleibt das Geschmacksspiel noch länger zurück.

Fazit: Jedes der vier Biere besitzt eine angenehme Drinkability und kann sich vor allem auch durch die Aufmachung sehen lassen. Das Pils ist eher eine italienische Interpretation des altdeutschen Bierstils, das aber gut als Aperitif genossen werden kann. Das Golden Belgian Ale dagegen kann ich mir gut zu einem gegrillten Fisch am Strand in Italien vorstellen und „Ama Mora“ passt sicher zu Tiramisu oder anderen leckeren Dolci. Geschmacklich hat mich das Belgian Strong Ale mit den harmonischen Karamell- und Dörrobst-Noten am meisten überzeugt, welches ich auch gern zu Pasta al Ragut genießen würde.

Saugatuck Brewing: American Pale Ale als optimaler Craft-Starter

Saugatuck Brewing zählt zu den renommiertesten Brauereien aus dem US-Bundesstaat Michigan. Vor wenigen Tagen hatte ich eines der Flaggschiffe der 2005 gegründeten Craft-Stätte im Glas. Das American Pale Ale namens „Paled it!“ legt 5,5 Prozent Alkohol vor und wurde ordentlich gestopft mit den Hopfensorten Mosaic, Hallertauer Melon und Citra.

Das Ale glänzt in einem appetitlichen Goldton durchs Glas. Es duftet angenehm nach einem tropischen Fruchtkorb mit Noten von Ananas, Mango und Grapefruit. Die Aromen sind präsent, aber erschlagen einen nicht gleich. Auf der Zunge präsentiert sich das Pale Ale eher schlank mit einer moderaten Kohlensäure, die eine gewisse Frische versprüht. Im Geschmack zeigen sich ebenso die Tropenfrüchte. Neben Ananas, Mango und Grapefruit dringt aber auch ein Hauch von Honigmelone vom bayerischen Melon-Hopfen durch. Ein sanftes Malzbett untermauert den Gesamteindruck, der im Finish noch von einer schmeichelnden Bittere von nur 19 IBU abgerundet wird.

Fazit: Diese Pale Ale von Saugatuck ist ein echter Allrounder und nicht nur optimal für Craft-Novizen geeignet. Mit seinen sanften, aber durchaus präsententen Fruchtaromen erfreut das Bier sowohl den Gaumen von Hopfen-Profis als auch von Craft-Einsteigern, die sich gerade erst mit amerikanischen Bieren anfreunden.

Riedenburger Brauhaus: Sommer-Sud aus dem Altmühltal

Maximilian Krieger vom Riedenburger Brauhaus ist bekannt für trinkbare Sude. Schon vor rund fünf Jahren war ich ein Fan von seinem „Dolden Sud“. Jetzt legte der Bayer eine sommerliche Version davon vor. Der „Dolden Sommer Sud“ präsentiert schlanke 4,2 Prozent Alkohol und ein Aromaspiel aus vier bayerischen Hopfensorten: Smaragd, Cascade, Mandarina Bavaria und Spalter Select.

Goldgelb scheint das Sommer Ale durch das Glas. Ein schneeweißer, feinporiger Schaum komplementiert die appetitliche Optik. Der Duft erinnert an einen Spaziergang durch einen blühenden Blumengarten, zudem sich noch fruchtige Noten von Mandarine und Blutorange gesellen. Ein leicht malziger Touch trägt zu einem harmonischen Bukett bei. Auch auf der Zunge zeigt sich ein deutlich florales Aroma, das an Geranien erinnert und sich mit Zitrus-Tönen von Mandarine, Orange und Grapefruit vereint. Das bayerische Pale Ale ist unterlegt von einem sanften Malzkörper. Im Finish spielt noch eine angenehme Bittere mit.

Fazit: Ein wirklich attraktives sommerliches Ale, das zu jedem Anlass passt. Dieses Bier mit blumigen und fruchtigen Noten legt eine hohe Drinkability vor, sodass sich der „Dolden Sommer Sud“ sowohl für Craft-Einsteiger, aber auch für Geeks anbietet, die einfach mal ein unkompliziertes, aber aromatisches Pale Ale genießen wollen.

The Garden Brewery: Kroatisches Feierabend-IPA

Ich muss gestehen, dass mir The Garden Brewery bis vor kurzem noch völlig unbekannt war. Dabei feierte die kroatische Craft-Stätte im Juni bereits ihren dritten Geburtstag. Umso mehr freute ich mich auf den Genuss dessen American Westcoast Style IPAs mit 6,5 Umdrehungen. Die Macher brauten das Ale mit sechs Hopfensorten: Simcoe, Cascade, Azacca, Mandarina Bavaria und Zythos. Letztlich wurde es noch dreifach kaltgehopft.

In einem golden Orangeton steht das IPA im Glas. Es duftet harzig und fruchtig mit Noten von Pfirsich, Mandarine, Orange, Maracuja und Waldhonig. Im Antrunk zeigt sich eine gewisse Süße, bis dann die volle Hopfenpower wieder mit ihren fruchtigen Aromen durchdringt. Im Vordergrund präsentieren sich Aromen von Saftorange, Aprikose, Mango und Maracuja. Am Schluss dringen 60 Bittereinheiten durch, die aber eher sanft in der Wahrnehmung sind.

Fazit: Das kroatische IPA ist ein sehr solides, unkompliziertes und gut trinkbares Bier. Vom Geschmack her nicht unbedingt ein Ausreißer, aber ein sehr schöner Allrounder zum Feierabend, in der Sonne oder zu asiatischen Speisen. Für Genießer mit Lust auf hohe Drinkability aber auch für Craft-Newcomer ein empfehlenswerter Tropfen. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar Sorten von The Garden Brewery zum Verkosten besorgen.

Partnerprogramm: Beerwulf-Sale zum Internationalen Tag des Bieres

Credit: beerwulf.com

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Feier den Internationaler Tag des Bieres

Bierfans aufgepasst! Am 2. August ist wieder Internationaler Tag des Bieres, er wurde 2008 in den USA ins Leben gerufen und seither jährlich gefeiert.

Was du am Freitag also machen solltest?

  • Trinke gute Biere mit guten Freunden
  • Verschenke ein Bier – einfach, weil es besser schmeckt, wenn jemand anderes es kauft
  • Ehre die Brauer(innen) und Barkeeper(innen)
  • Probiere Biere aus aller Welt

Beerwulf feiert auch mit

Mit einem großen Sale zum internationalen Tag des Bieres – und zwar die ganze Woche! Bis Sonntag, 4. August um Mitternacht gibt es bis zu 60 % Rabatt auf Bierboxen, die Heimzapfanlage The SUB und mehr. Also, füll jetzt deinen Kühlschrank!

JETZT ENTDECKEN: SALE BIS ZU 60 % RABATT

Bier ab jetzt zuhause zapfen? Deine Chance!

Die Heimzapfanlage The SUB gibt’s diese Woche ab 49 € statt 129 €. Ob zum Grillabend, Fußball oder Feierabend, du kannst dein Lieblingsbier stets auf zwei Grad gekühlt und natürlich frisch gezapft zuhause genießen. Zu zapfen gibt’s 20+ Sorten in 2-L-Fässern („TORPS“), die dein Bier zwei Wochen frisch halten!

Erfahre mehr über The SUB.

Handwerksbrauerei Lemke: Helles wieder sexy

Helles Lager war lange Zeit für das Team um Oliver Lemke eher unsexy. Jetzt geben die Berliner dem Stil aber eine neue Chance. Unter dem Namen „Berliner Perle“ kommt die Version nun in die Bierregale. Das Helle besitzt 4,9 Prozent Alkohol und wurde mit den vier Hopfensorten Perle, Magnum, Mittelfrüh und Tradition aus der bayerischen Hallertau gebraut.

In einem glänzenden Gold, gekrönt von einem schneeweißen, feinporigen Schaum, präsentiert sich das untergärige Bier im Glas. Es duftet würzig-hopfig mit einem zart grasigen, harzigen und blumigen Anklang. Ein sanfter Malzton komplementiert das Bukett. Auf der Zunge breitet sich das Berliner Helle vollmundig-frisch mit angenehmen Malzaromen aus, die sich mit würzigen Hopfennoten vereinen. Im Finish zeigen sich sanfte 23 Bittereinheiten, die das Gesamtbild abrunden.

Fazit: Ein herrlich aromatisch und sehr gut trinkbares Helles, dass sich doch von einigen traditionellen Vertretern dieser Typologie abhebt. Passt sowohl zur Brotzeit als auch zum Grillen oder einfach als entspannter Genuss auf Terrasse oder Balkon. Probieren kann man das Bier auch am letzten Augustwochenende beim 20. Geburtstag der Lemke Brauerei.

Partnerprogramm: Gutes Bier, Streetfood und Live-Musik im Weldegarten

Credit: Welde

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Am kommende Juli-Wochenende lockt das dreitägige Weldefest wieder in den Weldegarten und ans Sudhaus der Brauerei in Plankstadt. Das Fest wird am Freitagabend um 18 Uhr mit Live-Musik und den sechsten „Craft Beer Tapdays Rhein-Neckar“ eröffnet. Wie jedes Jahr stehen die Brauer selbst hinter der Theke, schenken ihre Biere aus und sind gespannt auf Gespräche mit interessierten Bier-Fans. Welde freut sich auf die Kollegen von Störtebeker (Stralsund), Zötler (Rettenberg/Allgäu), Steamworks (Vancouver), BrauArt Sausenheim (Grünstadt), Glaabsbräu (Seligenstadt), Munich Brew Mafia (München), Brewers Tribute (Berlin) und auf die Brauerei Riegele (Augsburg). Neben den Gastbieren bietet die Braumanufaktur Welde ihre hauseigenen Brauspezialitäten und kleine Mengen exklusiver Weldefest-Biere an.

Credit: Welde

Burger, Maultaschen und Pulled Beef

Für kulinarische Grundlagen ist auch gesorgt. Was sich bewährt, kommt gern wieder: neben Leckereien von Bratwurst bis Knödel aus der Weldegarten-Küche beziehen an allen drei Festtagen verschiedene Foodtrucks in der Sudhausstraße Stellung und bieten ihre Snacks an. Passend zu den unterschiedlichen Bieren haben die Foodtrucker eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten mit und ohne Fleisch dabei. Zubereitet wird alles direkt vor den Augen der Genießer. Die Speisekarte reicht von verschiedenen Burger-Variationen und Burritos über ungarische Langos und Pulled Beef bis hin zu Currys aus Sri Lanka und Maultaschen.

Verkostungen, Brauereitouren und Kinderspaß

Die WeldeBierwelt öffnet am Samstag und Sonntag ihre Tore auch für Brauereiführungen und das Kinderprogramm „Fassbrause-Forscher“. Ein besonderes Highlight werden die Bierverkostungen am Samstag und Sonntag in der WeldeBierwelt sein. Biersommelier Malte Brusermann verbindet Brauspezialitäten mit dem handgemachten Käse von der Käsemanufaktur Müller. Der „Bierpadre“ wird von der „Wunderwaffe Hopfen“ berichten und am Sonntagnachmittag stellt Braumeister Stephan Dück die prämierten Gewinnerbiere des diesjährigen Internationalen Craft Beer Awards vor. Die Verkostungen finden im Zwickelkeller der Braumanufaktur statt, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets gibt es online auf www.welde.de/weldewelt/.

Die kleinen Besucher lädt die WeldeBierwelt zur betreuten Fassbrause-Forschungsreise ein und der Mitmachzirkus Paletti baut auf der kleinen Wiese am Sudhaus seine Zirkusarena auf. Jonglieren, Seiltanz und mehr aus der Welt der Artisten selbst ausprobieren – das geht unter fachkundiger Anleitung bei dem Zirkus aus Mannheim. Wer sich zwischendurch auspowern möchte, kann nach Herzenslust in einer der beiden Hüpfburgen toben. Für durstige Kinderkehlen haben die Getränkestationen alkoholfreie Getränke wie Mineralwasser und Fassbrause im Sortiment.

INFO:

Das Weldefest – 26.-28.7.2019

Weldegarten & Welde Braumanufaktur, Brauereistr. 1, 68723 Plankstadt

Mehr Infos auf https://www.welde.de/weldewelt/

Craft Beer Verkostungen beim Weldefest (Sa + So)

Samstag 27.07.2019

16.00 Uhr | Bier & Käse – Biersommelier Malte Brusermann

18.00 Uhr | „Wunderwaffe Hopfen“ – Der Bierpadre

Sonntag 28.07.2019

13.30 Uhr | Bier & Käse – Biersommelier Malte Brusermann

15.00 Uhr | Prämierte Biere – Braumeister & Biersommelier Stephan Dück

16.30 Uhr | „Wunderwaffe Hopfen“ – Der Bierpadre

Zu allen Verkostungen wird Brot vom Artisan Boulanger Peter Kapp gereicht.

Teilnehmerzahl begrenzt. Preis pro Person pro Verkostung: 20 Euro. Tickets sind online erhältlich im Vorverkauf, solange der Vorrat reicht.