Craft-Bier des Monats: „IPA 2+3“ – alkoholfreie Offenbarung

20170524_105316Sebastian Priller und sein Team sind bekannt für echte Spezialitäten und große Experimentierfreude. Gerade erst zeichnete das Meiningers Craft Magazin die Augsburger zum „Craft-Brauer des Jahres 2017“ aus. Und jetzt manifestiert die Riegele-Crew einen neuen Trend der modernen Bierszene. Beim Genuss der neuen Kreation des Hauses geht nicht nur autofahrende Craft-Liebhaber das Herz auf: „IPA 2+3 Liberis“ heißt der alkoholfreie Hopfensaft. „Die Zeit ist reif für so ein Bier“, bekräftigt Priller.

  •    Brauerei: Riegele Biermanufaktur
  •    Bierstil: alkoholfreies India Pale Ale
  •    Alkoholgehalt: alkoholfrei
  •    Farbe: sonnengelb
  •    Schaum: feinporig, cremig
  •    Hopfen: Mandarina Bavaria, Simcoe, Amarillo
  •    Malz: Pilsener, Steffi Malz, Weizenmalz
  •    Hefe: Irish Ale, Riegele Hefe

In einem attraktiven Orangeton – wie feinstes IPA – strahlt das Augsburger-Alkoholfreie im Glas, gekrönt von einem feinporigen, schneeweißen Schaum. Im Duft und auf der Zunge zeigt sich der Cocktail der eingesetzten Hopfensorten mit vollem Fruchtspektrum: gelbe Steinfrüchte, Papaya und Zitrus wie Grapefruit und Orange vereinen sich zu einem spannenden und harmonischen Gesamtbild. Der Körper wirkt keineswegs wässrig oder langweilig, wie bei so vielen alkoholfreien Bieren. Am Gaumen ist noch eine dezente Karamellnote sowie eine grazile Bittere im Abgang wahrnehmbar. Eine zarte Säure bringt eine spritzige Frische mit sich.

Fazit: Aus einigen Gesprächen habe ich rausgehört, dass viele Craft-Bierfans der Meinung sind, es braucht kein Alkoholfreies in der Szene. Sehe ich nicht so. Jeder kommt mal in die Situation, dass vor der Tür der Craft-Kneipe noch der Kraftwagen wartet. Aber nicht nur für Leute, die mit dem Auto noch nach Hause müssen, ist dieses fruchtige IPA ein Hochgenuss – auch als Feierabend-Schmankerl, zu Fischgerichten oder im Sommer, wenn die Sonne heiße Temperaturen vom Himmel brennt. Probiert es, es lohnt sich.

 

Brauhaus Riegele: Pils in Reinform

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Wiederholungstäter: Zuhause musste ich das Riegele „Amaris 50“ gleich noch mal probieren…

Wenn man im Biergarten des Brauhauses Riegele in Augsburg sitzt, und gesellig ein paar Biere genießt, dann ist nicht nur der Trunk beeindruckend, sondern auch das Szenario. Inmitten des gemütlichen Anwesens steht eine 200 Jahre alte Buche, die mit ihrer Größe fast dem ganzen Biergarten Schatten spendet.

Kürzlich besuchte ich für eine Story den Brauerei-Chef Sebastian Priller in seinem Reich. Ich bestellte mir das „Amaris 50“. Ein Pils mit smarten fünf Umdrehungen und vier Hopfensorten: Hallertauer Perle, Opal, Hersbrucker und Tettnanger Mittelfrüh. Die 50 im Namen steht übrigens für die Bittereinheiten – also kein Hopfenhammer, aber ein gut ausbalancierter Tropfen. Golden strahlt das Bier mit einer schönen Schaumkrone im Glas. Es duftet grasig, kräuterig, blumig und ein wenig nach Zitrone. Auf der Zunge kommt das Amaris-Pils dann trocken, spritzig und würzig. Es vereinen sich herbe grasige Noten mit mediterranen Kräutern und einem Hauch Zitrus. Die sanfte Bittere bleibt sogar noch einige Zeit an der Kehle haften.

Fazit: Mit dem Amaris legt Riegele – abseits vom Standard deutscher Massenware – ein schlankes, sehr würziges und erfrischendes Pils vor: lecker, spritzig und süffig. Macht Appetit auf mehr und passt ideal zu warmen Sommernächten und zu jedem Grillfest, bei dem man bis Mitternacht durchhalten will.