
Winterzeit ist Bockbierzeit. Doch eine Brauerei feiert den kräftigen Bierstil sogar das ganze Jahr. In 2023 riefen die niedersächsischen Macher des Einbecker Brauhauses sogar das „Bockbierjahr“ aus und veranstalteten gleich mehrere Events rund um das Thema. Ganz nach dem Motto: „Einbeck bockt!“ Ziel war es den historischen Bierstil noch bekannter zu machen. Klar, durfte auch ein spezieller Sud für das Jubeljahr nicht fehlen. So legten die Einbecker einen 6,5-prozentigen Weizenbock mit 16 Prozent Stammwürze auf.
Zugegeben, ich stehe ich total auf Weizenböcke, sodass ich mich sehr auf dieses Bier gefreut habe. Jetzt hatte ich es endlich im Glas, wo sich der Weizenbock in einem gelborangen Farbton mit gleichmäßiger Trübung zeigt. Die cremige, feinporige und weiße Schaumkrone rundet das Bild ab und sorgt schon mal für einen einladenden Anblick. Die Nase wird von einem reichen Bouquet aus fruchtigen und würzigen Noten umworben. Im Duft schmeicheln Aromen von reifen Bananen, Nelke, Honig und einem Hauch von Vanille. Auf der Zunge präsentiert sich eine Balance zwischen den süßen, malzigen Nuancen und fruchtigen Akzenten. Das Mundgefühl definiert sich durch eine sanft moussierende Kohlensäure, sodass der Weizenbock angenehm cremig-vollmundig, aber keineswegs mastig daherkommt. Noten von reifer Banane, einem würzigen Nelken-Touch und eine angenehme Karamell-Anklänge tanzen auf der Zunge. Eine spürbare Herbe wirkt dem dezent süßen Charakter entgegen und gestaltetet ein langes und harmonisches Finish.
Fazit: Mit seiner ausgewogenen Komplexität, der vollmundigen Textur und einer hohen Drinkability ist dieses Bier eine wahre Freude für die Sinne. Als bekennender Weizenbock-Fan wurde ich mit dieser Version des Einbecker Brauhauses wirklich beglückt. Ich bin schon gespannt, was sich die Erfinder des Bockbieres für das kommende Jahr einfallen lassen.