
Wer kennt es nicht: Besondere Biere hebt man sich meist auch für besondere Momente auf. Kürzlich öffnete ich nun endlich das „Laufer Sherry Lady “ von der Spitzbuckel Brauwerkstatt aus dem badischen Lauf inmitten des Schwarzwaldes. Bei dem Bier handelt es sich um einen 9,9-prozentigen Doppelbock, der mit regionalen Rohstoffen und weichem Quellwasser aus der „Laufer Spitzbuckelquelle“ gebraut ist und zur Vollendung mehrere Monate im Barrique-Fass schlummerte.
Im Glas präsentiert die badische Sonderedition, die bereits zum fünften Mal aufgelegt wurde, ein bernsteinartiges Farbspiel. Ein beiger feinporiger und stabiler Schaum liegt obenauf. Das Bukett offenbart malzige und holzige Anklänge sowie Noten von grünem Apfel, Birne, Pflaume und etwas Vanille. Auf der Zunge zeigt sich der fassgereifte Bock prickelnd-moussierend. Neben einer angenehmen Malzigkeit mit Honigaromen, breiten sich phenolische Töne von Nelke aus. Hinzu gesellen sich fruchtige Aromen von grünem Apfel, Mirabelle und Pflaume sowie etwas Umami und Sherry. Im Finish bleibt das Bier mit einer sanften Herbe noch lange am Gaumen zurück.
Fazit: „Laufer Sherry Lady“ ist ein komplexes Biererlebnis mit spannendem Aromaprofil. Neben diesem fassgereiften Doppelbock führen die Macher auch Imperial Pils, Märzen oder Stout sowie ein Bier mit Edelkastanien aus dem Schwarzwald im Portfolio. Die Spitzbuckel- Brauwerkstatt scheint sich zu einem echten Geheimtipp zu entwickeln.