TrueBrew Brewing Co.: Münchner Craft-Brauer setzen auf aromatische Trinkfreude

Der Taproom der Jungs von TrueBrew in München zählt inzwischen zu den heißesten Craft-Bier-Hotspots der Stadt. Aus zehn Hähnen fließen dort neben Session Pils, Pale Ale und IPA auch Bockbiere sowie wechselnde Spezialitäten. Um ihre Fans nun auch zuhause zu beglücken, füllen Andreas, Lucas und Luis jetzt auch immer mehr Biere in schicke Dosen ab. Kürzlich habe ich die drei aktuellen Sorten probiert.

Schon mal vorab: Eines haben die drei Sude gemein. Sie legen alle einen berechenbaren Alkoholgehalt von 5,1 Prozent vor. Zuerst schenkte ich mir das bernsteinfarbene, naturtrübe Vienna Style Lager namens „Summit“ ins Glas. Ein schneeweißer Schaum toppt das attraktive Gesamtbild. Das Bier duftet angenehm malzig mit karamelligen Anklängen und einem würzigen sowie zart blumigen Touch. Auf der Zunge breiten sich nussige und auch malzige Töne aus, die ein wenig an Biskuit und Waldhonig erinnern, ohne süßlich zu wirken. Dazu gesellen sich herbe Hopfennoten. Die moderate und gut eingebundene Kohlensäure trägt zu einem ausbalancierten Bier bei.

Harmonisch präsentiert sich auch das Juicy Pale Ale namens „Joyride“, das durch eine helle Bernsteinfarbe besticht. Auch hier thront ein stabiler, weißer Schaum auf dem Bier. In die Nase strömt sofort ein fruchtiges Hopfen-Bukett, das mit Aromen von Mandarine und Maracuja zum ersten Schluck animiert. Im Mundraum entfaltet sich eine gewisse Vollmundigkeit mit einer sanften Karbonisierung. Dazu paaren sich tropisch-fruchtige Aromen von Mango und Maracuja von der eingesetzten Sorte Mosaic sowie Noten von Pfirsich und ein würziger Hauch. „Joyride“ verabschiedet sich mit einer angenehmen Herbe, die zum Weitertrinken anregt.

Das letzte der Trilogie ist das nachtschwarze „Bavarian Stout“, auf dem ein cremefarbener Schaum schwimmt. Es duftet klassisch-malzig mit Noten von Schokolade und etwas Lakritz. Im Antrunk zeigt sich das Stout angenehm schlank. Aromen von Milchschokolade und Kakao treffen auf eine dezente Röstigkeit. Das Finish ist langanhaltend, trocken und mild bitter.

Fazit: Drei wirklich harmonische Sude, die durch ihr jeweiliges Aromaspiel und ihre hohe Drinkability überzeugen. Keine Biere, die überfordern, sondern zu einem zweiten Glas anregen. Ich freue mich schon auf weitere kreative Sude aus dem Hause TrueBrew.