Partnerprogramm: Riegele BierManufaktur bringt neue fassgereifte Spezialität heraus

Credit: Riegele BierManufaktur

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Seit Jahren steht die Riegele BierManufaktur für handgemachte Bierspezialitäten. Auch 2019 haben sich die kreativen Köpfe um 12-Sterne Braumeister Frank Müller und Biersommelier-Weltmeister Sebastian Priller-Riegele an die Königsklasse der Braukunst gewagt: Die Holzfassreifung. „Magnus 19 – Edition Rubin“ ist das 5. Jahrgangsbier aus der Augsburger Bierschmiede und besticht mit Aromen von Zartbitterschokolade und Süßkirsche – ein tiefschwarzer Jahrgang für echte Genussmomente.

Credit: Riegele BierManufaktur

Magnus 19 wurde in reiner Handarbeit in der Riegele BierManufaktur gebraut und in edlen Kirschbrand-Fässern ausgebaut. Diese besondere Lagerung bringt eine ruhige Perlage und weinige Holznuancen mit sich. Kräftig geröstete Malze sorgen für eine tiefdunkle Farbe und ein dominierendes Aroma von Bitterschokolade, abgerundet durch feine Kaffee- sowie Barrique-Noten und perfekt ergänzt durch die Veredelung mit süßer Rubin-Kirsche. Die 11Prozent Alkohol des Magnus 19 entfalten ihr volles Aroma am besten bei einer Genusstemperatur von 18 Grad. „Die perfekte Begleitung zu edlem Blauschimmelkäse“ schwärmt Sebastian Priller-Riegele.

Magnus 19 ist auf 1000 Flaschen limitiert und ab Mitte November bei ausgewählten Spezialitätenhändlern sowie Craft-Bier- und Online-Stores – sowie im Riegele BierLaden direkt in der Brauerei.

Partnerprogramm: Herbstzeit ist Barley Wine-Zeit

Credit: Braufactum

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Die Historie des Barley Wines geht zurück ins 18. Jahrhundert. Wegen turbulenten Zeiten in England und Konflikten mit weinproduzierenden Ländern, war eine Versorgung nicht immer gewährleistet und die Weinvorräte rar. So musste vor allem für die Adelshäuser eine Alternative zum beliebten Rebensaft her. Es entstand ein komplexes Strong Ale mit hohem Alkoholgehalt, hoher Stammwürze und eher geringer Kohlensäure. Durch obergärige Hefen bekommt der Barley Wine seinen fruchtig-weinigen Geschmack. Farblich schwankt er traditionell zwischen einem Bronze- und Mahagoni-Ton. Inzwischen unterscheidet man zwischen einer englischen und einer amerikanischen Variante. Dabei weist der englische Barley Wine eine Balance zwischen Hopfen und Malz auf, während sich der US-Vertreter eher durch Bittere und Hopfenaroma charakterisiert.

Gezeichnet von Christina Schönberger

Ein Musterbeispiel für eine moderne Interpretation eines klassischen Barley Wines ist „Arrique“ von Braufactum aus Frankfurt. Nach der Gärung reift das 13,5-prozentige Ale drei Monate im Barriquefass aus amerikanischer Eiche. Schon früher lagerten Brauer das Bier gern in Fässern, die sie häufig über den Brauerei-Hof rollten, um die Hefe zu neuer Tätigkeit zu animieren. Und genau das beschreibt auch die neue Etikettengestaltung des Braufactum-Ales. Das Etiketten-Gemälde zeichnete Christina Schönberger von Barth-Haas.

Aber nicht nur die Flaschenoptik wirkt attraktiv. Das Bier präsentiert sich in einem ansprechenden Karamellton mit geringer Schaumbildung im Glas. Auch im Bukett zeigt sich eine Karamellnote, die sich mit getrockneten Pflaumen vereint. Im Geschmack dringt ein Aroma von Getreide und Trockenfrüchte durch. Eine zarte Bitterkeit gleicht die dezente Süße aus. Die seidige Textur rundet den Barley Wine ab. Eine ideale Versuchung jetzt für die Herbsttage.

„Arrique“ mit neuer Ausstattung ist nun im Online-Shop bei Braufactum verfügbar.

Brauer als Brandmeister

Bier-Brand, Hopfen-Gin oder Doppelbock-Elixiere: Immer mehr Brauer steigen mit ungewöhnlichen Destillaten ins Spirituosen-Business ein und schaffen sich mit ihren klassischen Rohstoffen ein zweites Standbein.

Credit: Steven P. Carnarius

Wann genau die ersten Braumeister aus ihren Suden hochprozentige Brände destillierten, weiß bis heute eigentlich niemand so recht. Aber wahrscheinlich waren es wieder mal schlaue Mönche, die früher schließlich alles aus dem Garten Gottes in Alkoholika verwandelten. Erst viel später haben findige Brauer ihre misslungenen Gerstensäfte retten wollen und zu Schnaps verarbeitet. Das Ergebnis dieser Resteverwertung waren meist hochprozentige Rachenputzer, die so manchen Konsumenten in die Knie zwangen.

Was heute aus den Alchimistenküchen der Craft- und Spezialitätenbrauer in die Regale kommt, hat mit diesem Ursprungsgesöff nicht mehr viel zu tun. Wenn Nachwuchsbrenner der Kreativbierszene heute ihr Portfolio mit Genussbränden erweitern, dann setzen sie auf höchste Produktqualität und verwenden dabei meist Rohstoffe aus eigener Produktion. Die Vielfalt der Destillate reicht dabei vom fruchtigem IPA-Brand über hopfengestopften Gin, vom Brandy mit Brettanomyces-Hefe bis zum Whisky aus dem Stout-Fass. Um ihre Genusspalette zu komplettieren, entwickeln immer mehr Brauer gemeinsam mit Profibrennern ihre bierspezifischen Destillate oder investieren gleich in eigenes Brenn-Equipment. Dass die Qualität solcher Elixiere seit Jahren immer besser wird, bestätigt auch der Bamberger Bier- und Edelbrandsommelier Markus Raupach: „Vor allem Bierbrände kommen allmählich aus dem einstigen Schmuddel-Image raus und zeigen ganz neue Genusswelten auf.“ Für Raupach hat der neuerliche Qualitätsschub einen einfachen Grund. Seitdem 2018 das alte Branntweinmonopol in Deutschland gefallen ist, werden Brenner nicht mehr staatlich subventioniert, sondern müssen ihre Produkte selbst an den Konsumenten bringen. Seitdem würden der Qualitätsanspruch und die Lust am Experimentieren deutlich steigen.

Dieses Stadium haben amerikanische Brauer längst hinter sich und überraschen seit Jahren beim Laborieren mit Hochprozentigem durch immer neue Variationen. Eine der ersten US-Brauereien, die sich an die Brennblasen wagte, war die Anchor Brewing Company in San Francisco, dessen Macher vor rund 26 Jahren eine Kleinbrennerei unter dem Firmennamen Anchor Distilling eröffneten. Direkt neben der Braustätte begann ein professionelles Team damals die Produktion eines Single Malt Whisky namens „Old Potrero“, den die Brandmeister aus 100 Prozent Roggen in echten Pot Stills destillierten. Inzwischen gibt es den kalifornischen Whisky mit edler Aufmachung in zahlreichen Ausführungen.

Dass Brauer auch Whisky produzieren, ist nicht abwegig. Schließlich ist die Bierherstellung eine Vorstufe der Malt-Whisky-Produktion, denn bis auf die Destillation sind viele Arbeitsgänge gleich. Besondere Interpretationen dieses Brandes legt Dogfish Head Brewing aus Milton vor. Diese basieren meist auf einem speziell eingebrauten, besonders kräftigen Spezialsud. Derzeit führt Dogfish neben einem in Rumfässern gelagerten Malt Whisky, rund ein Dutzend weiterer Brände im Portfolio: Erdnuss-Wodka, Apfel-Brandy oder einen mit Cascade-Hopfen gebrannten Gin. Der Wodka stützt sich auf vorhandenes Braumalz, der Brandy wurde mit Brettanomyces-Hefe vergoren. „Wir nutzen jeden kreativen Ansatz, um neue und ungewöhnliche Ideen bis an die äußerste Grenze zu treiben“, sagt Dogfish Head-Chef Sam Calagione.

Inzwischen entdecken aber auch vermehrt deutsche Brauer die Liebe zur eigenen Spirituose und sammeln damit erste Auszeichnungen ein. Zahlreiche Ehrungen konnte beispielsweise der Elch Bräu in der fränkischen Schweiz verbuchen. Mit seiner 1.000-Liter-Brennblase experimentiert Brauerei- und Brennerei-Chef Georg Kugler an ganz individuellen Destillaten. In uralten Felsenkellern lässt der fränkische Bier- und Edelbrandsommelier neben Williams-, Quitten- und Kirsch-Spirituosen auch feinste Brände aus Torfmalz und Bockbier schlummern. Kuglers Ziel ist es, sich künftig noch mehr mit Whisky zu beschäftigen.

Da hat die badische Staatsbrauerei Rothaus aus dem Schwarzwald dem Franken schon etwas voraus. Braumeister Max Sachs entwickelte schon vor knapp 15 Jahren die Idee, einen „Black Forest Single Malt Whisky“ mit regionalem Touch herzustellen. Da die Braustätte aber kein Brennrecht besaß, taten sich die Badenser mit der Destille Kammer-Kirsch aus Karlsruhe zusammen. Mit klarem Schwarzwaldwasser und heimischem Braumalz maischt Sachs ein, lässt die hochkonzentrierte Würze vergären und überführt das Produkt anschließend zur Brennerei, wo es destilliert wird und zur Vollendung mindestens drei Jahre in Ex-Bourbon-Fässern reift.

Stephan Michel von Mahrs Bräu. Credit: Steven P. Carnarius

Auch Stephan Michel, Chef vom Mahrs Bräu in Bamberg, setzt auf Single Malt Whisky. Der ehrgeizige Franke investierte gleich in eine vollautomatische, hauseigene Brennerei, in der die Sprit-Crew jetzt den Mahrs-Whisky vierfach brennt, drei Jahre in französische Barriques packt und anschließend in Rum-, Cognac- oder Sherry-Fässern veredelt. „Unser Whisky ist nichts für normale Single Malt-Freaks“, urteilt Mahrs-Chef Michel, „er besticht eher durch ein mildes Vanillearoma und ist auch an weibliche Zielgruppen gerichtet.“ Für seine bereits seit längerem produzierten Bier-Destillate plant der Bamberger künftig ein eigenes Label.

Credit: Schlenkerla

Aber was genau ist eigentlich ein Bierbrand? Die Spirituose, darf nur dann so bezeichnet werden, wenn sie durch die Destillation von frischem Bier entsteht und geschmackliche Merkmale vom Grundprodukt vorlegt. Stiltypisch dafür sind etwa die Brände der Rauchbierbrauerei Schlenkerla in Bamberg, die nach der Destillation ihren unverkennbaren Rauchgeschmack vorweisen. Seit kurzem gibt es den Trunk auch in einer weiteren Variante: das Destillat lagert auf Rauchmalz und bekommt dadurch eine ähnliche Farbe und ein ähnliches Aroma wie ein schottischer Whisky. Laut Schlenkerla-Chef Matthias Trum ist dieses Verfahren einzigartig bei der Herstellung von Bierbränden, sodass er es bereits patentieren ließ. Für ihn ist klar: „Durch solche Brände wird die Kulinarik des Bieres deutlich erweitert.“

Bei den Spielmöglichkeiten mit Hopfen und Malz sind der Experimentierfreude bei Bierbränden kaum Grenzen gesetzt. So lassen etwa die Macher vom Stiegl-Gut Wildshut in Österreich ihren „Urbierbrand“ in speziellen georgischen Amphoren reifen, während ein Kreativ-Brauer wie Christian Hans Müller von Hanscraft aus Aschaffenburg sein 40-prozentiges Bierdestillat „Saison Julie“ im Spessart-Eichenfass für ein zart-cremiges Aroma und ein kernig-malziges Finish schlummern lässt. Auch das Craft-Label „Von Freude“ aus Hamburg rühmt sich mit einem Bierbrand namens „Glasklar“. Die Chefs beschreiben das Produkt als Essenz ihres Bieres „Ale Primeur“, das einen hopfig-malzigen Duft von reifen Steinfrüchten und Karamell besitzt.

Und die Munich Brew Mafia setzt bei der Produktion ihres „Manolo Pistolo“ auf ein stark gehopftes Pale Ale als Grundbier für den Brand. Braumeister Dario Stieren wertet sein hochprozentiges Produkt als genussvolle Ergänzung zum Bier-Portfolio und hält es nicht für ausgeschlossen, dass von seinem Team noch mehr Hochprozentiges kommt: „Es gibt hochspannende Synergien zwischen Bier und Spirituose, so könnte unser Brand beispielsweise auch als Grundstoff für Liköre oder andere Geister dienen.“

Auch Craft-Tausendsassa David Hertl hat den Trend zu härteren Drinks schnell ertastet. In seiner Braumanufaktur im fränkischen Schlüsselfeld begann er unlängst mit einem IPA-Brand und produziert jetzt auch einen Hopfen-Gin. Als Basis dient ein Bierdestillat, das mit mazeriertem Zitronengras, Wacholder, Hopfen und Malz versehen wird und sechs Wochen reift. Anschließend stopft Hertl den Gin noch mit den Hopfensorten Sorachi Ace und Mandarina Bavaria – so bekommt die Wacholder-Spirituose ein süßliches Aroma von Kokos und Orange. Aktuell entwirft er dazu noch ein passendes Hop-Tonic-Water. Aber warum macht er das Alles? „An der Brennblase mit unseren Rohstoffen zu spielen, ist im Leben eines Brauers einfach einen Riesenspaß“, jubiliert der quirlige Jungbrauer.

Credit: Braumanufaktur Hertl

Erschienen im Meininger’s CRAFT Magazin für Bierkultur.

Ratsherrn: Bockige Tradition mit Kreativ-Touch

Gestern Abend läuteten acht Hamburger Brauer mit dem Anstich ihres Senatsbock wieder die fünfte Jahreszeit ein. Schon vor 50 Jahren pflegten Brauereien in der Hansestadt die Tradition, gemeinsam einen kräftigen Doppelbock einzubrauen – bis der Brauch irgendwann einschlief. Doch durch das Interesse an ungewöhnlichen Suden reanimieren 2015 namhafte Braustätten wie Ratsherrn, Blockbräu, Gröninger, Joh. Albrecht, Kehrwieder, Landgang, Überquell und Wildwuchs die alte Lust am Bock. Eines hat sich jedoch inzwischen verändert: Heute produziert zwar jeder Brauer das gleiche Grundrezept, dem Bier wird jedoch ein individueller Touch im Stil des jeweiligen Hauses geschenkt. Ich hatte die Version von Ratsherrn gestern auch im Glas.

Für den Senatsbock 2019 hat das Brau-Team aus den Schanzenhöfen den neuen Sud mit dem Trunk aus 2016 verschnitten, der 20 Monate im Brandy-Fass reifte und zusätzlich auf Eichenholzchips lagerte. Das klingt doch schon mal ziemlich vielversprechend. So fließt der 7,3-prozentige Bock in einem dunklen Kastanienbraun ins Glas, getoppt von einem cremigen und beigefarbenen Schaum. Im Duft präsentieren sich malzige Aromen vom typischen Doppelbock, die sich mit Anklängen von Schokolade, Sauerkirschen, Vanille und Holz sowie mit dezenten Röst-Noten vereinen. Samtig-weich rinnt das Bier auf die Zunge, wo sich auch malzige, rösttönige und schokoladige Feinheiten ausbreiten. Dazu paaren sich angenehme Klänge von Waldbeeren, Holz und Brandy. Das alles mündet in ein tolles Finish, das von einer sanften Herbe der eingesetzten Hopfensorten Hallertauer Mittelfrüh und Amarillo begleitet wird.

Fazit: Ein wirklich toller Doppelbock, in dem die Aromen sehr harmonisch abgestimmt sind. Es gibt bei diesem Edelstoff kaum eine Nuance, die überladend den Sud dominiert. Hoffentlich schaffe ich es im kommenden Jahr mal beim Anstich in Hamburg dabei zu sein… Danke Ratsherrn für die Kostprobe!

Munich Brew Mafia: Wärmflasche für Kapitäne 

Vorsicht, die Brew Mafia schießt wieder scharf: Gerade erst legten die Münchner ihr neues Imperial Stout namens „El Capitano“ vor, das zur Vollendung im Jamaica Rumfass schlummerte. Das nachtschwarze Hammerbier legt ordentliche zwölf Prozent vor und ist mit dem französischen Hopfen Barbe Rouge gebraut.

In die Nase strömen sofort Aromen vom Holzfass, die sich mit Zartbitter-, Rum- sowie Kirschnoten und einem sahnigen Touch vereinen. Auf der Zunge zeigt sich erst eine leichte Alkoholschärfe, bis sich Anklänge von Holz, dunkler Schokolade und Filterkaffee bemerkbar machen. Schließlich lässt sich noch ein Hauch Zitrus vom eingesetzten Hopfen wahrnehmen. Das Mundgefühl präsentiert sich cremig-weich. Im Finish verabschiedet sich das kräftige Stout knochentrocken mit röstig-malzigem Charakter.

Fazit: Dieses Bier ist definitiv eine flüssige Wärmflasche. Wer es stark mag, bekommt mit „El Capitano“ eine komplexe, runde und nicht zu überladene Spezialität. Aber: Unbedingt etwas wärmer trinken, damit sich das ganze Aromaspiel ausbreiten kann. Guter Schuss, liebe Brew Mafia.

Munich Brew Mafia: Wärmflasche für Kapitäne

Hanscraft & Co.: Nachtschwarzes Hammerstout als Cuvée

20181207_142226Christian Hans Müller überraschte schon in den vergangenen Wintern mit ein paar richtig guten fassgereifte Spezialitäten. Gerade legte der Hanscraft-Chef aus Aschaffenburg wieder was ganz Besonderes vor: Ein 10,5-prozentiges Imperial Stout namens „Vintage 2018“. Dafür lagerte das Jahrgangsbier mehrere Monate in Whiskey- und Weinbrandfässern, bis es zu einer Cuvée verschnitten wurde.

Schon fast ölig gleitet das Hammerstout nachtschwarz ins Glas. Ein mokkafarbener, cremiger Schaum bedeckt die Oberfläche. Das Bier duftet leicht röstig, nach Zartbitterschokolade und etwas holzig mit Anklängen von Whiskey und Weinbrand. Auf der Zunge breitet sich die dunkle Schönheit samtig-weich mit einer moderaten Kohlensäure aus. Aromen von Röstmalz, Holz, Zartbitterschokolade, Dörrobst und Whiskey präsentieren sich angenehm. Im Finish zeigt sich noch eine zarte Karamellnote, bis sich das Stout knochentrocken verabschiedet.

Fazit: Ein wirklich gelungenes fassgereiftes Bier. Die Aromen des Stouts und die Noten der Fässer mit den jeweiligen Vorbelegungen sind harmonisch eingebunden und machen das „Vintage 2018“ zu einem runden Gesamtbild. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar Flaschen besorgen und diese im Keller ein paar Jahre reifen lassen.

Ratsherrn: Die Rache des Captain Ahab

Ratsherrn Ahabs RevengeFassgereifte Biere scheinen in diesem Jahr so beliebt zu sein, wie noch nie zuvor. Gerade erst stellte auch die Ratsherrn Brauerei aus Hamburg eine solche Spezialität in die Regale. Dabei geht es aber nicht um ein Imperial Stout, sondern um ein in Barrique-Gebinden spontanvergorenes „Sour Barrel Aged Belgian White Ale“. Das Hanseaten-Team ließ für diese Version ihr „Moby Wit“ fast drei Jahre in Madeira- und Bordeaux-Fässern schlummern.

Das Ergebnis heißt „Ahab’s Revenge“, besitzt 5,8 Prozent Alkohol und schwimmt in einem trüben Goldorange-Ton im Glas. In diese Nasen strömt ein frischer Duft von Joghurt und Vanille mit einem ergänzend hefigem, holzigem sowie fruchtigem Charakter. Auf der Zunge präsentiert sich das fassgereifte Bier cremig-weich mit einer moderaten Säure und einem weinigen Anklang. Dazu gesellen sich mostige Fruchtnoten, die an Birne erinnern, sowie Aromen von Joghurt und Vanille. Im Finish bleibt eine gewisse Würzigkeit noch lange am Gaumen zurück.

Fazit: Dieses Bier ist wirklich eine Verkostung wert. So eine fassgereifte Variation habe ich bisher selten im Glas gehabt und muss sagen: ich bin begeistert. Das Aromaspiel ist komplex, aber schön harmonisch und keinesfalls zu sauer. Bietet sich auch als schmackhafter und frischer Aperitif an.

Partnerprogramm: Riegele BierManufaktur stellt neues holzfassgereiftes Jahrgangsbier vor

Riegele_Magnus 18[Sponsored Post] Seit Jahren steht die Riegele BierManufaktur für ausgefallene Brauspezialitäten, Kreativität und Qualität. Auch 2018 haben sich die Brauer um Braumeister Frank Müller und Biersommelier-Weltmeister Sebastian Priller-Riegele einem Thema gewidmet, das in der Branche als Königsklasse gilt: der Holzfassreifung. Die vierte Kreation aus der Jahrgangsbier-Reihe „Magnus“ besticht – laut Herstellern – mit weinbrandinspirierten Sauernoten und Nuancen von Banane, Vanille, Honig und Eichenholz. „Fruchtig im Anklang, überraschend in der Säure und geheimnisvoll in der Erinnerung“ beschreibt Sebastian Priller-Riegele die Kreation Magnus 18 „Edition Brandy“. Wildhefen sorgen in Kombination mit zwei obergärigen Spezialhefen aus der Riegele-Hefesammlung für die säuerliche Komplexität dieses Jahrgangs. Die Lagerung auf Holz ist ursächlich für die weichen, sahnigen Vanillenuancen, die einen Gegenpol zu den weinbrandinspirierten Sauernoten bilden. Feine Aromen werden von einem vielschichtigen Körper getragen, der im zweiten Gärvorgang entsteht. Sie entfalten sich optimal bei einer Trinktemperatur von 16 Grad Celsius.