St. Erhard: Bernstein aus dem Keller

Ungewöhnliches Design, dominierende Malznoten und eine angenehme Herbe. Dieses fränkische Kellerbier ist einfach mal etwas anderes

Foto: privat
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Die Idee für dieses Kellerbier entstand während eines Auslandssemesters des Gründers Christian Klemenz. Deutsches Bier sollte nach Aussagen der Entwickler mehr in Indien etabliert werden. So riefen dann Vincent Osterloh, Thies Dibbern und Christian Klemenz gemeinsam mit ihrem indischen Partner Vikanshu Hargava das „St. Erhard“ ins Leben. Gebraut wird es mit Hilfe eines Braumeisters in der Rittmayer Brauerei in Hallerndorf. Mehr dazu seht ihr in diesem Video:

Feiner Hopfens Verkostungseindrücke

Zuerst fällt die untypische Optik des St. Erhards auf: Die Flasche ist durchsichtig. Aber um das Bier vor Lichteinstrahlung zu hüten, ist die Flasche nach Aussagen der Hersteller von einem UV-Schutz ummantelt. Farblich leuchtet das fränkische Kellerbier bernsteinig, fast schon orange, durch das Glas. Ich finde das macht es schon vor dem Öffnen sehr appetitlich. Im Geruch breiten sich Karamell- und Röstaromen in der Nase aus. Der Geschmack ist deutlich intensiver als der Geruch. Das Bier ist süffig und herb, passt also nicht nur gut zum indischen Markt, sondern auch in den derzeitigen deutschen Sommer mit 35 Grad Hitze. Ganz klar überwiegen die Malznoten. Eine leichte Hopfenbittere ist dennoch wahrnehmbar. Im Hintergrund bewegen sich grasige Nuancen und ein Hauch des Aromahopfens. Im Abgang ist der individuelle St.Erhard-Geschmack leider schnell verflogen.

Fazit: Ein herbes, ungespundetes (wenig Kohlensäure) und süffiges Kellerbier. Mal etwas anderes. Dennoch: Ich greife gerade bei den jetzigen Temperaturen doch lieber zu einem fruchtigen IPA.

Wer probieren möchte kann sich das St. Erhard hier bestellen.

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