Glaabsbräu: Nicht nur Vicky liebt dieses Pale Ale

Nach „Hopfenlust“, „Tropic Thunder“ oder „Grie Soß“ legte die hessische Traditionsbrauerei Glaabsbräu aus Seligenstadt in ihrer Craft-Reihe einen neuen Knaller vor. Braumeister Julian Menner braute ein 5,7-prozentiges Pale Ale namens „Vicky Loves Pale Ale“, das der gebürtige Bayer mit drei Hopfensorten entwarf. Schon beim Blick auf das Etikett läuft echten Craft-Geeks schon das Wasser im Mund zusammen: Summit aus den USA, Monroe aus Deutschland und Vic Secret aus Australien.

In einem Goldorange fließt das Ale ins Glas, getoppt von einem cremigen und stabilen Schaum. Im Duft zeigen die eingesetzten Hopfensorten sofort ihre volle Kraft. Noten von roten Früchten, Citrus und ein Touch Maracuja dominieren das Bukett. Hinzu gesellt sich ein weiniger Anklang. Das Mundgefühl ist frisch und vollmundig. Auf der Zunge präsentiert sich eine zarte Säure sowie Aromen von Grapefruit, rotem Apfel und roter Johannisbeere. Untermauert wird das Pale Ale von einem sanften Malzkörper. Im Finish bleibt der Geschmack noch lang zurück und verabschiedet sich mit angenehmen 44 Bittereinheiten.

Fazit: Gefällt mir! Dieses hessische Pale Ale ist Julian wirklich gelungen. Es ist gut ausbalanciert, frisch und gut trinkbar. Am besten gefällt mir die Kombination der Hopfensorten, die das Bier geschmacklich zu einem köstlichen Gesamtbild formen. Und sicher wird dieses Ale nicht nur Vicky lieben. Dazu könnte ich mir sehr gut ein pikantes Asia-Gericht vorstellen.

Glaabsbräu: Hessische Kräuterzauberei

IMG_20180411_191122_595Ein wenig schräg ist die Idee ja schon. Aber das Team von Glaabsbräu aus Seligenstadt in der Nähe von Frankfurt am Main kombinierte tatsächlich heimische Kulinarik mit frischem Gerstensaft. Julian Menner packte die hessische Kultsauce „Grie Soß“, die in ursprünglich zu gekochtem Fleisch, Fisch oder Pellkartoffeln gegessen wird, als Bier in die Flasche. Dafür entwickelte der Braumeister ein helles Lagerbier mit schlanken 4,7 Prozent Alkoholgehalt und aromatisiert es mit einer frisch zerhäckselten Kräutermischung aus Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Im Glas glänzt die „grüne Sauce“ in einem strahlenden Gold, getoppt von einer schneeweißen, feinporigen und stabilen Schaumkrone. Das Lager duftet total frisch, malzig und nach einem blühenden Kräutergarten. Abgerundet ist das Bukett mit Zitrusnoten des Cascade Hopfens und einem grasigen Touch des Hallertauer Mittelfrüh. Prickelnd-erfrischend breitet sich das Bier auf der Zunge aus. Sofort präsentiert sich angenehm der Kräutermix und ein Hauch von Zitrone. Im Abgang verabschiedete sich das Lager mit sanften aber wahrnehmbaren 19 Bittereinheiten.

Fazit: Viel besser als erwartet. Die Kräuter dominieren den Geschmack und ergänzen sich super mit den anderen Zutaten und machen das Bier zu einer würzigen Erfrischung. Ein echtes „Kräuter-Craft“ eben.  „Grie Soß“ ist natürlich nur eine Anlehnung an die grüne Hessensauce. Passt super zum Grillen oder aber Kräuterforelle.

 

Glaabsbräu: Kreativer Sommerstoff aus Traditionshaus

20170523_123633Glaabsbräu im hessischen Seligenstadt ist als fast 300jährigeTraditionsbrauerei bekannt. Vor zwei Jahren startete das Team um Robert Glaab allerdings einen modernen Wandel. Erst bauten die Hessen eine neue Braustätte, und jetzt tritt das Familienunternehmen auch mit craftigen Sorten aufs Gaspedal. Ich hatte kürzlich das neue Session Lager namens „Hopfenlust“ im Glas.

Als ich auf dem Etikett die Hopfensorten lese, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Gebraut ist das schlanke 3,8-prozentige Bier mit Citra, Cascade, Sorachi Ace und Summit. Ziemlich vielversprechend. Auch die sonnengelbe Farbe mit schneeweißer Schaumkrone macht Lust auf den ersten Schluck. Ein würzig-fruchtiges Bukett mit Grapefruit-, Aprikose- und Pfirsichnoten strömen in die Nase. Auf der Zunge breitet sich das Session schön vollmundig aus. Grapefruitaroma dominiert das Geschmacksbild. Dabei geht der typisch würzige Lager-Charakter allerdings nicht verloren. „Hopfenlust“ verabschiedetet sich mit 25 Bittereinheiten und einer lang zurückbleibenden Fruchtigkeit.

Fazit: Ich bin absolut positiv überrascht. Das Session Lager ist trotz geringem Alkoholprozent und schlappen IBUs keinesfalls wässrig oder langweilig. Ein frisches und fruchtiges Sommerlager aus dem Hause Glaabs, das Feinschmecker am See, zur Gartenparty oder zum Grillabend genießen können. Vorsicht, ungemein süffig!