Nordic Kiwi Brewers: Tutti Frutti aus Schweden

Schwedische Brauer holen Kiwi-Flair nach Europa: Das Team von Nordic Kiwi Brewers haT sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Biere überwiegende mit neuseeländischen Hopfensorten zu brauen. In ihrem achtprozentigen Double IPA namens „Tutti Frutti“ stecken gleich fünf Spezialitäten von der Insel im südlichen Pazifik, die hierzulande wohl noch kaum jemand kennt: Kohatu, Motueka, Taiheke, Wai-iti und Wakatu.

In einem attraktiven sonnengelb strahlt das Bier durchs Glas. Schon beim Öffnen der Dose strömt ein tropischer Duft in die Luft. Hält man die Nase näher gen Sud, dann wird man sofort von blumigen Noten und Aromen von reifen tropischen Früchten wie Ananas, Pampelmuse und Goldkiwi verführt. Auf der Zunge vollmundig-frisch mit dem Geschmack eines südländischen Fruchtkorbs. Mango, Maracuja, Melone und Ananas breiten sich aus und kombinieren sich mit einem würzigen Touch und einem zarten Kokos-Anklang. Im Finish bleibt das Aroma mit einer Bitterkeit von 45 IBU noch lange zurück.

Fazit: Dieses Bier hält, was der Name verspricht. Ein frischer Frucht-Smoothie, der zu jeder Zeit den tropischen Sommer an den Gaumen feuert. Ich mag Tutti Frutti!

Nordic Kiwi Brewers: Tutti Frutti aus Schweden

Stigbergets: Ein India Pale Ale der Spitzenklasse

Stigbergets Amazing Haze„Amazing Haze“ zählt laut ratebeer.com zu den besten New England IPAs der Welt. Das schwedische Craft von der Stigbergets Brauerei aus Göteborg – 2012 gegründet und vor knapp zwei Jahren komplett modernisiert – ist mit der amerikanischen Hopfensorte Mosaic gleich doppelt gestopft.

Schon am Duft merke ich, dass die Schweden keinesfalls mit dem Hopfen gespart haben. Seinem Namen macht das 5,6-prozentige Bier alle Ehre. Es ist stiltypisch total trüb und glimmert in einem appetitanregenden Honiggelb durch die Glaswand. In die Nase strömt eine erstaunliche Fülle an Aromen: Mango, Maracuja, Papaya, Stachelbeere und ein Hauch roter Waldbeeren vereinen sich zu einem umfassenden Fruchtbukett. Auf der Zunge präsentiert sich das IPA vollmundig mit einem besonders sanften Mundgefühl – das liegt wohl an der Kombination von Weizen- und Hafermalz. Auch am Gaumen zeigt der Mosaic-Hopfen seine Wirkung. Tropische Noten von Maracuja und Mango gehen eine Symbiose mit Noten von Stachelbeere und frisch gemähtem Gras ein. Im Abgang verabschiedete sich „Amazing Haze“ mit einer deutlichen, aber keineswegs anstrengenden Bittere. Außerdem bleiben die Fruchtaromen noch einige Zeit zurück.

Fazit: Ich stimme den ratebeer-Usern definitiv zu. Das schwedische New England IPA ist wirklich ein stiltypisches Musterbeispiel der feinsten Art. Und ja, ich liebe die tropischen Aromen des Mosaic Hopfens. „Amazing Haze“ ist für mich eine erfrischende Fruchtbombe für alle Tage.

Gotlands Bryggeri: Blaubeer-Bier von der Schweden-Insel

20160821_181027Einen Brautag ohne nebenbei ein paar Biere zu genießen ist langweilig. Gestern setzten meine Schwester und ich einen obergärigen Sud mit Mosaic und Chinook-Hopfen an. Nach dem Läutern öffneten wir uns das „Mors Lilla Bulldog – Blåbärs IPA“ mit 6,6 Prozent von der schwedischen Gotlands Bryggeri in Visby.

Was das Bier nun mit „Mutters kleiner Bulldogge“ zu tun hat, bleibt beim Verkosten ein Rätsel. Aber das Design hat was. Auf mehreren Etiketten der Gotländer lacht einem dieser Hund entgegen. Vermutlich eine Serie. Nun ja, jedenfalls regt die Farbe des IPAs schon mal den Appetit an: Rötlich mit einem leichten Fliederton glänzt es im Glas. Lässt also schon vermuten, dass dieses Nordland-IPA tatsächlich mit Blaubeeren gebraut wurde. Es verströmt einen kraftvollen beerigen Duft, den Zitrusnoten und eine schöne Hopfigkeit begleiten. Auf der Zunge hat das Craft dann dezente Anklänge der blauen Waldbeeren und etwas Limone. Eher dominiert die Herbe des Hopfens. Leider sind keine genauen Angaben zu den Zutaten auf Etikett oder Brauerei-Website zu finden. Da muss man wieder mal raten. Untermauert ist das Insel-Bier von einer Dosis Waldhonig, die eine dezente Süße mitbringt. Eine grasige Bittere mit leichter Fruchtnuance bleibt am Gaumen zurück.

Fazit: Ein interessantes IPA, das mir allerdings etwas zu unharmonisch ist. Wir haben uns beim Anblick auf das Etikett total auf eine schöne Blaubeernote auf der Zunge gefreut, die dann leider nur unterschwellig durchdringt. Die, ich schätze mal rund 80 Bittereinheiten, sind ziemlich knackig und überlagern etwas das feine fruchtige Aroma. Dennoch war es ein Genuss, ein Bier von der schwedischen Insel zu trinken. Ein paar weitere IPA`s mit der Bulldogge stehen schon im Kühlschrank.

Wo es das gibt? Zum Beispiel hier.