Neumarkter Lammsbräu: Bio trifft Bock

Der „1628 Weizenbock“ in extrem limitierter Auflage wirkt überraschend samtig und weich für ein Starkbier mit sieben Prozent Alkohol. Harmonische ausbalancierte Aromen machen das Bier – trotz hohem Alkoholgehalt – zum Genusserlebnis.

Foto: Mareike Hasenbeck
Foto: Mareike Hasenbeck

Lammsbräu aus der Oberpfalz

Der Neumarkter Lammsbräu ist nach eigenen Aussagen seit 30 Jahren die führende Bio-Brauerei der Welt. Die Rohstoffe stammen aus vier Quadratkilometern ökologischem Anbau aus der Region. Außerdem wird dort noch selbst gemälzt. Mit 19 verschiedenen Sorten bietet Lammsbräu allen Bio-Bierfreunden ein breites Spektrum – sogar das erste aus Gerstenmalz gebraute glutenfreie Bier.

Wissenswertes über „1628 Weizenbock“

Für den auf 700 Flaschen limitierten Weizenbock komponierten die Experten der Neumarkter Lammsbräu ein Malz aus traditionellen Weizensorten, die angeblich nur noch im Bio-Landbau zu finden sind sowie oberpfälzer Braugerste. Im Sud des Bocks verbindet sich der Hersbrucker Bio-Hopfen mit der Bio-Hopfensorte Cascade, die ursprünglich aus den USA stammt. Der Cascade-Hopfen wird erst nach dem Würzekochen zugefügt, so dass seine feinen Aromastoffe erhalten bleiben. Beide Hopfensorten werden als ganze Naturdolden hineingeworfen. Im Gärkeller rundet die selbstgezüchtete Bio-Hefe das Bier ab. Das Datum 1628 weißt übrigens auf die erste urkundliche Erwähnung von Brauerei und Gasthaus „Zum Goldenen Lamm“ hin.

Feiner Hopfens Verkostungseindrücke

Ich dachte mir, zu Ozeangetier muss es nicht immer ein IPA sein. Deswegen probierte ich heute zu meinem Meeresfrüchte-Risotto den Neumarkter Lammsbräu „1628 Weizenbock“. Das passte wirklich perfekt.

Farblich scheint das Bier in einem naturtrüben gold-gelb im Glas. Es entfaltet sich eine fruchtige Aromablume mit bananigen Nuancen und einem Hauch Grapefruit. Beim Antrunk fällt zuerst die Vollmundigkeit auf. Das Bier umspielt sanft-weich die Zunge. Es wirkt sehr fein. Im Geschmack überwiegt eine Süße von reifen Früchten und Malz. Ich bin der Meinung es mundet wie eine Gold-Kiwi. Eine ganz feine Bitternote balanciert den Weizenbock angenehm aus.

Mit solchen harmonischen Aromen und einem samtigem Finale, das wie ein cremiger Schmelz erscheint, entpuppt sich das Bier als köstlicher Trinkspaß auf hohem Niveau. Da gibt es wirklich nichts zu meckern. Dass es sich hierbei allerdings um ein sieben prozentiges Starkbier handelt, fällt mir überhaupt nicht auf.

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4 Gedanken zu “Neumarkter Lammsbräu: Bio trifft Bock

  1. Pingback: Neumarkter Lammsbräu: Bio trifft starken Bock | Feiner Hopfen

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