„Lingener Bier Kultur“: Craft-Festivität im Nirgendwo

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Bildcredit: Simon Feldker

„Wo zum Henker ist überhaupt Lingen?“ – genau das habe ich mich auch gefragt, als mich einige Brauer darauf ansprachen, ob ich denn am ersten Septemberwochenende auf die „Lingener Bier Kultur“ kommen würde. Schließlich solle das Craft-Bierfest in diesem Lingen wirklich cool sein. Beim Meiningers Craft Beer Award lernte ich den Veranstalter Markus Quadt kennen, der ein „nein, das ist mir zu weit“ auf keinen Fall akzeptieren wollte. Also informierte ich mich, wo Lingen überhaupt liegt: Im Emsland, nördlich von Münster und nur wenige Kilometer von der Grenze zu Holland entfernt.

Nun gut, es ist ehrlich nicht der kürzeste Weg von München, aber meine Schwester und ich werden uns diese Woche die „Lingener Bier Kultur“ mal anschauen. Bin sehr gespannt! Schließlich findet das Spektakel inzwischen zum dritten Mal statt. Im ersten Jahr kamen schon 2500 Besucher und im vergangenen mehr als 4000 Bierinteressierte. Veranstalter Markus Quadt erwartet nun noch mehr Gäste. An diesem Wochenende stellen 19 Brauereien mit mehr als 100 Bieren aus Europa auf dem Universitätsplatz aus. Darunter auch die Munich Brew Mafia aus München, Riegele und FrauGruber aus Augsburg, Mashsee aus Hannover, Hanscraft aus Aschaffenburg oder Kreativbrauerei Kehrwieder aus Hamburg sowie Jopen und Uthoka Brouwstudio aus den Niederlanden. „Mit 19 Ausstellern ist die Obergrenze erreicht“, sagt Quadt, „aber das Festival soll bewusst nicht größer werden, weil wir Bier den Stellenwert geben wollen, den es verdient“. So stehen in Lingen auch keine Aushilfen am Tresen, sondern die Chefs oder Braumeister der jeweiligen Brauereien höchstpersönlich.

Ob die Schwärmereien über die „Lingener Bier Kultur“ nun wirklich stimmen, berichte ich, wenn ich den weiten Weg aus dem Emsland zurückgeschafft habe.

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