Kampot Black: Scharfe Mixtour mit Kambodscha-Pfeffer

Kampot Black von Freigeist Bierkultur
Kampot Black von Freigeist Bierkultur

Wer noch immer von den Weihen des deutschen Reinheitsgebots überzeugt ist, sollte sich mal das „Kampot Black“ der Kölner Freigeist Bierkultur zu Gemüte führen. Dieses espressoschwarze Bier ist ganz unkonventionell mit Kampot-Pfeffer gebraut. Das ist eine nicht ganz billige Spezialität aus Kambodscha, die unter Gourmets als bester und exklusivster Pfeffer der Welt gilt und mit ganz außergewöhnlichen Aromen ausgestattet ist.

Geruch, Geschmack und Abgang werden daher auch von der Pfeffer-Spezialität dominiert. Wobei man schnell merkt, dass der Kampot-Pfeffer geschmacklich von seinem Supermarktpendant genau so weit entfernt ist, wie Holledauer Hopfen von holländischer Petersilie. Die knapp achtprozentige Bier-Mutation aus kräftigem Stout und weichem Imperial Ale kommt mit einer festen, bräunlichen Schaumkrone daher, die Lust macht auf mehr.

Die kräftigen Aromen des kambodschanischen Pfeffers werden untermauert vom Duft mediterraner Gewürze, Röstbrot und Steinfrüchten. Im Geschmack kommt zum überragenden Kampot-Charakter auch eine dezente karamellige Süße sowie ein Hauch Orient-Kaffee hinzu.

Mein Fazit: Eine mutige Komposition der Freigeister aus Köln. Aber leider werden die Hopfen- und Fruchtaromen doch etwas vom Pfeffergeschmack überlagert. Der Einsatz der ostasiatischen Gewürzspezialität ist wohl etwas zu großzügig ausgefallen, was dem Bier etwas von seiner Balance nimmt und zu einer dominanten Schärfe führt. Experimentierfreudige Craft-Bier-Fans sollten das „Kampot Black“ vielleicht mal zu frischen Erdbeeren probieren…

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