Black Forest Brewing: Neue Sude aus dem Schwarzwald

Die Geschichte von Black Forest Brewing aus Hornberg beginnt 2014. Steffen Obert studierte Brau- und Getränketechnologie und lernte zeitgleich die Münchner Craftbier-Szene kennen, von der er sofort begeistert war. Sein Ziel war es von da an, auch Bierstile wie Pale Ale, IPA und Stout in den Schwarzwald zu bringen. So überzeugte er seinen besten Kumpel Dominic von der Idee eine Brauerei zu gründen. Lange tüftelten die beiden im Keller an Rezepturen. Wegen Studienabschlüssen und beruflichen Orientierungen geriet der Plan allerdings wieder ins Stocken. Steffen arbeitet als Braumeister auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem er Manuel Borchert kennenlernt. Dieser war damals passionierter Hobbybrauer. Ende vergangenen Jahres gründeten Steffen, Manuel und Dominic dann die Black Forest Brewing GmbH.

Gestern hatte ich ihre beiden ersten Sude im Glas. Beim „ALEien“ handelt es sich um ein Juniper Pale Ale mit 5,6 Prozent Alkohol. Gebraut ist das bernsteinfarbene Bier, das von einem feinporigen und schneeweißen Schaum getoppt ist, mit Wacholderbeeren. In die Nase strömen würzige Noten, die vom eingesetzten Columbus-Hopfen und den Beeren stammen. Ein sanfter Zitrus-Touch kommt noch hinzu. Im Antrunk zeigt sich das Schwarzwald-Ale leicht malzsüßlich, bis eine deutliche Würzigkeit sowie harzige Töne und etwas zitrusartiges das Aromaspiel dominieren. Das Finish ist lang und legt noch eine sanfte Herbe von 20 Bittereinheiten vor.

Bei dem zweiten Bier geht es um ein 5,5-prozentiges Sweet Stout namens „Black Forest Cake“. So landeten neben den klassischen Zutaten auch noch Sauerkirschsaft, Laktose und Kakaopulver mit im Sud. Im Glas leuchtet das Stout in einem dunkelbrauen Farbton, der schon fast ins Schwarze neigt. Die Nase wird betört mit röstigen Anklängen und Aromen von Schokolade, Kakao, Kirsche und dunkler Brotkruste. Im Antrunk zeigt sich das Bier angenehm süßlich. Auf der Zunge breitet sich das Ale weich und mit einer moderaten Kohlensäure aus. Das Geschmacksspiel setzt sich aus Noten von Milchschokolade, Sauerkirschen, Toffee und einer dezenter Röstigkeit zusammen.

Fazit: Mich freut es immer wieder, wenn neue Brauereien auf den Markt kommen, die den Biermarkt und dessen Vielfalt erweitern. Bei diesen beiden Bieren handelt es sich um saubere und spannende Biere, die durch ungewöhnliche Aromaspiele sowie eine hohe Trinkfreude überzeugen. Ich bin schon auf die nächsten Sude der Schwarzwälder gespannt.

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