Top-Brauer: Markus Hoppe von Hoppebräu – wilde Biere als Erfolgsgeschichte

Foto: Markus Hoppe
Markus Hoppe von Hoppebräu

Er begann seine Brauerkarriere auf der Flitterwocheninsel Mauritius, 9000 Kilometer von seiner bayerischen Heimat entfernt. Nur wenige Jahre später startete Markus Hoppe mit dem Bau seiner eigenen Brauerei in Waakirchen nahe des Tegernsees. Seinen Erfolg verdankt der Bayer seinen Suden, die nicht nur mit ungewöhnlichen Namen wie „Wuidsau“, Wuide Hehna“ oder „Fuchsteufelswuid“ bei den Konsumenten punkten. Hoppes Biere sind kreativ, überfordern jedoch durch eine hohe Trinkbarkeit keine Craft-Novizen. Gern tüftelt Markus auch an aromatisch extremeren Suden. Momentan füllt er ein dunkles Bier in Flaschen, das in Whisky-Fässern reifte. Und weil der Bayer das ganze Portfolio von Helles, India Pale Ales und fassgereiften Bieren in hoher Qualität liefert, gehört Markus für mich zu den besten Craft-Brauern der Republik.

 

Wann hast du dein erstes Bier gebraut und wie ist es geworden?

Das war 2009 während meiner Ausbildung in der Schlossbrauerei Maxlrain. Da ich mich bereits etwas auskannte, ist das Bier ganz super geworden. Ein Jahr später habe ich dann auf meiner 100-Liter- Versuchsbrauerei zuhause das erste Bier ganz alleine gebraut. Das war ein Märzen mit Flaschengärung und wurde erstaunlich gut. Der zweite Sud, ein Weißbier, war dann leider eine Katastrophe. Aber das gehört zum Bierbrauen dazu. Learning by doing eben. Nur dann kann am Ende was Besonderes dabei rauskommen.

 

Was macht für Dich ein wirklich außergewöhnliches Bier aus?

Schwere Frage. Ich will den Gedanken des Brauers kennen und nachempfinden, ob er diesen auch wirklich getroffen hat. Wenn das zutrifft, dann bin ich begeistert. So merke ich, dass es sich beim Brauer um Leidenschaft dreht und nicht darum, im aufstrebenden Craft-Biermarkt nur schnelles Geld zu machen. Mir muss nicht jedes Bier schmecken, aber es sollte dem Bierstil entsprechen und qualitativ top sein.

 

Welchen Biertyp trinkst Du am liebsten und warum?

Jedes Bier hat einen richtigen Moment. Aber zwei Typologien sagen mir momentan besonders zu: Einerseits sind das Session Pale Ales, die leicht und mit wenig Alkohol, dafür aber herb und fruchtig daherkommen. Andererseits stehe ich auf Imperial Stouts – in allen Varianten, gern auch fassgereift.

 

Was sind Deine Lieblingshopfensorten?

Herkules, Galaxy, Callista, Calypso.

 

Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen richtig guten Craft-Brauer aus?

Ein Craft-Brauer soll sich selbst treu sein und sich nicht verbiegen. Ich werde oft gefragt, warum ich meine Biere filtriere. Ganz einfach: ich find‘s einfach geiler! Der Hopfen kommt so besser durch. Immer wieder muss ich mich dafür rechtfertigen, weil ich es ja nur machen würde, um die Haltbarkeit zu verlängern. Aber nein, ich nehme schlicht nur die Hefe weg. Dabei muss man auch äußerst genau arbeiten um keine Sauerstoffprobleme aufkommen zu lassen. Am wichtigsten ist für einen Craft-Brauer aber die Leidenschaft gepaart mit Wissen. Wer für sein Bier brennt, der kann auch einiges Zaubern.

 

Was war das schrägste Bier, das Du jemals getrunken hast?

Das schrägste Bier, das auch noch sehr gut war,  ist das „Road Jam“ von TwoRoads und das „Mexican Cake“ von Westbrook.

 

An welchem Ort der Welt würdest Du mit Deinem besten Freund gern ein Bier trinken?

In der Flying Dodo Brewing Company auf Mauritius –  um der alten, wunderschönen Zeiten willen.

 

 

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2 Gedanken zu “Top-Brauer: Markus Hoppe von Hoppebräu – wilde Biere als Erfolgsgeschichte

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