Partnerprogramm: Neue Events in der Riegele Brauwelt

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Neu in der BrauWelt: Das Riegele Biermenü

Ein herb-hopfiges Kellerpils zum frischen Salat, ein cremiges, malzbetontes Starkbier zum Braten oder vielleicht ein schokoladiges Imperial Stout zur Vanille-Mousse? Das richtige Bier zum richtigen Essen – eine unschlagbare Kombi, der leider noch viel zu selten Beachtung geschenkt wird. Beim Biermenü in der Riegele BrauWelt lernen Besucher Bier ab sofort von einer ganz neuen Seite kennen. Dieser Abend mit den Riegele Bierbotschaftern garantiert nicht nur kulinarische Hochgenüsse, sondern bringt auch jede Menge Bierwissen mit sich. Dazu gehört nach einem Begrüßungstrunk ein kurzer Lehrgang vom Malzboden bis in die Riegele Bierkeller, ein 4-Gänge Überraschungsmenü im exklusiven Kaminzimmer mit angeleiteter Verkostung ausgewählter Brauspezialitäten, Geschichten rund ums Bier, Bierstacheln und zum Schluss eine Kleinigkeit zum mit nach Hause nehmen. Alle Infos und Termine gibt es hier.

Bieriger Freitag

Die Woche ausklingen lassen und das Wochenende einläuten – das geht perfekt beim „Bierigen Freitag“ in der Riegele BrauWelt. Jeden Freitag ab 18.30 Uhr gibt es eine spannende Brauereiführung durch das historische Brauhaus. Danach wird im Anschluss eine erfrischende Halbe im WirtsHaus serviert und man hat die Möglichkeit, mit gleichgesinnten Bierliebhabern ins Wochenende zu starten. Mehr Infos gibt es hier.

Tracht Nacht am 13. April 2019

Nichts hilft so gut gegen Winterspeck wie Schunkeln und Maßkrugstemmen. Und so ist es kein Wunder, dass bei der kommenden Riegele Tracht Nacht bereits zum 14. Mal die Post abgeht. Alle feierwütigen Dirndl-Madln und Lederhosen-Burschn dürfen sich auf die krachlederne Traditions-Sause freuen, denn dann treffen sich die motivierten Volksfestlöwen wieder in der Riegele Biermanufaktur. Für bayerische Partystimmung sorgen dieses Jahr die „Brugger Buam“ und „DJ Vollgas Andi“. Infos und Tickets gibt’s unter www.riegeletrachtnacht.de

Außerdem gibt es Käse- und Craft-Bierverkostungen im Tölzer Kasladen in Augsburg.

Superfreunde: Allrounder-Pils mit gewissem Etwas

Im Januar erst traf ich die Superfreunde Stefan und Marco zum Interview (erscheint in der nächsten Ausgabe von CRAFT). Während des Gesprächs genossen wir ihr 4,8-prozentiges Pils, das ein Musterbeispiel aus der Kombination von Tradition und Moderne wiederspiegelt. Intention der Superfreunde: den klassischen Charakter des untergärigen Stils beizubehalten, aber mit modernen Hopfensorten – Mosaic und Amarillo – zu verfeinern.

Goldfarben und naturtrüb präsentiert sich das Pils im Glas. Ein stabiler, schneeweißer und feinporiger Schaum perfektionieren die Optik. In der Nase zeigt sich erst der typisch malzig, hopfig-grasige Duft, bis dann zarte Zitrusnoten des Hopfens durchdringen. Erfrischend-prickelnd fließt das schlanke Bier über die Lippen. Auch im Geschmack offenbart sich erst der klassische Pils-Charakter, der sich mit den dezenten Fruchtnoten des Hopfens paart. Am Schluss ist noch eine angenehme Herbe wahrzunehmen.

Fazit: Das Superfreunde Pils ist ein süffiges Bier mit dem gewissen Etwas. Ganz klar steht hier die Trinkbarkeit im Vordergrund und macht den Sud zu einem echten Allrounder. Ein Bier, das wohl so schnell niemanden überfordert und zu jeder Gelegenheit konsumiert werden kann.

Yankee & Kraut + Pivovar Raven: Baltic Porter mit Oida-Effekt

In diesem Kollaborationssud steckt ganz schön viel internationale Power. Filip Miller stammt ursprünglich aus Australien. Seit knapp vier Jahren ist er aber Chef und Brauer bei der Craft-Stätte Raven im tschechischen Pilsen. Bryan France dagegen kommt gebürtig aus den USA und führt gemeinsam mit dem Bayer Max Senner in Ingolstadt das Kreativ-Label Yankee & Kraut. Beide Marken sind für hocharomatische und auch gern mal ungewöhnliche Sude bekannt. Gemeinsam legten sie jetzt ein Bier namens „Woda Portowa“ auf, bei dem es sich um ein Baltic Porter handelt. Der Bierstil hat seine Wurzeln – wie der Name schon verrät – in den baltischen Staaten.

Das Bier ist aber kein gewöhnliches Porter, sondern eine Imperial-Version mit ordentlichen zehn Prozent Alkohol. Fast nachtschwarz fließt der Sud ins Glas, ein cremiger Mokkaschaum liegt oben auf. In die Nase katapultieren sich sofort malzig Aromen von Schokolade, Karamell und Nuss. Irgendwie schwingt auch ein Touch von leckerem Kuchenteig mit. Auf der Zunge entfaltet sich ein weiches Mundgefühl sowie eine leichte Süße mit einem Geschmack von Milchschokolade, Nuss, Toffee und Biskuit. Hinzu kommen zarte Röstnoten, die an frischgebrühten Kaffee erinnern. Das Finish ist lang und animiert zum nächsten Schluck.

Fazit: Zugegeben bin ich schon ein kleiner Fan von den Bieren der Tschechen und auch der Ingolstädter. Mit dem „Woda Portowa“ haben Filip und Bryan ein tolles Dessert- oder auch Absackerbier auf den Markt gebracht, das sicherlich die Herzen der Fans von malzbetonten Suden höher schlagen lässt. Wieder mal ein Bier mit Oida-Effekt.

Kollaborationssud: Brut holt die Sonne ins Glas

Kaum wärmen die ersten Sonnenstrahlen, schon gelüstet es nach einem Sommerbier. Im Kühlschrank lachte mich daher kürzlich ganz besonders eine Dose mit einer lachenden Sonne auf dem Etikett. Bei diesem „Lil‘ Soleil“ handelt es sich um ein 5,8-prozentiges Brut mit Grapefruit und Ananas, das in Kollaboration zwischen der UK-Brauerei Magic Rock und den dänischen Machern von People Like US entstanden ist. Das Craft-Label aus Kopenhagen wird von Mikkeller unterstützt. Neben den Früchten packten die Brauer noch ordentlich Hopfen mit rein: Amarillo, Ariana, Hallertauer Blanc und Vic Secret.

In einem sommerlichen Sonnengelb strahlt das Brut durch das Glas, allerdings schwimmen kleine Partikel im Sud herum.  Aber: nicht schlimm, denn wenn man seine Nase gen Bier hält ist man sofort betört. Es duftet fruchtig-frisch nach Ananas, Grapefruit und Maracuja. Da geht wirklich die Sonne auf. Auf der Zunge zeigt sich dann eine zarte Säure, die von den fruchtigen Noten der Ananas und Grapefruit abgelöst wird. Hinzu kommen eine gewisse Malzkomponente und ein würziger Hauch von Pinie. Der Körper präsentiert sich für seine knapp sechs Prozent jedoch eher zurückhaltend. Im Finish verabschiedet sich das Bier stiltypisch sehr trocken.

Fazit: Zugegeben, das Kollab-Brut duftet deutlich intensiver, als es tatsächlich schmeckt. Der Geruch verwöhnt die Nase und legt hinsichtlich der Erwartungen die Latte ziemlich hoch. So war ich schließlich beim Geschmack etwas enttäuscht. Aber dennoch ist das „Lil‘ Soleil“ ein ausgewogenes, erfrischendes und fruchtiges Sommerbier.

Sudden Death Brewing: Ein echter Hero im Glas

Wenn ein Sud mit Mosaic-Hopfen gebraut ist, kann ich am Bierregal nur schwer vorbei gehen. So entdeckte ich kürzlich „Let me be your hero, baby” von Sudden Death Brewing. Das Team vom Timmendorfer Strand hat sich mit hopfenbetonten Bieren inzwischen einen echten Namen gemacht. Das siebenprozentige Hero-IPA stopften die Schleswig-Holsteiner sogar gleich doppelt mit der US-Hopfensorte. Kennzeichnung dafür: „DDH“, was ausgeschrieben bloß Double Dry Hopped bedeutet.

Kein Wunder also, dass sich das orangefarbene Ale in der Nase schon wie ein tropischer Saft aus Maracuja, Mango und Papaya präsentiert. Auf der Zunge zeigt sich das Bier vollmundig mit würzigen und hopfigen Noten. Dazu gesellen sich Aromen von reifen Tropenfrüchten. Im Finish entpuppt sich noch eine leichte und angenehme Herbe.

Fazit: Auch dieses IPA bestätigt mir wieder, was Mosaic doch für ein toller Hopfen ist. Das Bier ist schön ausbalanciert und ein echter Hero im Glas. Passt sicher gut zu gereiftem Cheddar-Käse oder scharfen Asia-Gerichten.

Sudden Death Brewing: Ein echter Hero im Glas

Braufactum: Schwarzbraune Verführung für jeden Tag 

Schwarzbier scheint immer noch ein verkannter Bierstil in der Craft-Szene zu sein. Nur selten findet man in den Bierregalen neue Interpretationen der uralten Stilistik. Kürzlich bin ich wieder über das 5,4-prozentige „Darkon“ von Braufactum aus Frankfurt gestoßen, dass ich schon vor einigen Jahren getrunken, aber damals leider nicht in seiner ganzen Klasse wahrgenommen habe. Jetzt, nach vielen neuen Erfahrungen und nachdem der Trunk bei den wichtigsten Craft-Wettbewerben immer wieder Gold abräumte, muss ich jedoch sagen: Das ist wirklich ein absolut perfekter Vertreter für diesen untergärigen Bierstil.

Schwarzbraun fließt der Sud ins Glas, getoppt von einem feinporigen und cremigen Schaum. Das Bier duftet malzig, röstig und leicht nach Rauch. Noten von Zartbitterschokolade komplementieren das Bukett. Auf der Zunge zeigt sich „Darkon“ mit einem sanften Mousseux und mit mildem Röstaroma. Hinzu kommt ein Hauch von Kräutern und der Geschmack dunkler Schokolade. Im Finish bleiben die Malznoten mit einer angenehmen Herbe noch lange zurück. Wegen der hohen Vergärung präsentiert sich das Schwarzbier schön trocken und lädt zu längerem Verweilen ein.

Fazit: Dieser dunkle Stil ist wirklich unterschätzt. Das „Darkon“ zeigt musterhaft, wie aromatisch und gut trinkbar Schwarzbier sein kann. Auch wenn die Aromen eher dezent sind und nicht zu aufdringlich erscheinen, so verfügt diese Bier über eine hohe Trinkbarkeit. Ich kann mir den Trunk gut als einen guten Begleiter zum Braten oder einfach nur zu einer genussvollen Brotzeit vorstellen.

Braufactum: Schwarzbraune Verführung für jeden Tag

Exklusivinterview: Braukunst Live mit neuem Besitzer

Selbst für Insider kam die Message überraschend: Frank Böer, Gründer und Veranstalter der Braukunst Live (BKL) und der Finest Spirits in München, hat beide Messen an den renommierten Fachverlag Meininger verkauft, der auch das CRAFT Magazin herausgibt. Feiner Hopfen sprach exklusiv mit Christoph Meininger und Frank Böer über ihre Einschätzung des Craft-Biermarktes und einer künftigen Positionierung des Events.

Herr Böer, die Braukunst Live hat sich zu einer der wichtigsten Biermessen in Deutschland etabliert und findet dieses Jahr zum achten Mal statt. Nach Meinung von Analysten nimmt der Craft-Biermarkt weiter an Dynamik zu. Warum verkaufen Sie das Festival gerade zum jetzigen Zeitpunkt?


Kurz gesagt: Aus strategischen Überlegungen. 2005 waren wir mit der Finest Spirits das erste Festival im Süden, die vierte Messe in Deutschland. Heute gibt es buchstäblich hunderte Whisky-, Spirituosen- und Genussmessen in Deutschland. Nicht ganz so krass, aber im Grunde ähnlich verlief seit 2012 die Entwicklung beim Bier. Einerseits haben wir uns in diesem Umfeld all die Jahre ganz oben behauptet. Auf der anderen Seite: Wenn man in diesen Gewässern langfristig überleben will, muss man leistungsfähige Allianzen bilden.

Herr Meininger, Sie sind der neue Besitzer der Braukunst Live. Was reizt Sie an diesem Event?


Die Braukunst Live! war die erste Messe ihrer Art und ist dadurch der Platzhirsch in Deutschland und marktführend. Deshalb passt sie – zusammen mit Meiningers Craft – genial in unser Verlagsportfolio. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite bewundere ich die Craft-Bierbrauer um ihren Ideenreichtum, ihren Individualismus, ihre Lust darauf, etwas Neues zu kreieren. Und wir wollen dabei helfen, dass die Message an Bierliebhaber, Handel und Gastronomie kommt.

Ihr Verlag gehört hierzulande zu den profiliertesten Medienhäusern im Getränke-Bereich. Was können Craft-Fans künftig von der Braukunst Live erwarten?


Wir möchten weiterhin den Craft-Biererzeugern die perfekte Plattform bieten, damit Image, Bierabsatz und das Wissen um Craft-Bier gepusht werden. Frank Böer hat ja bislang alles richtig gemacht. Das Bierfestival hat einen überaus hohen Bekanntheitsgrad, den wir mit Hilfe unseres Know-hows – Meiningers Craft und Meininger‘s International Craft Beer Award – weiter ausbauen möchten. Wir haben schon neue Ideen in petto, die wir aber erst verraten, wenn sie spruchreif sind.

Herr Böer, war der Verkauf für Sie auch eine ökonomische Entscheidung?


Konjunktur und Konsumklima werden sich ganz sicher eines Tages mal wieder eintrüben, was im Veranstaltungssektor zu einer begrüßenswerten Konsolidierung führen wird. Überleben wird dann derjenige, der breit, stark und innovativ aufgestellt ist. Gute Messen sind ein hoher, geradezu betriebswirtschaftlicher Wert, der über viele Jahre mit unglaublich viel Zeit, Geld, Know-how und Mühe geschaffen wurde – und zwar gerade auch seitens der beteiligten Aussteller. Diesen Wert gilt es zukunftssicher aufzustellen und dafür braucht man starke Partner. Der strategisch beste Zeitpunkt, mit unseren Festivals eine solche starke Allianz einzugehen, ist für mich genau jetzt.

Warum sehen Sie den Meininger Verlag mit all seinen medialen Potentialen als idealen Nachfolger?


Der Meininger Verlag ist einer der ältesten und renommiertesten deutschen Fachverlage für Wein, Spirituose und inzwischen bekanntlich Bier. Das Haus ist weit über die Branchen hinaus bestens vernetzt, hat bei zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben jede Menge Erfahrung gesammelt, auch die bekannte Publikumsmesse Forum Vini in München läuft unter Meininger-Flagge. Daher bestehen auf zahlreichen Ebenen jede Menge professionelle Anknüpfungspunkte. Whisky, Sprit und Bier sind absolutes „people business“, man kennt sich – da zählen solche gemeinsamen Anknüpfungspunkte eine Menge. Die beiden Festivals waren 15 Jahre lang mein Leben, aufgebaut mit zwei tollen Mitarbeiterinnen, tollen Partnern und Subunternehmer, die über die Jahre – ebenso wie viele Aussteller – zu echten Freunden geworden sind. Dies alles in bester Ordnung an ein Haus wie Meininger zu übergeben, ist daher ein absoluter Gewinn für alle Beteiligten und macht mich stolz.

Und wie sehen Sie, Herr Meininger, die Entwicklung des deutschen Craft-Biermarktes in den kommenden fünf Jahren?


Craft-Bier hat eine enorme Chance, solange der Brauer den Bierliebhaber nicht aus den Augen verliert. Craft-Bier ist ein hochwertiges Nischenprodukt mit Potenzial nach oben, denn der Wunsch des Verbrauchers nach Individualisierung wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken.

Herr Böer, wie haben Sie die Entwicklung der Craft-Bierbranche in all den Jahren empfunden? Und wo geht’s hin?


Craft-Bier hat nach meiner Ansicht definitiv eine große Zukunft, das Thema wird sich weiterhin stetig etablieren. Die Frage ist jedoch: Wie stark wächst das Segment und wie lange wird das dauern. Nach dem Boom der ersten Jahre macht sich nach meiner Einschätzung momentan etwas Ernüchterung breit: Die Absatzmenge an Craft-Bier wächst – aber nicht so schnell wie, zugegeben auch von mir – mal erwartet wurde. Zugleich aber sind in letzter Zeit viele neue Brau-Projekte ins Spiel gekommen. Und damit tummeln sich derzeit viele Fische in einem kleinen Teich. Hinzu kommt, dass sich auch der Craft-Bierabsatz stärker eher regionaler entwickelt. Fazit: Ich sehe für Craft-Bier eine große Zukunft – nach einer vermutlich noch etwas längeren Phase der Konsolidierung. Ein Event wie die Braukunst Live kann helfen den Markt zu stabilisieren und das Wachstum langfristig zu befördern.

Bleiben Sie der Craft-Szene treu oder gibt es neue unternehmerische Ideen?


Whisky und Craft-Bier werden immer mein Leben sein, aber beruflich geht es künftig um andere Dinge: Ich baue ab Sommer ein sehr spannendes Tourismus-Projekt in Nova Scotia, Kanada, auf, Details erfahrt ihr zu gegebener Zeit über meine Facebook-Seite. Auch dabei geht es um „Genuss-Erlebnisse“ – aber in einem ganz anderen Kontext als bisher. Für mich beginnt ein völlig neuer Abschnitt, eine völlig neue Herausforderung, auf die ich mich riesig freue.

Feiner Hopfen feiert sechsten Geburtstag

GIF von Elena Hasenbeck

Liebe Craft-Bier-Community,

für mich gibt es heute mal wieder einen Grund zu feiern: feinerhopfen.com hat Geburtstag. Seit nunmehr sechs Jahren reise ich durch die wundervolle Welt kreativer Biere. In dieser Zeit traf ich spannende Brauer in ihren Sudhäusern rund um den Globus, probierte ganz individuelle Biere und saß in den Jurys von renommierten nationalen und internationalen Bier-Wettbewerben. Und das wichtigste: Es macht mir immer noch so viel Spaß wie am ersten Tag.

Deshalb ist heute ein perfekter Anlass, mal wieder ein Toast auszusprechen: DANKE an Euch – an meine vielen Leser – für das Interesse an Feiner Hopfen. Es ist ein riesiger Ansporn für mich, Euch auch weiterhin mit interessanten Verkostungen, Interviews, Brauer-Portraits und Kommentaren zu begleiten, Euch zu informieren, zu inspirieren und zu unterhalten. DANKE, dass ich fast jeden Tag fantastische Menschen kennen lernen darf, mit denen ich stundenlang über die Craft-Bierszene, neue Sude und deren Rohstoffe und Aromen diskutieren kann.

Ich hebe mein Glas auf Euch – und damit meine ich alle Craft-Zauberer, Malzliebhaber, Hefe-Gurus und Hopfen-Anbeter. Ein spezieller Toast gilt auch all den Kreativbrauern, die uns Aficionados, Gourmets und Bier-Lovers trotz hartem Wettbewerbskampf immer wieder mit hocharomatischen und qualitativhochwertigen Bieren beglücken. Weiter so!

Buddelship: Aromatisches Feierabend-Schmankerl

Auch an kalten Wintertagen muss ein Bier nicht immer hochprozentig und kräftig sein. Ein leichtes, aber schön aromatisches Schankbier erfrischt und erfreut den Gaumen ebenso. Einer meiner Favoriten ist die „Deichbrise“ mit schlanken 3,9-Prozent von der Buddelship Brauerei aus Hamburg. Simon und sein Team haben das gelborangefarbene Lager mit den Hopfensorten Tradition und Citra gebraut.

Der Duft des Citra-Hopfens steigt auch sofort in die Nase. Insgesamt präsentiert sich das Bukett fruchtig-frisch mit harmonischen Zitrus- und Malznoten. Auf der Zunge zeigt sich das Schankbier trotz geringer Umdrehungen mit einem durchaus akzeptablen Körper. Auch im Geschmack setzt sich der Citra mit Aromen von Limone und Grapefruit durch, während vom Tradition eine gewisse Würzigkeit und ein zarter Kräuter-Touch durchdringt. Die Malznoten und ein angenehm herbes Finish runden das Gesamtpaket ab.

Fazit: Ein gutes Bier für alle Tage! „Deichbrise“ kann man wirklich zu jeder Jahreszeit genießen – einfach so als schönes Feierabend-Schmankerl.

Deutsche Top-Brauer: Julian Menner – Experimentierlust in Traditionsbrauerei

Julian Menner beim Zwickln. (Foto: Glaabsbräu)

Julian Menner arbeitete schon in mehreren renommierten Brauereien, bis es ihn zum Glaabsbräu ins hessische Seligenstadt verschlug. Neben ganz traditionellen Suden produziert der Braumeister dort auch ungewöhnliche Biere wie etwa das „Grie Soß“, das aromatisch an die Frankfurter Grüne Soße erinnern soll. Da der gebürtige Bayer auch ausgebildeter Biersommelier ist, der sich sogar schon zweimal für die Weltmeisterschaft qualifizierte, gilt er als echter Sensorik-Profi. Und das schmeckt man seinen Bieren tatsächlich an. Mit seinen Suden legt er stets einen raffinierten Touch bei hoher Trinkbarkeit vor. Seine immer neuen Ideen zeigen, dass sein Experimentierdurst offensichtlich noch lange nicht gestillt ist. Deswegen zählt Julian für mich zu den besten Brauern Deutschlands.

Welche Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen richtig guten Craft-Brauer aus?


Kreativität und eine eigene Handschrift.

Was macht für Dich ein wirklich außergewöhnliches Bier aus?


Ein außergewöhnliches Bier lässt mich die Welt um mich herum vergessen. Es zieht mich in seinen Bann und beschäftigt mich häufig tagelang.

Was war das schrägste Bier, das Du jemals getrunken hast?


Ein Sauerbier mit Bakterien menschlichen Ursprungs.

Mit welchen ungewöhnlichen Zutaten würdest Du gern einmal brauen?


Na ja, mit Kräutern und Gewürzen machen wir bei Glaabsbräu schon sehr viel und da wird auch noch einiges nachkommen. Was mich aber brennend interessiert, sind alternative Fermentationsformen und spontane Vergärung – da tüfteln wir gerade schon intensiv dran.

Was ist eigentlich Dein Lieblingsgericht und was trinkst Du dazu?


Leichter wäre es wohl zu definieren, was ich nicht gerne esse oder trinke. Ein Lieblingsgericht ist jedoch Kalbsnierenbraten mit böhmischen Knödeln, gekocht von meiner Mutter, und dazu ein Export meiner Lehrbrauerei Maierbräu in Altomünster.

Wie siehst Du die Entwicklung der Craft-Bierszene in fünf Jahren?


Die guten und innovativen Brauer werden am Markt bestehen, der sich jedoch weiter konzentrieren wird.

Und was hast Du als Nächstes vor?


Die Kräuterernte für unsere „Grüne Soße“ steht bald an, dann gibt es wieder eine neue Auflage dieses ungewöhnlichen Trunks. Außerdem werden wir noch das eine oder andere hessische Produkt als Bier interpretieren und uns verstärkt um alkoholfreie Sorten kümmern.