Partnerprogramm: Hinter den Kulissen von Texels – Biere von der Insel

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Texels Sude sind echte Insel-Biere. Auf der gleichnamigen Insel Texel in den Niederlanden, herrscht ein sonnigeres Klima als im Rest des Landes. Deshalb haben Gerste und Weizen dort dicke Körner und eine sehr gute Qualität. Klar, dass Texels das Getreide zum Brauen verwendet. Aber auch die eigene Hefe verleiht den Bieren ihren ganz besonderen Charakter. Und sogar die Namen sind mit der Insel verbunden: Das Bestseller-Weißbier „Skuumkoppe“ bedeutet zum Beispiel „Schaumkopf“ – wie die Wellen, so das Bier.

Hinter den Kulissen von Texels

Beerwulf hat sich mit Brauerei-Managerin Janneke unterhalten. Schau Dir Episode 10 der Serie „Brauerei des Monats“ an:

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Du willst den Inselgeschmack selbst probieren? Dann entdecke Texels als Brauerei des Monats bei Beerwulf. Noch bis 15. September gibt’s 10 Prozent Rabatt auf alle Texels Biere.

Mehr sehen? Hier findest Du alle Episoden der Brauerei des Monats.

Deutschlands Top-Brauer: Oliver Lemke vom Brauhaus Lemke im Wachstumsmodus

Oliver Lemke vom Brauhaus Lemke in Berlin

Oliver Lemke war vor 20 Jahren wohl der erste Craft-Brauer in Berlin. Der Brauingenieur öffnete – inspiriert von Auslandsreisen – in der Hauptstadt eine Art Craft-Bier-Pub. Dieser lief allerdings nicht besonders, also gründete er das Brauhaus Lemke am Hackeschen Markt. Aber die Zeit für Craft-Sude war wohl noch nicht reif. So überforderte der gebürtige Heidelberger seine Gäste mit rund 50 verschiedenen Bieren. Doch dann stieg die Nachfrage immer mehr an. 2004 übernahm Lemke Leopold’s Brauhaus am Alexanderplatz, drei Jahre später kam noch ein Standort in Charlottenburg hinzu. Die Location am Alex baute das Lemke-Team schließlich um und machte sie zur Hauptstätte der Marke. Auf zwei Etagen mit 600 Sitzplätzen können Gäste hier in die Welt der Craft-Biere eintauchen. Heute zählt Oli definitiv zu den Top-Brauern der Nation.

Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen richtig guten Craft-Brauer aus?

Passion für Bier und Spaß am Produkt, Knowhow beim Brauen, sowohl theoretisch als auch praktisch, Kreativität sowie Ehrlichkeit. Und: man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen.

Was macht für Dich ein wirklich außergewöhnliches Bier aus?

Guter Geschmack und Balance, gepaart mit einem wirklich passenden aromatischen Kick. Das Streben nach mikrobiologischer Reinheit sowie Stabilität und Wiederholbarkeit verstehen sich von selbst.

Was war das schrägste Bier, das Du jemals getrunken hast?

Ziemlich schräg sind in jedem Falle unsere eigenen Sarcina Berliner Weiße mit Dextrinbildung. Diese laufen wie Sirup aus dem Glas, schmecken sensationell, gibt es aber bisher nur intern.

Mit welchen ungewöhnlichen Zutaten würdest Du gern einmal brauen?

Einem Mikroorganismus, der noch nie vorher im Einsatz war, aber außergewöhnliches kann.

Was ist eigentlich Dein Lieblingsgericht und was trinkst Du dazu?

Vanille-Eiscreme, hergestellt mit unserem Imperial Stout und dazu eine „Berliner Eiche“ – also unsere Budike Weisse, gelagert auf echtem Waldmeister bzw. Eichenholz.

Wie siehst Du die Entwicklung der Craft-Bierszene in fünf Jahren?

Langsam geht‘s voran. Offensichtlich wird es aber keine Craft-Explosion geben, wie sie von allen herbeigeschrieben und -geträumt wurde. Es wird sich über einen längeren Zeitraum ein kleiner, aber feiner Markt für besondere und regionale Biere abseits des Mainstreams entwickeln. Dieser wird sich jedoch dauerhaft etablieren. Deutsche Bierstile und deren Variationen werden dabei im Vordergrund stehen.

Und was hast Du als Nächstes vor?

Unser Berliner Weiße Portfolio sowie die Barrel-Abteilung erweitern und mehr Sport treiben.

Event-Tipp: Jetzt am Wochenende (30.8.-1.9.2019) feiert das Brauhaus Lemke 20-jähriges Jubiläum mit Live-Musik, 17 verschiedenen Bieren und jeder Menge anderer Specials.

Lervig Aktiebryggeri: Alkoholfreier IPA-Genuss aus Norwegen

Früher war ich absolut kein Fan von alkoholfreien Bieren. Doch jetzt bringen Craft-Brauer immer mehr überzeugende Sude auf den Markt, die sogar richtig Spaß machen. Eines davon ist das 0,5-prozentige „No Worries“ von Lervig aus Norwegen. Leider finde ich zu den eingesetzten Hopfensorten weder Hinweise auf der Dose noch im Netz. Tatsache ist aber, dass die Macher aus Stavanger eine spezielle Hefe einsetzten, die den Malzzucker nicht vergären kann und somit kaum Alkohol entsteht.

Das alkoholfreie India Pale Ale fließt in einem ansprechenden Sonnengelb ins Glas, der schneeweiße, feinporige Schaum komplementiert die Optik und macht Appetit. In die Nase schwirren würzige und überwiegend fruchtige Noten, die vor allem an Grapefruit erinnern. Auf der Zunge zeigt sich das Ale erfrischend und schlank, aber keineswegs wässrig. Das Aromaspiel präsentiert dominierende Fruchttöne von Banane, Orange, Grapefruit und Mango. Eine gewisse Malzigkeit schwingt sanft am Gaumen mit. Und tatsächlich macht das Finish gleich Lust auf den nächsten Schluck.

Fazit: Ich bin positiv überrascht, wie eine gute Mixtur von Aromahopfen die alkoholfreien Sude geschmacklich aufmotzen kann. Das norwegische IPA ist ein Musterbeispiel dafür, wie auch ein Bier ohne Umdrehungen richtig Spaß machen kann.

Mit eigenem Fan-Club zum idealen Kunden

Im harten Verdrängungswettbewerb setzten immer mehr Brauereien auf eigene Fan-Clubs. Damit machen sie aus Bierliebhabern treue und loyale Kunden sowie meist lebenslange Markenbotschafter

Erst im Mai pilgerten wieder rund 1.500 Leute in bester Laune und in laubfroschgrünen Trikots nach Distelhausen südlich Tauberbischofsheim, sodass man hätte meinen können, der 1. FC Bremen wäre zu Gast. Hier rollte aber nicht der Ball, sondern die Mitglieder des Fanclubs der Distelhäuser Brauerei rücken wieder einmal zur alljährlichen Party an. Während Unmengen an Bier durch die Kehlen der Gäste rinnen, heizen DJ‘s und Live-Bands eine unvergleichliche Stimmung an. Manche Gäste nehmen dafür eine beschwerliche Anfahrt in Kauf und reisen nicht selten stundenlang mit Pferdekutschen an. „Ein schöneres Kompliment kann es für eine Brauerei wohl kaum geben,“ beschreibt Distelhäuser-Geschäftsführer Christoph Ebers die Begeisterung, mit der die Gäste seiner Marke ihre Treue schwören.  

Vom Erfolg des Distelhäuser Bier-Clubs, der inzwischen rund 6000 Mitglieder zählt, sind auch andere Braustätten angetan. In Zeiten schwächelnden Bierkonsums und hohem Wettbewerbsdruck setzen hierzulande bereits mehr als zwei Dutzend Bierproduzenten auf eine organisierte Fangemeinde – Tendenz steigend. Dabei geht es vor allem darum, die Kundenbindungssysteme zu stärken und dabei ein Wir-Gefühl für die Marke zu entwickeln. Auch wenn die meisten Brauereien einen Mitgliedsbeitrag verlangen, so erfreuen sie ihre Anhänger mit attraktiven Events, Sonderaktionen oder einfach nur mit überraschenden Geburtstagsgeschenken. So manches Club-Angebot beinhaltet besondere Bier-Tastings, Ballon-Fahrten, Kegel-Turniere oder Genuss-Wandertage. Mit einem Starter-Pack, das meist Probierpakete, Flaschenöffner, Bierdeckel, Gläser oder Sticker enthält, machen die Clubbetreiber ihre Aficionados zu echten Markenbotschaftern. Besonders beliebt sind schick gebrandete Fan-Textilien, wie T-Shirt, Pullover, Schal, Mützen oder Kappen mit hauseigenem Brauerei-Logo. Die Fan-Gemeinde wird damit zur wandelnden Werbeplattform.

Wie wichtig solche organisierten Interessengemeinschaften für Brauereien tatsächlich sind, weiß Frank Winkel aus langer Erfahrung zu berichten. Der Unternehmer und Biersommelier aus dem nordrhein-westfälischen Lünen, betreut mit seiner Firma „My-Club“ gut ein Dutzend maßgeschneiderter Fanclubs in der deutschen Brauerei-Szene. Zu seinen Kunden zählen beispielsweise Alpirsbacher, Arco Bräu, das Brauhaus Riegele, die fränkische Kaiserbrauerei, aber auch die Pyraser Landbrauerei. Dass diese Braustätten die Organisation ihrer Fan-Clubs in professionelle Hände legen, liegt nicht zuletzt am erheblichen Aufwand, der in einer solchen Organisation steckt. Winkel arrangiert für seine Kunden alle Club-Aktivitäten, die den Spaßfaktor und gemeinsame emotionale Erlebnisse der Mitglieder betreffen. Außerdem kümmert sich das My-Club-Team um bürokratische Aufgaben, wie Adressmanagement, Versand von Bierpaketen, Gutscheinen und Newslettern. „Mit einem funktionierenden Fan-Club können Brauereien ihre Marke stärken und möglicherweise sogar Kult-Status erreichen“, konstatiert Club-Experte Winkel.

Zu den wohl erfolgreichsten und auch größten Fanclub-Betreibern gehört der Erdinger Bräu mit 90.000 Mitgliedern weltweit und der von Paulaner mit immerhin rund 12.000 Anhängern. Unweit danach folgt der Schwarzwald-Klub vom Alpirsbacher Klosterbräu mit rund 9000 Fans, die sich allesamt „Spezialisten“ nennen und nach eigenen Aussagen vor allem Gemeinschaftssinn und Gemütlichkeit in den Fokus rücken. Für 18,80 Euro im Jahr profitieren diese Bier-Experten von exklusiven Präsenten, erlebnisreichen Genuss-Expeditionen, Konzertbesuchen sowie wechselnden Vergünstigungen rund ums Thema Bier. Einmal im Jahr findet ein großes Mitglieder-Event statt, bei dem der Gerstensaft in Strömen fließt.

Auf regelmäßige Treffen setzt auch der 1996 gegründete Fanclub vom Meckatzer Löwenbräu im bayerischen Heimenkirch mit angeblich insgesamt 8.800 aktiven Mitgliedern. Stammtische in mehreren Städten Deutschlands dienen zum Austausch und gemeinsamen Biergenuss. Zudem bietet eine Mitgliedschaft für 17,38 Euro im Jahr ein sattes Leistungspaket. Neben Rabatten im Meckatzer-Shop, können Fans auch einmal im Jahr zur Brauereiführung mit Zwickelbier-Verkostung kommen und erhalten – bei Vorlage des Fanclub-Ausweises – zusätzlich noch ein Gastgeschenk sowie Freibier im Bräustüberl. Als echtes Highlight gilt aber das jährliche Fan-Fest. Rund 2000 Bierbegeisterte treffen sich dann auf dem Brauereigelände in gebrandeten Outfits, manche von Ihnen sogar mit selbstgebastelten Westen aus Meckatzer-Kronkorken. Aber im Mittelpunkt des Events steht natürlich der Biergenuss. Dazu wird auch zum Tanz geladen oder zu kräftezehrenden Wettkämpfen wie Maßkrug-Stemmen, Baumstammsägen oder zum filigranen Flaschenangeln.

Ganz so ausgelassen geht es bei der Fangemeinde vom Brauhaus Riegele nicht zu. Club-Chef Johannes Hoschka will seinen „Riegele Bierexperten“, wie sich die bisher 820-köpfige Gemeinschaft bezeichnet, vielmehr in Braukünste und Genusswelten einweihen. Das heißt für ihn: keine Massenveranstaltung, sondern eher kultivierte und überschaubare Experten-Events. Für 18,90 Euro Beitragsgebühr bekommen Riegele-Fans ein Willkommenspaket, Gutscheine mit Freibier im Biergarten, Preisvorteile bei Veranstaltungen und jeden Monat ein spezielles Aktionsbier im Wirtshaus. Damit animiert Hoschka die Leute regelmäßig in die Brauerei zu kommen und die neu entwickelten Spezialitätenbiere zu probieren. Bei den Treffen sollen sowohl Traditionalisten als auch eingefleischte Craft-Bierfans auf ihre Kosten kommen. So gibt es manchmal Vorträge zur Bierhistorie, Blindverkostungen oder spezielle Genuss-Tastings. Auch wenn die vor zwei Jahren gegründete Initiative ziemlich aufwendig ist, so ist Club-Manager Hoschka inzwischen hoch zufrieden: „Unsere Bierexperten wirken sich sowohl im Image als auch in der Kundenbindung für die Brauerei absolut positiv aus.“

Dass jedoch in den Fans-Clubs der Brauereien nicht unbedingt nur getrunken wird, zeigen die Macher der dänischen Gypsy-Marke Mikkeller. Das Kreativ-Team hat eine gezielte Aktion ins Leben gerufen, um ihre Fans nicht nur bei Laune, sondern auch körperlich leistungsfähiger zu halten. So gründeten Mikkel Borg Bjergsø und sein Kumpel Søren Runge vor rund fünf Jahren den „Mikkeller Running Club“. Über Facebook riefen sie damals zu einem simplen Jogging-Treffen auf. Beim ersten Date kamen nur fünf Leute, beim dritten Mal schon hundert, und heute zählt der MRC mehr als 180 regionale Clubs mit über 12.000 Mitgliedern weltweit. Diese treffen sich immer am ersten Samstag eines Monats in den jeweiligen Städten mit Mikkeller-Präsenz – in Reykjavik, Santiago, Berlin, Tokyo und sogar in Torshavn, der Hauptstadt auf den Färöer-Inseln. Dort wird zuerst gemeinsam gejoggt, um anschließend ein Freibier in einer der Mikkeller-Bars zu genießen. Jeder weitere Trunk muss allerdings bezahlt werden, denn intensive Bewegung schafft schließlich durstige Kehlen und da kann eine Club-Idee schon mal ganz schön teuer werden.

Erschienen im Meininger’s CRAFT Magazin für Bierkultur in Ausgabe 2/2019

Grohe & Two in a Rocket: Ale mit Uhudler und Hibiskus-Blüte

Wer dieses Bier verstehen will, muss wohl Österreicher sein. Das belgische Saison namens „What is Love?“, das in Kollaboration zwischen dem Brauhaus Grohe in Darmstadt und Two in a Rocket in Wien entstand, brauten die Kreativköpfe mit Hibiskus-Blüten und Uhudler. Mit was? Auch wenn ich mich innerhalb meines Jobs als Genuss-Journalistin nicht nur mit Bier, sondern auch mit Wein beschäftige, wusste ich nicht was ein Uhudler sein soll. Google hilft: Dabei handelt es sich um einen österreichischen Cuvée-Wein. Bei diesem Bier wurde Traubensaft eingesetzt.

In einem verführerischen Rotorange, das wohl durch den Uhudler und den Hibiskus kommt, leuchtet das 6,9-prozentige Saison durch das Glas, ein feinporiger, zahnweißer Schaum liegt oben auf. In die Nase strömt erst eine hefig-würzig Note, die ein typisches Charaktermerkmal für den belgischen Bierstil darstellt. Dazu gesellen sich aber noch florale, weinige und beerige Töne. Moussierend und frisch präsentiert sich das Ale auf der Zunge. Im Geschmack zeigen sich kräftig würzige und florale Aromen. Im Finish verabschiedet sich das Bier mit einer brotartigen Note und einer Fruchtigkeit, die an rote Johannisbeeren erinnern – in Österreich auch Ribiseln genannt.

Fazit: „What is Love?“ ist mal was ganz anderes und – trotz der fast sieben Umdrehungen – eine köstliche Erfrischung für den Sommer. Mir gefällt das Aromaspiel wirklich gut. Aber der Trunk dürfte wahrscheinlich nicht jedermanns Gaumen erfreuen. Soll es aber sicherlich auch nicht – es ist vielmehr ein Bier für Individualisten. Probiert selbst.

Birra Amacord: Vier italienische Sude zu Pasta & Co.

Rimini an der italienischen Adriaküste verbinden die meisten Leute wohl mit Urlaub, Strand und Party. Doch die Stadt an der Riviera hat auch in Sachen Bier einiges zu bieten. Neben ein paar Bars mit großer Bierauswahl gibt es dort auch die Craft-Werkstatt Birra Amacord. Vier Sude der 1997 gegründeten Brauerei konnte ich kürzlich probieren.

Zuerst wagte ich mich an das unfiltrierte „Ama Pilsner“ mit 4,9 Prozent Alkohol. In einem attraktiven Strohgelb schwimmt es im Glas, ein fein- bis mittelporiger Schaum liegt oben auf. Eingesetzt wurden für das Pils nur Dolden der Hopfensorten Mittelfrüh, Tradition und Spalter, die sich im Duft auch sofort würzig, floral, zart grasig und mit einem Kräuter-Touch präsentieren. Hinzu kommt ein Anklang von Weißbrotkruste. Auf der Zunge zeigt sich das Bier frisch und vollmundig mit einem malzig, würzig und floralem Geschmacksspiel. Die 33 Bittereinheiten sind nur minimal zu erkennen.

Nach dem Pilsner öffnete ich das „Ama Blonda“, ein sechs prozentiges Golden Belgian Ale. Gebraut ist die italienische Interpretation mit den Hopfensorten Perle und Mittelfrüh sowie einer eher ungewöhnlichen Beigabe: Orangenblütenhonig. Das Ale zeigt sich in einem trüben Goldton mit schneeweißem, feinporigem Schaum. Das Bukett präsentiert florale Noten sowie Aromen von Orangenschale, Blütenhonig und einem minimalen krautigem Anklang. Im Geschmack verbindet sich eine zarte Säure mit malzig-hefigen Noten, einem Hauch von Zitrus, einer dezenten Würzigkeit und dem Blütenhonig zu einer Gesamtkomposition. Eine hauchzarte Hopfenbittere von 25 Bittereinheiten runden das Bier ab.

Das „Ama Bruna“, ein 7,5-prozentigen Belgian Strong Ale, ist wohl der große Bruder des goldenen Ales. Allerdings zeigt sich die kräftigere Variante in einem appetitlichen Rehbraun und einem feinporigen, cremefarbenen Schaum. Es duftet zurückhaltend nach getrockneter Pflaume und frischer Sauerkirsche. Dazu paar sich eine gewisse nussige sowie deutliche Karamellnote. Auch auf der Zunge breiten sich dezent Karamell, Kirsche und Dörrpflaume aus. Das Bier wirkt geschmacklich leichter, als es mit seinen siebeneinhalb Prozent wirklich ist.

Der stärkste Vertreter der verkosteten Amacord-Sude ist das „Ama Mora“, ein Imperial Coffee Porter mit ordentlichen neun Umdrehungen. Gebraut wurde es mit einer Kaffeebohnen-Mischung von einer lokalen Rösterei. Im Glas zeigt es sich in einem Dunkelbraun, getoppt von einem beigefarbenen Schaum. In die Nase strömen röstige, nussige und herbe Noten, die sich mit Zartbitterschokolade und kaltem Filterkaffee vereinen. Am Gaumen breitet sich eine zarte Säure und röstig-herbe Töne aus, gepaart mit Aromen von Schwarzbrot und Espresso. Im Finish bleibt das Geschmacksspiel noch länger zurück.

Fazit: Jedes der vier Biere besitzt eine angenehme Drinkability und kann sich vor allem auch durch die Aufmachung sehen lassen. Das Pils ist eher eine italienische Interpretation des altdeutschen Bierstils, das aber gut als Aperitif genossen werden kann. Das Golden Belgian Ale dagegen kann ich mir gut zu einem gegrillten Fisch am Strand in Italien vorstellen und „Ama Mora“ passt sicher zu Tiramisu oder anderen leckeren Dolci. Geschmacklich hat mich das Belgian Strong Ale mit den harmonischen Karamell- und Dörrobst-Noten am meisten überzeugt, welches ich auch gern zu Pasta al Ragut genießen würde.

Saugatuck Brewing: American Pale Ale als optimaler Craft-Starter

Saugatuck Brewing zählt zu den renommiertesten Brauereien aus dem US-Bundesstaat Michigan. Vor wenigen Tagen hatte ich eines der Flaggschiffe der 2005 gegründeten Craft-Stätte im Glas. Das American Pale Ale namens „Paled it!“ legt 5,5 Prozent Alkohol vor und wurde ordentlich gestopft mit den Hopfensorten Mosaic, Hallertauer Melon und Citra.

Das Ale glänzt in einem appetitlichen Goldton durchs Glas. Es duftet angenehm nach einem tropischen Fruchtkorb mit Noten von Ananas, Mango und Grapefruit. Die Aromen sind präsent, aber erschlagen einen nicht gleich. Auf der Zunge präsentiert sich das Pale Ale eher schlank mit einer moderaten Kohlensäure, die eine gewisse Frische versprüht. Im Geschmack zeigen sich ebenso die Tropenfrüchte. Neben Ananas, Mango und Grapefruit dringt aber auch ein Hauch von Honigmelone vom bayerischen Melon-Hopfen durch. Ein sanftes Malzbett untermauert den Gesamteindruck, der im Finish noch von einer schmeichelnden Bittere von nur 19 IBU abgerundet wird.

Fazit: Diese Pale Ale von Saugatuck ist ein echter Allrounder und nicht nur optimal für Craft-Novizen geeignet. Mit seinen sanften, aber durchaus präsententen Fruchtaromen erfreut das Bier sowohl den Gaumen von Hopfen-Profis als auch von Craft-Einsteigern, die sich gerade erst mit amerikanischen Bieren anfreunden.

Riedenburger Brauhaus: Sommer-Sud aus dem Altmühltal

Maximilian Krieger vom Riedenburger Brauhaus ist bekannt für trinkbare Sude. Schon vor rund fünf Jahren war ich ein Fan von seinem „Dolden Sud“. Jetzt legte der Bayer eine sommerliche Version davon vor. Der „Dolden Sommer Sud“ präsentiert schlanke 4,2 Prozent Alkohol und ein Aromaspiel aus vier bayerischen Hopfensorten: Smaragd, Cascade, Mandarina Bavaria und Spalter Select.

Goldgelb scheint das Sommer Ale durch das Glas. Ein schneeweißer, feinporiger Schaum komplementiert die appetitliche Optik. Der Duft erinnert an einen Spaziergang durch einen blühenden Blumengarten, zudem sich noch fruchtige Noten von Mandarine und Blutorange gesellen. Ein leicht malziger Touch trägt zu einem harmonischen Bukett bei. Auch auf der Zunge zeigt sich ein deutlich florales Aroma, das an Geranien erinnert und sich mit Zitrus-Tönen von Mandarine, Orange und Grapefruit vereint. Das bayerische Pale Ale ist unterlegt von einem sanften Malzkörper. Im Finish spielt noch eine angenehme Bittere mit.

Fazit: Ein wirklich attraktives sommerliches Ale, das zu jedem Anlass passt. Dieses Bier mit blumigen und fruchtigen Noten legt eine hohe Drinkability vor, sodass sich der „Dolden Sommer Sud“ sowohl für Craft-Einsteiger, aber auch für Geeks anbietet, die einfach mal ein unkompliziertes, aber aromatisches Pale Ale genießen wollen.

The Garden Brewery: Kroatisches Feierabend-IPA

Ich muss gestehen, dass mir The Garden Brewery bis vor kurzem noch völlig unbekannt war. Dabei feierte die kroatische Craft-Stätte im Juni bereits ihren dritten Geburtstag. Umso mehr freute ich mich auf den Genuss dessen American Westcoast Style IPAs mit 6,5 Umdrehungen. Die Macher brauten das Ale mit sechs Hopfensorten: Simcoe, Cascade, Azacca, Mandarina Bavaria und Zythos. Letztlich wurde es noch dreifach kaltgehopft.

In einem golden Orangeton steht das IPA im Glas. Es duftet harzig und fruchtig mit Noten von Pfirsich, Mandarine, Orange, Maracuja und Waldhonig. Im Antrunk zeigt sich eine gewisse Süße, bis dann die volle Hopfenpower wieder mit ihren fruchtigen Aromen durchdringt. Im Vordergrund präsentieren sich Aromen von Saftorange, Aprikose, Mango und Maracuja. Am Schluss dringen 60 Bittereinheiten durch, die aber eher sanft in der Wahrnehmung sind.

Fazit: Das kroatische IPA ist ein sehr solides, unkompliziertes und gut trinkbares Bier. Vom Geschmack her nicht unbedingt ein Ausreißer, aber ein sehr schöner Allrounder zum Feierabend, in der Sonne oder zu asiatischen Speisen. Für Genießer mit Lust auf hohe Drinkability aber auch für Craft-Newcomer ein empfehlenswerter Tropfen. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar Sorten von The Garden Brewery zum Verkosten besorgen.

Partnerprogramm: Beerwulf-Sale zum Internationalen Tag des Bieres

Credit: beerwulf.com

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Feier den Internationaler Tag des Bieres

Bierfans aufgepasst! Am 2. August ist wieder Internationaler Tag des Bieres, er wurde 2008 in den USA ins Leben gerufen und seither jährlich gefeiert.

Was du am Freitag also machen solltest?

  • Trinke gute Biere mit guten Freunden
  • Verschenke ein Bier – einfach, weil es besser schmeckt, wenn jemand anderes es kauft
  • Ehre die Brauer(innen) und Barkeeper(innen)
  • Probiere Biere aus aller Welt

Beerwulf feiert auch mit

Mit einem großen Sale zum internationalen Tag des Bieres – und zwar die ganze Woche! Bis Sonntag, 4. August um Mitternacht gibt es bis zu 60 % Rabatt auf Bierboxen, die Heimzapfanlage The SUB und mehr. Also, füll jetzt deinen Kühlschrank!

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Bier ab jetzt zuhause zapfen? Deine Chance!

Die Heimzapfanlage The SUB gibt’s diese Woche ab 49 € statt 129 €. Ob zum Grillabend, Fußball oder Feierabend, du kannst dein Lieblingsbier stets auf zwei Grad gekühlt und natürlich frisch gezapft zuhause genießen. Zu zapfen gibt’s 20+ Sorten in 2-L-Fässern („TORPS“), die dein Bier zwei Wochen frisch halten!

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